Auszeit am Arlberg in Österreich

Ein luxuriöser Rückzugsort wie ein großes Zuhause

Menschen sehen sich im Urlaub nach mehr Raum für Individualität. Dieser gepaart mit Luxus funktioniert im Zürserhof seit fast sieben Jahrzehnten und gerade in der jetzigen Zeit besser denn je.

Von 
Katja Bauroth
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Gemütlich: Das Kaminfeuer im Ruheraum der Aureus Spa im Zürserhof lodert. Die Nischen mit den Wasserbetten (hinten im Bild) entführen direkt ins Reich der Träume. Durch die hohen Glasfronten lässt sich beim Relaxen das Treiben auf der Piste verfolgen. © Lars Wieser/Hotel Zürserhof

Die Sehnsucht nach schönen Momenten, nach Harmonie und Ruhe wächst zunehmend. Das ist nur allzu menschlich: Wenn wir immer mehr Stress ausgesetzt sind, auch, weil um uns herum Gewohntes auseinanderbricht, sehnt sich die Seele nach Streicheleinheiten. Da ist es nicht verwunderlich, dass nach den Jahren mit pandemiebedingten Einschränkungen und den Krisen in der Welt sowie direkt vor unserer Haustür der Reisemarkt boomt. Besondere Rückzugsorte, die der Individualität viel Raum gewähren, stehen dabei hoch im Kurs.

Seit drei Generationen für den Gast vor Ort

Einen solchen Rückzugsort bieten Hannes und Laura Skardarasy – und das im wahresten Sinne des Wortes auf himmlischem Niveau. Ihr seit fast sieben Jahrzehnten familiengeführtes Fünf-Sterne-Superior-Ski- und Spa-Resort Zürserhof in Zürs liegt auf 1700 Metern.

Der Zürserhof liegt direkt im Skigebiet Lech Zürs am Arlberg, der fünfgrößten zusammenhängenden Skiregion weltweit. © Bauroth; Cini, Langwallner, Wieser/Zürserhof

Es zählt zu den besten und international angesehensten Hotels Österreichs und zur ersten Adresse am Arlberg. Das hat viele Gründe. Die Gastgeber und ihr 120-köpfiges Team setzen seit drei Generationen auf etwas, dass niemand für Geld kaufen kann: auf Emotionen, auf Freundlichkeit, auf Herzlichkeit und auf familiäres Klima. Auf jedem Stockwerk begrüßen Mitarbeitende die Gäste mit lieben Worten und einem Lächeln. Es fühlt sich an, als käme man nach Hause.

Genau das ist Hannes und Laura Skardarasy wichtig. Der Urlauber ist hier keine Nummer, sondern alles geht sehr persönlich und authentisch zu – oder um es mit den Worten von Hannes Skardarasy zu sagen: „Unser Hotel ist wie ein großes Zuhause, in dem wir viele Gäste aus der ganzen Welt empfangen. Wir versuchen dabei, gut aufgestellt zu sein und mit viel Enthusiasmus unseren Beruf zu machen.“

Dies schätzen sogar prominente Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft – darunter Königshäuser. Kein Wunder, dass selbst Stammgäste generationenübergreifend hier gerne ausspannen: Das Rundumverwöhnprogramm in stilvollem Ambiente mit einem Service, der keine Wünsche offen lässt, und mit ausgezeichneter Kulinarik tun ihr Übriges.

Gekonnter Spagat zwischen Tradition und Zeitgeist

Hannes und Laura Skardarasy schaffen es dabei, die Eleganz des Hauses wunderbar mit ihrer jungen, zeitgemäßen Note zu verfeinern, ohne die Tradition zu verdrängen, die Hannes’ Großeltern Ernst und Hilde mit dem Kauf des Hauses im Jahr 1955 begonnen sowie seine Eltern Monika und Willy ausgebaut haben. Beständigkeit ist ein Schlüsselwort, das den Hoteliers stets – gerade auch über die zurückliegenden Jahre mit der Pandemie – half und Gäste im Zürserhof zu schätzen wissen, erst recht in unbeständigen Zeiten wie diesen.

