Wintersaison 2022/23

Ein Blick nach St. Anton am Arlberg

St. Anton am Arlberg startet am 2. Dezember 2022 in die neue Skisaison.

Von 
Katja Bauroth
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Die „Verwallstube“ liegt auf 2085 Metern im Skigebiet von St. Anton am Arlberg an der Bergstation Galzigbahn. Das Hauben-restaurant wurde jetzt umgebaut. Hier zu speisen sollte man sich nicht entgehen lassen (Reservierung empfohlen unter www.verwallstube.at). © Gufler

St. Anton am Arlberg. Am 2. Dezember kehrt der Winter zurück ins „Weltdorf“ St. Anton am Arlberg in Tirol. Punkt 8.45 Uhr läutet in der Wiege des alpinen Skilaufs der Start des Liftbetriebs eine besonders sportliche Skisaison ein, die bis 23. April dauern soll. Ein Höhepunkt ist dabei das Weltcup-Rennen der Frauen auf der Kandahar-Abfahrt (14./15. Januar). Am Eröffnungswochenende testen Besucher kostenlos neue Ski- und Board-Modelle. Das schneesichere Bergdorf ist Herzstück des größten zusammenhängenden Skigebiets in Österreich mit mehr als 300 Abfahrtskilometern, 87 Liften und Bahnen sowie 200 Kilometer Varianten im freien Gelände.

St. Anton am Arlberg hat ebenfalls die Skipasspreise angepasst – eine – „marktgerechte Steigerung um etwa neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, ist seitens der Zuständigen zu erfahren. In Ziffern ausgedrückt: Erwachsene zahlen in der Hauptsaison 67 Euro (6 Euro mehr als im Vorjahr), Jugendliche und Senioren 60,50 Euro, Senioren (ab Jahrgang 1948) 33 Euro sowie Kinder 40 Euro. Eine Besonderheit ist die „Schneemannkarte“: Bis zum achten Lebensjahr carven Kinder für nur 11 Euro.

Zum Umweltengagement von St. Anton am Arlberg zählen seit Jahren verschiedene ökologische Projekte – von alternativer Energiegewinnung über Abfallentsorgung bis hin zu naturfreundlicher Pistenpflege. Bereits 1921 wurde mit dem ersten lokalen Wasserkraftwerk „grüner“ Strom erzeugt, seit 2006 ist St. Anton am Arlberg mit seinen Stanzertaler Gemeinden in Sachen Energieversorgung unabhängig. 88 Prozent der Pisten sind beschneibar. Das dafür verwendete Wasser hat Trinkqualität. Für ganz Tirol gelten strenge Vorschriften, nach denen keinerlei Chemikalien zugesetzt werden dürfen. Wenn der Kunstschnee im Frühling schmilzt, fließt das Wasser in die Bäche. Dieses Bachwasser wiederum unterstützt die Energiegewinnung im Tal, die im folgenden Winter etwa für Beschneiungsanlagen genutzt wird. Apropos: Die Pistenmaschinen haben integrierte GPS-Systeme, die in Echtzeit die Schneehöhe bestimmen und so helfen, effektiver und naturschonender zu beschneien.

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Übrigens: Mit dem Tool „GreTA“ (Green Travel Alternatives) für smarten Tourismus können Urlauber ihre Reise nach St. Anton am Arlberg vom ersten bis zum letzten Meter koordinieren – mit dem Ziel, den kleinstmöglichen CO2-Fußabdruck zu hinterlassen. Und wer mit dem E-Auto in die Region fährt, findet dort 21 öffentliche Ladestationen sowie eine Vielzahl von Hotels mit eigenen Chargern für die Gäste.

Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.

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