Im Gespräch - Weihua Wang erzählt, wie sich der Alltag als Miss Baden-Württemberg für sie geändert hat / In einem Camp bereiten sich die Teilnehmerinnen gerade vor Weihua Wang bleibt vorm Finale bei Miss Germany gelassen

Von 
Janina Hardung
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Weihua Wang ploppt auf dem Laptop-Bildschirm auf. Ein Zoom-Meeting ist für die amtierende Miss Baden-Württemberg aus Schwetzingen inzwischen schon alltäglich geworden. Ihre Haare fallen locker um die Schulter, sie trägt ein schwarzes Oberteil – und sie strahlt.

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Ob sie sich seit dem Titel verändert hat? „Ich hoffe, doch nicht“, sagt sie und lacht. „Also ich nehme mich nicht als anderen Menschen wahr und ich hoffe, dass das andere auch nicht tun. Ich freue mich einfach, über die kommenden Möglichkeiten. Ich durfte beispielsweise das Grußwort für ein Weinmagazin schreiben, das war mal etwas anderes und hat mich sehr gefreut.“

Natürlichkeit im Fokus

Um den Kopf frei zu bekommen, geht Weihua Wang gerne joggen. Das hat sich auch als Miss Baden-Württemberg nicht geändert. Hier ging das noch im Schlossgarten – bevor dieser dann während der Corona-Pandemie wieder schließen musste. © Wang

Aktuell ist sie mit den 15 weiteren Teilnehmerinnen in einem Camp, um sich auf das Finale vorzubereiten. „Es gibt sogenannte Infektionsgruppen. Hier wird sehr streng auf die Hygienevorgaben geachtet. Ich bin in einem Zweierteam mit Miss Rheinland-Pfalz Sabrina Reitz. Wir dürfen uns dann auch knuddeln“, erzählt sie und lacht. In dieser Woche liegt der Fokus auf der Produktion. „Ich bin mit meinem Fotoshooting für heute schon fertig, da wurde sehr viel Wert auf Natürlichkeit gelegt“, sagt sie. In der nächsten Woche werde es dann verstärkt um die Vorbereitung fürs Finale gehen. „Dort gibt es Workshops – zum Thema Gesundheit, Kreativität oder wie wir uns authentisch präsentieren können. Außerdem sollen wir uns in dieser Zeit untereinander noch mehr austauschen, uns Tipps geben und Herausforderungen teilen. Die Stimmung ist super und wir verstehen uns wirklich sehr gut“, sagt sie.

Joggingrunde darf nicht fehlen

Ihr Alltag in Schwetzingen hat sich allerdings nicht wesentlich verändert. „Ich unterstütze immer noch die gleichen Projekte und Themen. Das mache ich nicht speziell für den Wettbewerb und durch das Coronavirus passiert sowieso nicht besonders viel.“ Ihre Joggingrunde, die normalerweise durch den Schlossgarten führt, geht nun nur daran vorbei. Aber auch das Sportprogramm sei nicht zwingend für das Finale der Miss-Germany-Wahl.

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„Ich halte mich auch sonst fit und aufgeweckt, aber richtig vorbereiten kann ich mich auf das Finale sowieso nicht“, erzählt die 26-Jährige. Vieles sei für den Tag im Europapark Rust am Samstag, 27. Februar, noch in der Schwebe. Den genauen Ablauf kennen die Kandidatinnen deshalb noch gar nicht. „Aktuell bereite ich mich auf nichts vor, vielleicht werde ich in den letzten Tagen vorm Finale noch mal in mich gehen. Das Motto ist ja, dass wir vermitteln sollen, was uns wichtig ist und uns nicht irgendwas künstlich aneignen“, sagt sie.

Mit den Teilnehmerinnen aus den anderen Bundesländern ist sie trotz der Pandemie im Austausch. „Wir haben eine Messenger-Gruppe, in der wir uns regelmäßig informieren und unterstützen“, sagt sie. Ihre Medienpräsenz ist durch die Wahl zur Miss Baden-Württemberg aber um einiges gestiegen. Unter dem Titel „Juhu, ich bin die Quotenfrau“ hat das Mode- und Unterhaltungsmagazin Cosmopolitan beispielsweise eine Runde zum Thema Frauenquote veranstaltet, bei dem auch Weihua Wang mitdiskutiert hat. Sie kämpft für eine „Society 5.0“, in der jeder Mensch sein volles Potenzial entfalten kann.

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Diese Idee verbreitet sie über ihren Podcast, das Integrationsprojekt „myBuddy“ und ihr politisches Engagement an die Menschen. Momentan sind durch die Pandemie fast alle Treffen nur online möglich. Langfristig wünscht sich Weihua Wang eine Hybridlösung: „Online-Diskussionen haben Stärken und Schwächen. Sie sind sehr praktisch, aber langfristig ersetzt einen persönlichen Kontakt nichts. Es wäre gut, wenn wir das Beste aus beiden Welten nutzen würden.“

Viele Faktoren spielen eine Rolle

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Den Endspurt sieht Wang aber noch ganz gelassen. „Ich werde das einfach alles auf mich zukommen lassen. Das ist ja kein Mathewettbewerb, wo es richtig oder falsch gibt.“ Sie vergleicht das Finale mit einem Bewerbungsgespräch. „Die Frauen, die nicht gewinnen, sind ja nicht schlechter oder haben eine weniger wichtige Message. Ich denke, es ist einfach wichtig, dass man sich Mühe gibt und versucht, authentisch zu bleiben. Am Ende spielen viele Faktoren eine Rolle, ob es für den Titel reicht. Denn auch wenn man den Job nach einem Bewerbungsgespräch nicht bekommt, ist man nicht weniger wert. Vielleicht hat ein anderer Bewerber einfach besser ins Team gepasst oder andere Erfahrungen gesammelt, die für diesen Job von Vorteil sind. Genau so wird es bei diesem Wettbewerb auch sein“, erklärt die 26-Jährige.

Die Verpflichtungen als künftige Miss Germany im Falle einer Wahl machen ihr aber keine Angst: „Die Rolle der Miss Germany folgt keinem festen Schema. Ich kann sie selbst mit Leben füllen und das Management unterstützt mich dann bei meinen Herzensthemen“, sagt sie.

Info: Ein Video von ihr gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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Redaktion Redakteurin für Print und Online in Schwetzingen.