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Katholikenrat und Jugendverband in Speyer für mehr Synodalität

Der Katholikenrat im Bistum Speyer und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend begrüßen die Forderungen des Speyerer Bischofs Karl-Heinz Wiesemann.

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Domkapitular Franz Vogelgesang (v.l.), Thomas Held, Stefan Angert, Hede Strubel-Metz, Marius Wingerter, Gabriele Kemper und Theo Wieder. © Bistum

Speyer. Der Katholikenrat im Bistum Speyer und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend begrüßen die Forderungen des Speyerer Bischofs Karl-Heinz Wiesemann nach einer Verstetigung der synodalen Prozesse und einer menschenfreundlichen Haltung in der katholischen Kirche Deutschlands.

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In einer gemeinsamen Erklärung fordern die beiden Verbände: „Wir begrüßen, dass sich die katholische Kirche in Deutschland mit dem Synodalen Weg den Ergebnissen der MHG-Studie stellt und Bischof Wiesemann sich klar zum Synodalen Weg bekennt. Wir teilen die Einschätzung einiger Delegierten der Versammlung, die nach der Ablehnung eines Grundlagentextes zu gelingenden Beziehungen durch einige Bischöfe immer wieder betonten, dass Kirche sich verändern muss, um weiterem Missbrauch entgegenzuwirken. Als diözesane Vertretungsgremien befürworten wir die in Frankfurt beschlossenen Handlungspapiere, welche die Weiterarbeit an Themen wie Gleichberechtigung von Frauen oder der Neubewertung von Homosexualität in den Diözesen wie auch in der Weltsynode garantieren sollen. Gleichzeitig bedauern wir, dass umfassende Veränderungen des Systems ausbleiben. Einige Bischöfe scheinen nicht bereit zu sein, sich der Bekämpfung des Missbrauchs in der katholischen Kirche umfassend zu stellen“, so die klare Kritik der beiden Basisorganisationen.

„Um die Themen Gleichberechtigung der Frauen und die Achtung aller Menschen in der katholischen Kirche selbstverständlich werden zu lassen, bedarf es struktureller Veränderungen. Diese dürfen auf dem Synodalen Weg nicht ausbleiben. Deshalb sollte sich niemand systemverändernden Anträgen verweigern und Veränderungen damit blockieren. Für mich ist es fragwürdig, wenn ein Drittel der Bischöfe einen mit Zweidrittelmehrheit der gesamten Synodalversammlung gefassten Beschluss blockieren kann“, erklärt Katholikenratsvorsitzende Gabriele Kemper.

„Auch wenn die Ablehnung des Grundtextes ,Leben in gelingenden Beziehungen– Grundlinien einer erneuerten Sexualethik’ durch die Bischofskonferenz viele Gläubige erneut verletzt und enttäuscht zurücklässt, lassen die weiteren Beschlüsse der Synodalversammlung hoffen“, meint Katholikenratsvorsitze Hede Strubel-Metz.

Die Vorsitzenden des Katholikenrates und des BDKJ betonen, wie sehr sie die aktive Beteiligung des Speyerer Bischofs Dr. Karl-Heinz Wiesemann auf dem Synodalen Weg schätzen. Dieser brachte seine Ansichten in die Antragsdiskussionen ein und stimmte ebenso wie Weihbischof Otto Georgens für die Verabschiedung des oben genannten Grundtextes. „Es ist spürbar, dass unser Bischof den Synodalen Weg ernst nimmt und auch selbst große Hoffnung darauf setzt, dass wir uns so zu einer menschennahen Kirche fortentwickeln und Diskriminierungen entgegenwirken können“, beschreibt Katholikenratsvorsitzender Theo Wieder seine Erfahrungen in Gesprächen mit dem Bischof.

Wiesemann hatte sich auf der Synodalversammlung auch für die Gründung eines Synodalen Rates auf nationaler Ebene ausgesprochen. Bereits im November 2020 hat Wiesemann im Bistum Speyer eine Diözesanversammlung ins Leben gerufen. „Bischof Wiesemann sagte auf der Synodalversammlung, dass er sich mit der Gründung des Synodalen Rates eine Stärkung im Bischofsamt erhofft. Das ist nicht selbstverständlich. In der Synodalversammlung scheinen einige Bischöfe vielmehr eine Schwächung ihres Amtes zu befürchten“, so Katholikenratsvorsitzender Stefan Angert. „Wir freuen uns, dass unser Bischof die Anliegen des Synodalen Weges und die Synodalität an sich ernst nimmt und diese Haltung auch in unser Bistum trägt. Wir wollen als Katholikenrat und als BDKJ Speyer unseren Bischof weiterhin darin unterstützen. Wir sind bereit, die notwendigen Schritte in unserem Bistum mit zu tun, um der Vision der menschennahen und diskriminierungsfreien Kirche näherzukommen“, ergänzt Thomas Held, Vorsitzender des BDKJ Speyer. 

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