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Kandidatencheck zur Bundestagswahl

So beantwortet AfD-Kandidatin Ruth Rickersfeld die Fragen der Redaktion

Von 
red
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Ruth Rickersfeld kritisiert die Politik der Altparteien und setzt sich unter anderem dafür ein, dass Bildung Ländersache bleibt. Wie die AfD-Kandidatin die 13 Fragen der Redaktion beantwortet.

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AfD-Kandidatin Ruth Rickersfeld aus Waghäusel ist 55 Jahre alt und von Beruf Betriebswirtin. © Rickersfeld

1. Wenn ich per Knopfdruck sofort eines verändern könnte, dann wäre das …
Dass die Menschen in unserem Land endlich erkennen würden, dass die Regierung und Altparteien mit der Angst der Bürger regieren, um ihre Ziele durchsetzen zu können. Es muss wieder Vernunft und selbstständiges Denken einkehren.

2. Sollen Ihrer Meinung nach für Ungeimpfte stärkere Einschränkungen gelten als für Geimpfte?
Nein, denn auch die Geimpften können Träger und Überträger des Virus sein. Da sie, im Gegensatz zu Ungeimpften, nicht getestet werden müssen, ist die Gefahr der Ansteckung durch sie sogar größer. Und wie der Virologe und Epidemiologe Stöhr sagte, wird es keine Herdenimmunität geben. Das ist bei allen Atemwegsinfektionen so. Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben.

3. Welche Weichen müssen hinsichtlich der Entwicklung im Pflege- und Krankenhauswesen gestellt werden?
Grundsätzlich gilt, die Pflegekräfte müssen eine angemessene Entlohnung für ihre verantwortungsvolle und körperlich schwere Arbeit erhalten. Das ist Wertschätzung und Anreiz, diesen Beruf ausüben zu wollen. Krankenhäuser dürfen nicht rein nach wirtschaftlichen Vorgaben finanziert werden. Das führt zum Kliniksterben, besonders im ländlichen Raum. Es muss ein Individualbudget unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien dem jeweiligen Krankenhaus zugeteilt werden. Grundsätzlich ist die häusliche Pflege so lange als möglich dem Heimaufenthalt vorzuziehen. Die Pflegebedürftigen wollen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, was sich positiv auswirken kann. Pflegeheime müssen den Bewohnern menschenwürdige Verhältnisse bieten. Die Senioren und Pflegebedürftigen dürfen für die Verantwortlichen nicht nur als Finanzposten gesehen werden.

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4. Wie sollen Renten und Pensionen in Zukunft finanziert werden?

Grundsätzlich dürfen versicherungsfremde Leistungen nicht mehr aus der Rentenkasse finanziert werden. Das bedeutet bereits eine Entlastung. Der Steuerzuschuss muss erhöht werden, um die Erwerbstätigen nicht mehr zu belasten. Dieser Steuerzuschuss kann dadurch finanziert werden, dass die ideologische Migrations-, Klima- und EU-Politik beendet oder auf ein vernünftiges Maß reduziert wird. Auch ist es wichtig, dass unsere Regierung nicht auf jeder Auslandsreise Geldgeschenke in Millionenhöhe mitbringt. Die soziale Marktwirtschaft muss wieder frei und die Niedriglöhne abgeschafft werden. So können sich die Einzahlungen in die Rentenkasse wieder erhöhen.

Beamte in hoheitlichen Aufgaben wie der Polizei oder der Brandbekämpfung, der Bundeswehr oder anderen essentiell wichtigen Bereichen, sind eine Stütze der Gesellschaft. In diesen Bereichen sind Beamte sinnvoll. Nichthoheitliche Aufgaben können sehr wohl durch angestellt Beschäftigte wahrgenommen werden. Für die hoheitlichen Beamten haben die Dienstherren eigene Pensionsrücklagen zu bilden, wie es vorgesehen ist. Pensionäre dürfen nicht aus der Rentenkasse finanziert werden.

5. Die Kultur und auch der Sport erleben seit vielen Monaten eine sehr schwierige Zeit. Wie stellen Sie sich die Förderung in diesen Bereichen in den nächsten vier Jahren vor?
Die beste Förderung ist, die Coronabeschränkungen, wie in anderen Ländern wie Dänemark, zurückzunehmen, so dass alle Menschen wieder ins Kino, Theater, das Fitnessstudio oder den Sportverein gehen können. Die Beschäftigten in diesen Bereichen haben dann wieder Arbeit und das ist, was sie wollen. Da die Staatsverschuldung nicht, wie derzeit üblich, ins uferlose wachsen darf, muss der gesamte Haushalt einer genauen Überprüfung unterzogen werden. Danach können Entscheidungen getroffen werden. Kultur ist übrigens primär Ländersache.

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6. Soll der Bund mehr Kompetenzen in der Bildungspolitik bekommen?
Die Bildungshoheit ist eine der ureigensten Länderhoheiten. Der Unterricht muss den Gegebenheiten des Landes angepasst werden können.

