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Kurpälzer Produkte - Imkermeister Jürgen Ullrich hat drei verschiedene Honigsorten für unser Sortiment regionaler Spezialitäten abgefüllt

Leckerer Honig aus dem Auenland

Von 
Marion Brandenburger
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Da sitzen die drei Spezialitäten in ihrer Geschenkpackung und warten auf Kunden: würziger Kastanienhonig, ausgewogener Auwaldhonig und milder Wiesenblütenhonig. © SZ

Das hat Imkermeister Jürgen Ullrich aus Altlußheim noch nie erlebt. Die Adventszeit mit ihren zahlreichen Weihnachtsmärkten war sonst immer seine beste Zeit für den Verkauf der Produkte, die ihm seine fleißigen Bienenvölker bescheren. Aber auch ihm hat Corona und der Ausfall aller Märkte einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Er ist froh, dass ihm die Heimatzeitung nun ein neues Türchen für den Vertrieb seines leckeren Honigs öffnet. Drei seiner leckersten Sorten werden ab sofort in einer Sonderedition in die Marke Kurpälzer integriert, die ja seit gut zwei Jahren regionale Erzeuger und deren Produkte unter ihrem chicen Label zusammenführt. Zu haben sind die drei Honigsorten ab sofort im Kundenforum unserer Zeitung am Schwetzinger Schlossplatz (derzeit geöffnet von Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr).

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Wer also ein Geschenk oder Mitbringsel sucht oder einfach gerne selbst Honig aus der Region isst, wird hier bei den Kurpälzer Spezialitäten fündig. Imkermeister Jürgen Ullrich aus Altlußheim produziert mit seinen fleißigen Bienen je nach Jahreszeit bis zu zehn verschiedene Sorten Honig. Zudem gibt es bei ihm auf Wochenmärkten und im Imkereishop auch Met und Bienenwachskerzen. Schon sein Großvater und Vater frönten der Imkerei, und da er mit Bienen aufgewachsen ist, war es für Jürgen Ullrich klar, dass auch er Imker werden will.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung hat er bald umgeschult zum Tierwirtschaftsmeister in der Fachrichtung Bienenhaltung und mit dem Meisterbrief im Jahr 2004 ging Ullrich auch bald schon in die Selbstständigkeit. Sehr wichtig ist ihm die Qualität seiner Produkte. Für sortenreinen Honig fährt er seine 100 Bienenvölker gerne durchs Land. Beim Kastanienhonig in den Pfälzer Wald mit seinen Keschde-Bäumen und für Tannen- und Waldhonig in den Schwarzwald oder den Odenwald. Blühende Bäume und Wiesen findet er außerdem reichlich in der Kurpfalz.

Immer auf der Höhe der Zeit

Bei einer entsprechend großen Produktionspalette geht es natürlich nicht mehr ohne Maschinen, und in der Werkshalle sieht man neben größeren Abfüllbehältern auch eine komplette Schleudermaschine, die die Waben vom Wachs befreit und automatisch in die Zentrifuge weiterführt. Das Wachs wird gesammelt, daraus werden unter anderem Kerzen gemacht. Der Großteil wird aber in Wabenplatten weiterverarbeitet, die in den entsprechenden Holzrahmen den Bienen quasi als Bauhilfe dienen.

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„Mir sind die Tradition und das Handwerk sehr wichtig, aber man muss technisch am Ball bleiben und auch hier mit der Zeit gehen“, ist sich Ullrich sicher. Sehr begeistert erzählt er im Gespräch mit dieser Zeitung von der Imkerei. Wer ihm zuhört, merkt schnell: Hier ist jemand, der sein Handwerk mit Leib und Seele betreibt und hinter dem steht, was er tut.

Tatsächlich ist die Imkerei eine interessante Wissenschaft für sich. Um sicher zu gehen, dass es auch Nektar zu sammeln gibt, werden sogenannte „Scoutvölker“ aufgestellt. Anhand der integrierten Funkwaage und mit Wettermessgeräten kann der Imker dann feststellen, ob sich was tut im Bienenstock. Nimmt das Gewicht zu, haben die Bienen Pollen gesammelt, somit können noch andere Völker aufgestellt werden.

Natürlich muss Jürgen Ullrich die Bienenvölker wöchentlich betreuen, auch wenn sie im Südschwarzwald oder in der Kurpfalz verteilt stehen. Da kommen über den Sommer einige tausend gefahrene Kilometer zusammen. Auch das Wissen um das Wetter, Temperaturen und die entsprechenden Blütezeiten sind ausschlaggebend für seinen Erfolg. Bienen fliegen erst ab 15 Grad und ab 20 Grad wird das Sammeln interessant. Ist es zu kalt, arbeiten die schwarz-gelben Tierchen nämlich nicht.

Gut betreut entstehen so über Frühjahr und Sommer Raps- und Wiesenblütenhonig, Akazien-, Lindenblüten-, Kastanien-, Wald- und Tannenhonig. Ob die süße Köstlichkeit nun eher flüssig oder cremig gerät, hierfür ist der Trauben- und Fruchtzuckeranteil im Nektar verantwortlich.

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Der Honig kommt ausschließlich von Ullrichs eigenen Bienen, das ist ihm sehr wichtig, damit eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleistet werden kann. Man muss mit der Zeit gehen, ist sich Ullrich sicher und so gibt es seit Neuestem auch einen Webshop auf seiner Internetseite.

Derzeit im Angebot im Kurpälzer Shop sind drei Sorten. Das 250-Gramm-Glas kostet 5,90 Euro, alle drei in einer Geschenkpackung 15 Euro. Der milde Wiesenblütenhonig, sanft im Geschmack, der so ideal für Salatsoßen, Joghurt oder Frischkäse ist. Oder der leckere Auwaldhonig – nicht zu süß und nicht zu kräftig. Er ist der Klassiker auf dem Frühstückstisch, besticht durch eine Vielfalt von verschiedensten Blüten und erhält hierdurch ein ausgewogenes Aroma. Klar, dass er direkt hier im Rheinbogen bei Altlußheim gesammelt wird. Oder darf’s ein Pfälzer Original sein – würzig-deftig. Der Kastanienhonig glänzt durch sein intensives Aroma. Unwiderstehlich für Genießer, die Honig mit dem etwas herben Geschmack mögen. Am besten, Sie probieren sich durch.

Freie Autorin Marion Brandenburger ist seit 2004 freie Mitarbeiterin der SZ/HTZ für Altlußheim und Umgebung sowie für die Bereiche Kultur, Vereine und Kirche.

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