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Freizeit

Erfrischung in den alten Gemäuern des Speyerer Doms

Bei der bevorstehenden - und bereits laufenden - Hitzewelle lässt sich eine Besichtigung in der Kathedrale besonders gut gestalten. Das passt auch zu den Sommerferien.

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Hier in der Krypta des Doms steigt die Temperatur selten über 25 Grad. Ein idealer Ort für eine Sommerbesichtigung. © GDKE/Rudischer

Speyer. Endlich Ferien! Die Kinder können sich über sechs Wochen schulfrei freuen. Der Speyerer Dom lohnt als Urlaubsziel für einen Tagesausflug. Die größte romanische Kirche der Welt, lockt mit angenehmer Kühle und 1000 Jahren Weltgeschichte. Als Kathedrale und Unesco-Welterbe hat der Dom zu Speyer einiges zu bieten: von der Besichtigung mit Audioguide für Erwachsene und Kinder, dem Aufstieg auf die Aussichtsplattform bis hin zum Patronatsfest und Konzerten der Dommusik – die Sommerferien sind eine gut Gelegenheit, um den Dom neu für sich zu entdecken.

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An heißen Sommertagen ist der Dom der ideale Ort, um Körper und Geist zu erfrischen. Auch in ausdauernden Hitzeperioden klettert das Thermometer hier nie über 30 Grad, den dicken Sandsteinmauern sei Dank. Insbesondere der Besuch der Krypta verschafft Abkühlung, denn in der Unterkirche, wo sich auch die Kaisergräber befinden, ist es noch einige Grad kälter als im Hauptschiff.

Doch nicht nur zur körperlichen Erholung sei ein Besuch der Kathedrale empfohlen. Die klare geometrische Gliederung der Architektur und die Höhe der Gewölbe vermitteln ein Gefühl göttlicher Ordnung – Tiefentspannung ist hier garantiert. Und die fast 1000 Jahre alten Mauern beherbergen auch ein gewaltiges Stück Geschichte: Durch die Krypta gelangt man heute zu den Gräbern der im Dom bestatteten deutschen Könige und Kaiser.

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dpa
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300 Stufen zur Aussicht

Wem mehr nach Action und Bewegung zumute ist, der kann die rund 300 Stufen zur Aussichtsplattform erklimmen. Netter Nebeneffekt: In 60 Meter Höhe weht immer ein angenehmes Lüftchen. Einen herrlichen Blick über Speyer und die Umgebung bekommt man auch noch mitgeliefert – und den passenden Hintergrund für ein spektakuläres Urlaubsfoto.

Erholung der spirituellen Art bietet übrigens ein Gottesdienst am Sonntag, 7. August, 20 Uhr. Unter der Überschrift „In Stille im Dom – Ruhe für die Seele“ sucht sich zunächst jeder seinen eigenen Platz in der Kirche, um den Raum in Stille auf sich wirken zu lassen. Anschließend findet sich die Gruppe zum gemeinsamen Abschluss mit Gebet und Segen zusammen.

Angebote für Besucher

Wer als Familie Speyer besucht, der sollte unbedingt auch den Dom mit auf seine „Bucketlist“ nehmen. Für Erwachsene und Kinder gibt es interessante und spannende Hörtouren mit dem Audioguide durch den Dom. Für Kinder wurde ein kleines Dom-Quiz entwickelt, bei dessen erfolgreicher Bewältigung Lob und ein Lolli winken. So wird der mutmaßlich langweilige Kirchenbesuch zur spannenden Entdeckungsreise.

Gruppen haben die Möglichkeit, vorab eine Führung zu buchen. In Begleitung eines kundigen Führers lernt man den Dom dann einfach noch besser kennen. Immer samstags um 11 Uhr gibt es für Einzelbesucher das Angebot einer öffentlichen Führung. Ab dem 5. August bieten dann wieder Studenten der ökumenischen Organisation ARC spontan persönliche Führungen für kleine Gruppen an. Die jungen Leute kommen aus verschiedenen europäischen Ländern und können den Dom in ihrer jeweiligen Landessprache erklären. In diesem Jahr ist auch eine junge Frau aus der Ukraine bei dem Projekt dabei.

Internationaler Orgelzyklus

Tschechische und slowakische Orgelmusik erklingt am Samstag, 13. August, ab 19.30 Uhr in der Konzertreihe des Internationalen Orgelzyklus im Dom zu Speyer. Der slowakische Organist Stanislav Urin wird an beiden Orgeln – im Chor und auf der Empore – zu erleben sein. Das Programm verspricht musikalische Besonderheiten und teilweise ungewohnte Höreindrücke durch Werke, die überwiegend im 20. und 21. Jahrhundert entstanden sind. Zu diesem Konzert gibt es eine Stunde vorher unter dem Titel „Praeludium“ eine Einführung auf dem Chorpodest im Königschor.

Im August häufen sich übrigens auch die Heiligenfeste am Dom. Höhepunkt ist dabei das Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August. Dann wird das Patrozinium und Hauptwallfahrtsfest des Speyerer Mariendoms begangen. Ein Pontifikalamt um 10 Uhr, eine Pontifikalvesper um 16.30 Uhr und eine abendliche Andacht mit einer schönen Lichterprozession ab 20.30 Uhr laden zum Mitfeiern ein.

In die Ferienzeit fallen darüber hinaus die Gedenktage von fünf Heiligen, die mit dem Dom in besonderer Beziehung stehen. Drei von ihnen wurden Domportale gewidmet. Das barrierefreie Portal im Nordosten ist dem heiligen Benno von Osnabrück geweiht. Unter Heinrich IV. gestaltete er den Dom so um, wie man ihn heute kennt. Sein Gedenktag war bereits am vergangenen Donnerstag, 28. Juli.

Das Stephansportal im Südwesten, das von vielen Dombesuchern genutzt wird, ist dem heiligen Papst Stephan geweiht, der auf die Eintretenden herabblickt. Eine Kopfreliquie des Heiligen wird heute in der Katharinenkapelle verehrt. Kaiser Heinrich III. brachte sie aus Jerusalem mit nach Speyer. Gedenktag des heiligen Stephan ist Dienstag, 2. August. Auf der Nordseite findet sich das Bernhard-Portal, das den heiligen Bernhard von Clairvaux vor dem Gnadenbild der Mutter Gottes zeigt. Am 20. August ist sein Festtag. Die sehenswerten Fresken von Johann Baptist Schraudolph im Mittelschiff und im Kaisersaal zeigen Szenen aus dem Leben der heiligen Jungfrau Maria, des heiligen Papstes Stephan und über Bernhard von Clairvaux. Bernhard und Benno sind zudem in Szenen auf der Innenseite des Hauptportals verewigt.

Gedenken an Märtyrerin Edith Stein

Auch die Gedenktage für zwei heilige Frauen werden im August gefeiert: die heilige Afra am 7. August und die heilige Edith Stein am 9. August. Edith Stein wurde im Dom gefirmt, betete und beichtete hier. Später als Philosophin und Nonne tätig, starb sie als Märtyrerin in Auschwitz. An sie erinnern eine Reliquie und Gedenktafeln in der Doppelkapelle. Papst Johannes Paul II., der Edith Stein zuerst selig und dann heilig sprach, ernannte sie zur Mitpatronin Europas. Die heilige Afra war eine frühchristliche Märtyrerin, ihr ist die Kapelle auf der Nordseite geweiht.

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