7. Wie stellen Sie sich die Mobilität der Zukunft vor?
Der Individualverkehr muss erhalten werden, denn er bedeutet für den Menschen die Freiheit, wann und wohin er reisen möchte. Der ÖPNV wird das nie ersetzen können, da er in keiner Weise entsprechend ausgebaut werden kann. Für die Zukunft darf er sehr wohl mit umweltverträglichen Antriebsarten erfolgen, wie beispielsweise den entwickelten Synthetikkraftstoffen, die aus ideologischen Gründen in Deutschland aber nicht gewünscht sind. Das Elektroauto ist keine Alternative. Die propagierte Wind- und Solarenergie kann das nicht schaffen, denn so viele Windräder und Kollektoren können in unserem Land nicht installiert werden. Die Ökodiktatur wird als Ergebnis haben: Kein Auto, kein Flugverkehr, ÖPNV wird nicht finanzierbar, Lastenrad hat kleinen Radius = Menschen werden ortsgebunden, weniger direkter sozialer Austausch = manipulierbar.

8. Wie sehen Sie die Rolle Deutschlands in der Europäischen Union?
So wie wir alle Länder in der EU sehen. Es darf keine Vereinigten Staaten von Europa geben. Deutschland soll gleichberechtigter Partner in einem Bündnis der Vaterländer sein. Die EU hat sich wieder auf die Aufgabe zu beschränken, mit der sie erfolgreich war, nämlich als Handelsbündnis. Die nun, maßgeblich durch Merkel und von der Leyen mit eingeführte Schuldenunion, ist unbedingt zu beenden. Diese ruiniert Deutschland und die EU.

9. Welchen Weg möchten Sie in Bezug auf die Digitalisierung einschlagen?
An der Digitalisierung führt weltweit kein Weg mehr vorbei. Deutschland muss endlich den von Merkel seit 16 Jahren versprochenen Breitbandausbau vollziehen. Nur so kann unser Land wieder aus dem Zustand eines digital abgehängten Entwicklungslandes zu einem führenden Industrie- und Wissenschaftsstandort, die wichtigste Grundlage unseres Wohlstandes, werden.

10. Wie sollte Ihrer Meinung nach die Zuwanderungspolitik in den nächsten Jahren aussehen?
Das kleine Deutschland kann nicht die Flüchtlinge der ganzen Welt aufnehmen. Der Flüchtlingspakt ist zu kündigen. Wenn wir unsere Identität wahren, nicht zur Minderheit im eigenen Land und nicht zu einer bunten Beliebigkeitsgesellschaft werden wollen, in der jeder alles und doch nichts ist, müssen wir die Zuwanderung kontrollieren. Es kann nicht sein, dass wir massenhaft Menschen nach Deutschland lassen, die völlig kulturfremd und komplett anders sozialisiert sind, von denen uns ein Teil verachtet und sich nicht anpassen und nicht arbeiten will. Die Sicherheit, besonders für Mädchen und Frauen, leidet bereits jetzt. Wir müssen eine kontrollierte Zuwanderung von arbeitswilligen Fachkräften, so wie es beispielsweise Australien macht, einführen und die Einwanderer müssen unsere Gesetze, Kultur und Lebensweise akzeptieren und sich anpassen.

11. Falls es dazu kommen würde: Mit wem sollte Ihre Partei koalieren und mit wem auf keinen Fall?
Das ist schwierig, da es die alte konservative CDU nicht mehr gibt. Am ehesten mit FDP und Freien Wählern, und wenn es notwendig ist, mit CDU/CSU. Auf keinen Fall mit SPD, Grünen und Linken.

12. Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis – und speziell die Region Hockenheim-Schwetzingen – im Bundestag erreichen?
Eine verlässliche Energieversorgung, um Blackouts, Firmenabwanderungen und damit Arbeitsplatzverluste (= sozialer Abstieg, Verlust des Lebensstandards) zu vermeiden. Riesige Windparks und PV-Anlagen erreichen das nicht, zerstören jedoch die Landschaft (weniger CO2-Umwandlung, da in Wälder eingegriffen wird) und schädigen die Tierwelt (geschredderte Vögel und Insekten, Bedrohung von Lebensräumen). Die Zuwanderung muss reduziert und reguliert sein, damit die Städte und Gemeinden nicht durch übermäßigen Flächenverbrauch, Nachverdichtung und Bauen in die Höhe, ihren Charakter verlieren. Das Schulsystem muss dergestalt reformiert werden, dass der Schwerpunkt wieder auf Deutsch, Mathematik und den MINT-Fächern liegt. Das sind die Fächer, die die jungen Menschen wettbewerbsfähig machen und die für ein erfolgreiches Deutschland wichtig sind. Genderei, Frühsexualisierung und politische Indoktrination sind zu unterlassen. Diese Region war wirtschaftlich erfolgreich und sie muss es auch in Zukunft bleiben. So können wir eine Abwanderung der gut ausgebildeten Akademiker und Facharbeiter und Handwerker vermeiden.

13. Was ist Ihr Lieblingsplatzin der Region?
Mein Haus und mein Garten. Ansonsten ist es der Schwetzinger Schlosspark mit seiner Vielseitigkeit und Ruhe.

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