Carneval-Gesellschaft

Schwetzinger Carneval-Gesellschaft (SCG); Der Kurfürst in einer Doppelrolle

Die Fasnachter haben ihre erste Kampagne nach zwei Jahren Corona-Pause eröffnet. Eine ganze Reihe an Karnevalsvereinen hatte den Weg ins Lutherhaus gefunden, um mit der SCG Jahresorden zu tauschen.

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zg
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Beim Ordensfest der Schwetzinger Carneval-Gesellschaft im Lutherhaus wagen die „Minimäuse“ erste Schritte auf der Bühne. Nach zwei Jahren Corona-Pause ist es die lang erwartete Eröffnung zu einer neuen Kampagne. © Lenhardt

Schwetzingen. Die Schwetzinger Carneval-Gesellschaft (SCG) feierte ihre Kampagneneröffnung vor vollem Haus. Es war für alle Beteiligten schon eine große Aufregung, dieses erste Ereignis nach zwei Jahren pandemiebedingten Stillstands. Eine ganze Reihe an Karnevalsvereinen hatte den Weg ins Lutherhaus gefunden, um mit der SCG Jahresorden zu tauschen. So ist es Brauch. Und genauso Brauch ist es, dass die Tänzer der Garden zeigen können, was sie in vielen Stunden einstudiert haben.

Nach dem Einmarsch aller Garden auf der Bühne übergab Gardeministerin Annemie Ramm an den Vizepräsidenten Stefan Rinklef und Vorsitzenden Petros Maloussidis, die den krankheitsbedingt abwesenden Präsidenten Peter Lemke vertraten. Mit wohlgesetzten Worten begrüßte Maloussidis das Publikum und gab einen Ausblick auf die neue Kampagne. Danach marschierten die Garden ab bis auf die Allerkleinsten, die „Minimäuse“. Drei bis fünf Jahre jung sind sie und ganz schön aufgeregt vor ihrem ersten großen Auftritt, der vom Publikum mit rasendem Beifall belohnt wurde. Trainiert werden sie von Celina Dürr.

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Schwetzingen: Ordensfest der SCG

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Die weitere Moderation übernahm Vizepräsident Stefan Rinklef, der im Verlauf des Abends auch noch in seiner Rolle als Kurfürst Carl-Theodor auftrat. Vorgestellt wurde zudem der neue Jahresorden, der dieses Mal der Garde gewidmet ist und vom Ehrenaktiven Manfred Bender entworfen wurde. In der ersten Ordensrunde erhielten die Ehrenaktiven Brigitte Schardt, Ehrenvorsitzender Klaus-Peter Münch und Hofmarschall Peter Much ihre Orden. Es folgte das Tanzmariechen Lea Karl.

Die Fasnachter haben ihre erste Kampagne nach zwei Jahren Corona-Pause eröffnet. Eine ganze Reihe an Karnevalsvereinen hatte den Weg ins Lutherhaus gefunden, um mit der SCG Jahresorden zu tauschen. © Norbert Lenhardt

Für die zweite Ordensrunde wurden alle Elferräte, Ehrenmitglieder sowie Ehrenaktive und -senatoren auf die Bühne gerufen. Als neue Elferratsanwärter haben sich dabei Uschi Wozniak und Justin Brüll vorgestellt.

Es folgte der Auftritt der Jugendgarde und anschließend eine weitere Ordensrunde für die Trainerinnen und Betreuerinnen der Garden. Besonderen Applaus erhielten Cheftrainerin Lisa Maria Ramm und Gardeministerin Annemie Ramm.

Aufreger bei Hebefigur

Nach der ersten Ordensrunde für die Vereine gab das Aktiventanzpaar Lea Karl und Marvin Keck eine eindrucksvolle Vorstellung. Im Anschluss gab es weitere Ordensrunden der Vereine, bevor das Aktiven-tanzmariechen Anna-Lena Dürr sein Können zeigte. Ein wenig Aufregung gab es bei der Darbietung des Jugendtanzpaars Melina Espinosa und Alessio Flaccavento. Zu Bestürzung aller war eine Hebefigur misslungen. Dabei wollte es Vizepräsident Stefan Rinklef allerdings nicht belassen. Kurzentschlossen bat er sie, diese Figur noch einmal zu zeigen, was das Paar nur allzu gerne auch tat. Und diesmal klappte es, vom Publikum mit frenetischem Beifall belohnt.

Als weiteren Höhepunkt verlieh Rinklef – diesmal als Churfürst – das Goldene Vlies an Ordensministerin Michaela Karl und ihre Tochter, Tanzmariechen Lea Karl. Nach der Darbietung der Kurfürstengarde kamen zum Abschluss des Abends viele der 16 Vereine des Kurpfälzer Narrenrings gemeinsam zum Ordenstausch auf die Bühne.

Stefan Rinklef dankte allen fleißigen Mitgliedern, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Besonders Raffaele Flaccavento, der zusammen mit seiner Frau Steffi für den Aufbau und als DJ für die Musik zuständig war, sowie Bernd Preißler und seiner Küchenmannschaft. Nach einhelliger Meinung war es eine gelungene Veranstaltung und es wurde anschließend noch lange gefeiert. 

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