Tradition und Zeitgeist: Die Aufnahme zeigt einen Teil des Barbereichs mit dem Kaminfeuer - die Einrichtung ist eher traditionell alpenländisch. © Hotel Zürserhof

Jahr für Jahr wird justiert und veredelt. Nehmen wir als Beispiel die neuen Suiten, die den Zeitgeist widerspiegeln, garniert mit erlesenen Details. Oder die schicke Lounge, in der Liebhaber von Zigarren und Zigaretten ihr Reich finden und jene ohne derartige Gelüste einen besonders stylishen Aufenthaltsort (mit hochmodernem Belüftungssystem), in dem sie gute Gespräche führen oder live Skirennen auf dem Screen verfolgen können.

Modern und stilvoll – die Lounge für Genießer von Zigarren und Zigaretten mit einem Topabluftsystem. Auch das ist der Zürserhof. © Dominik Cini/Hotel Zürserhof

Der Zürserhof, auch das ist den Gastgebern wichtig, versucht, sich breit aufzustellen. Familien mit Kindern wird genauso Wohlfühlraum geboten wie Paaren und Alleinreisenden oder Tagungsgästen. Während die Jüngsten im betreuten Kinderparadies nach Lust und Laune toben können, laden im schicken Hobbyraum Tischkicker und Tischtennisplatte zu Duellen ein. In der großen, hellen Tennishalle lassen sich ungestört die Filzbälle schlagen und im Fitnessraum wird mit und ohne Kurse trainiert.

Ski-in-Ski-out auf hohem Niveau

Die Gelenke „zu ölen“ ist nicht verkehrt, bevor es auf die Skipiste geht. Auch hier punktet der Zürserhof: Er liegt nämlich direkt an den weitläufigen Abfahrtshängen von Zürs mitten in der Skiregion Arlberg, dem fünfgrößten zusammenhängenden Skigebiet der Welt – das bequeme Ski-in-Ski-out ist wirklich luxuriös. Bei bester Wetterlage lädt die Terrasse des Hotels zum sonnigen Einkehrschwung ein. Hier halten es auch jene gut aus, die die Kinder in der Skischule gut aufgehoben wissen oder die sportlich Ambitionierten die Kilometer im Schnee schrubben lassen.

Die Skipässe werden direkt an der Rezeption ausgestellt, im Skikeller nehmen die Wintersportler ihre Skischuhe aus beheizten Fächern. Wobei man sagen muss, dass allein der Skiraum mit einer Spa verwechselt werden könnte.

Nein, das gehört nicht zum Spa-Bereich im Zürserhof: Das ist der Skiraum. © Bauroth

Beheizte Sitzbänke und ein Buddha sorgen für entsprechendes Flair. Wer möchte, schickt seine Ski in eine „Wellnessbehandlung“: Über Nacht werden im Zürserhof die Bretter im eigenen Service auf Vordermann gebracht. Dort gibt es natürlich die neuesten Modelle zu leihen – individuelle Beratung inklusive.

Wer Handschuhe, Helm oder Skibrille vergessen hat, kann sie hier im Brändle-Sportladen kaufen – angesagte Kleidung, Schlitten oder Winterbuggys inklusive. Private Skilehrer wie Bernhard Huber holen ihre „Schüler“ direkt im Hotel ab und zeigen ihnen, wie sie am besten sicher und komfortabel die über 300 Kilometer Pisten erkunden. Bernhard ist zudem seit vielen Jahren einer der Experten am Arlberg, wenn es um das Fahren im freien Gelände geht. Der Oberösterreicher weiß genau, wann es wo auf dem 200 Kilometer großen Terrain am sichersten ist, damit alle unbeschwerten Freeride-Spaß haben. Und genau das sollten Skifahrer egal, welchen Könnerlevels in Anbetracht der immer wieder passierenden Unfälle nutzen.

Spa-Bereich für Erwachsene separat

Im Zürserhof eröffnen sich neben dem Sportangebot auch schier unendliche Spa-Möglichkeiten. Die Aureus Spa zählt nicht umsonst zu den weltbesten Wellness-Adressen. Hier sprudelt sogar Wasser aus der hauseigenen Quelle. In der Family-Spa werden Kinder und Jugendliche wie die Großen verwöhnt, die wiederum auf 1700 Quadratmetern Fläche verteilt auf zwei Ebenen ihr eigenes Reich haben. Der Zugang über Wasser-Kaskaden führt in den großen Empfangs- und Rezeptionsbereich. Hier gibt es ein herzliches Willkommen, gesunde Cocktails und sogar Shoppingfreuden.

Hier lässt es sich aushalten: der Whirlpool mit Blick auf die Bergwelt. © Dominik Cini/Hotel Zürserhof

Es ist ein eigener Planet im großen Verwöhnuniversum. Luxuriös ausgestattete Multifunktionsbehandlungsräume bilden das perfekte Ambiente für Treatments wie Kosmetikbehandlungen, Massagen, Maniküre und Pediküre. Die Mitarbeitenden gehen auf persönliche Bedürfnisse ein, beraten weit über das Maß hinaus und geben wertvolle Tipps für die Zeit zwischen den Urlauben im Zürserhof mit.

Blick aus dem Pool auf die Piste

Ein Lieblingsort: die 180 Quadratmeter große Panorama-Lounge mit Bibliothek, offenem Kamin und gemütlichen Wasserbetten. Wer sich hier niederlegt, gelangt schnell ins Reich der Träume. Bei Tageslicht laden riesige Glasfronten ein, das Treiben auf den Skipisten zu verfolgen.

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Das trifft auch auf den Whirlpool zu, der einen wunderbaren Blick auf die Bergwelt bietet. Das Ambiente hinter den Hotelsteinmauern, eingehüllt in erdige, geschmackvolle Farben und hochwertige Materialien bildet eine Symbiose mit der Natur. Wer hier nach dem Skifahren die Seele im Aromadampfbad, in der finnischen Sauna oder im Kräuterfrischlufthof baumeln lässt, sich beim orientalischen Hamam-Ritual vollkommener Entspannung, körperlicher und mentaler Reinheit hingibt oder in der für Damen bestimmten Aureus Lady Spa mit separatem Saunabereich Kräfte tankt, weiß, was der Himmel auf Erden bedeutet.

"Wir sind autark"

Wo allerhöchstes Niveau für ein internationales Publikum geboten wird, stehen umweltverantwortliches Handel und Energiesicherheit im Mittelpunkt. „Wir sind autark“, das kann Familie Skardarasy mit gutem Gewissen behaupten. Die Wärme kommt im Zürserhof zu 100 Prozent aus dem Biomasse-Heizwerk Lech und der Ökostrom aus Vorarlberg. Und das übrigens nicht erst, seit der Klimadiskussion. Hier zählt die Region zu den Vorreitern nicht nur im eigenen Land. Das trifft auch auf die Skipisten zu: Im Sommer werden diese naturbelassen gepflegt, im Winter nicht planiert. Wo sonst alle drei Tage beschneit wird, laufen hier die Schneekanonen mit Quellwasser alle zehn Tage. Naturbelassenheit ist für die Menschen seit jeher ein wichtiges Thema – allen voran Familie Skardarasy. „Unsere Gäste können bei uns sorgenfreie Tage verbringen“, betont auch diesbezüglich Hannes Skardarasy. Der Zürserhof geht sogar noch einen Schritt weiter in Sachen nachhaltiger Lebensqualität: Dank der Symbioceuticals Harmonizer Technologie ist das Resort frei von negativen Umwelteinflüssen. Elektrosmog, Feinstaub und andere Belastungen werden neutralisiert. Mehr Wohlbefinden, weniger Stress und ein gesünderes Leben sind das Ergebnis.

Neue Saison im Blick: den Herbst

Womit wir bei den Gaumenfreuden wären: Zürs und Lech sind ein Gourmetparadies. In der Region gibt es allein 56 Hauben. Auch der Zürserhof verdient sich in diesem Bereich Krönchen, setzt auf Regionalität mit mediterraner Raffinesse. Wenn es nach dem Wunsch der Gäste geht, dann darf das ruhig länger als nur knapp vier Monate im Jahr sein.

Geschmackvoll: eine Juniorsuite mit liebevoll arrangierten Details. © Dominik Cini/Hotel Zürserhof

Bislang ist das Hotel eine reine Winterdestination und Familie Skardarasy zwischen November und April (heuer bis 12. April) für ihre Gäste da. Mittlerweile gibt es mit anderen Hoteliers Überlegungen, im Herbst zu öffnen – gerade für Wanderungen, Wellness und Seminare eine spannende Zeit.

Der Zürserhof wächst als Refugium für private und glanzvolle Momente mit den Bedürfnissen der Erholungssuchenden. Es ist definitiv ein perfekter Platz, um die Sehnsucht nach schönen Momenten, nach Harmonie und nach Ruhe zu stillen.

Hintergrund und Kontakt

  • Die Region Lech Zürs am Arlberg ist besonders bekannt für einzigartige Winter- und Skiurlaube. Skiferien sind hier immer ein ganz besonderes Erlebnis. Der Arlberg ist Österreichs größtes Skigebiet mit 305 Abfahrtskilometern und 88 Bahnen. Es gehört zudem zu den fünf größten Skiregionen weltweit. Lech Zürs ist mit St. Anton und Warth-Schröcken verbunden. Seit der Saison 2021/22 gibt es die Madlochbahn (6er-Sessel), die auf das Madlochjoch in 2446 Metern fährt, sowie die 10er-Kabinen-Zugerbergbahn, die von Zug bis zur Skihütte Balmalp fährt. Sie kann auch für abendliche Events genutzt werden. Weitere Infos: www.lech-zuers.at
  • Skipasspreise, gültig bis zum 31. März 2023: 67 Euro für Erwachsene, 40 Euro für Kinder (Jahrgänge 2007 bis 2014), 60,50 Euro für Jugend und Senioren; 33 Euro für Jahrgänge ab 1948 und älter, 11 Euro für Jahrgänge ab 2015 und jünger.
  • Bereits in den 1920er Jahren beherbergte Graf Tattenbach im Zürserhof Gäste und stattete das Haus am Arlberg mit exklusiven Privatbädern mit goldenen Armaturen aus. Im Jahr 1955 kauften der international tätige Zürser Skipionier Ernst Skardarasy und seine Frau Hilde den Herbergsbetrieb mit damals 70 Betten. Anfang der Achtzigerjahre übernahmen Monika und Willy Skardarasy als Eigentümer das Fünf-Sterne-Superior-Hotel mit 180 Betten und einem erstklassigen Sport- und Erholungsangebot für anspruchsvolle Gäste. Heute führen Hannes Skardarasy und seine aus dem Rheinland stammende Frau Laura das Familienunternehmen mit höchsten Ansprüchen in dritter Generation. 2012 wurde der gemeinsame Sohn Maximilian geboren und damit (vielleicht) die Hoteliergeneration Nummer vier.
  • Kontakt: Fünf-Sterne-Superior-Hotel Zürserhof, Zürs 75, A-6763 Zürs am Arlberg, Telefon+43/5583/2 51 30, hotel@zuerserhof.at, www.zuerserhof.at
  • Tipp für Kunstliebhaber: Der „Skyspace“ im Tannegg in Oberlech auf 1780 Metern. Der weltbekannte US-amerikanische Künstler James Turrell hat diesen Lichtraum am Berg entworfen, in dem das Zusammentreffen von Himmel und Erde in einer neuen Dimension erlebbar wird. In der Wintersaison gibt es jeweils donnerstags deutsche Führungen (ab 15 Euro).

Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.

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