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Saliergesellschaft

Kerzen für Kaiser Heinrich IV. entzünden

Privilegienfest wird mit einer Lichtermesse gefeiert

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mey
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Die Saliergesellschaft feiert mit einer Lichtermesse – unser Bild stammt aus der Krypta des Kaiserdoms 2021 – ihr Privilegienfest und erinnert damit an Kaiser Heinrich IV., für den mit Kerzen ein Seelengedenken abgehalten werden soll. © Venus

Speyer. Dieses Fest zaubert immer eine ganz besondere Stimmung in den Speyerer Dom. Am Samstag, 6. August, laden die Mitglieder der Saliergesellschaft Bürgerinnen und Bürger zum öffentlichen Privilegienfest ein. Die traditionelle Veranstaltung mit Unterstützung des Domkapitels beginnt um 17 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Seit 1992 erinnert die Gesellschaft alljährlich an die Loslösung von Kaiser Heinrich IV. (1050 bis 1106) vom Kirchenbann. Erst nach der Freisprechung im Jahre 1111 durch Papst Paschalis II. konnte der bereits am 7. August 1106 in Lüttich verstorbene Herrscher am 14. August 1111 bei seinen Ahnen im Kaiser- und Mariendom beigesetzt werden.

Zuvor ruhte er fünf Jahre lang in der ungeweihten Afra-Kapelle, die an den Dom angebaut ist. Anlässlich der Lösung vom Kirchenbann hat sein Sohn und Nachfolger Heinrich V. der Stadt Speyer umfangreiche Privilegien verliehen, welche die drückenden Abgabenlasten spürbar verringerten. Er zeigte sich so als Wohltäter für die Stadt und seine Bewohner.

Investiturstreit beigelegt

Die als Lichtermesse konzipierte Gedenkveranstaltung im Langhaus beginnt mit einem Lichtritus an den Kaisergräbern, wo eine Delegation der Saliergesellschaft unter Leitung des Zelebranten Generalvikar Markus Magin Kerzen anzünden. Es schließt sich eine Prozession der Delegation zum Altar an, wo der Lichtritus mit dem Entzünden der von Besuchern erworbenen Kerzen fortgesetzt wird.

Anschließend beleuchtet Generalvikar Markus Magin in seiner Festansprache das im Jahre 1122 zwischen Kaiser Heinrich V. und Papst Calixt II. abgeschlossene „Wormser Konkordat“. Damit wurde der Investiturstreit beigelegt, der im berühmten Gang nach Canossa von Heinrich IV. (Winterwende 1076/77) einen dramatischen Höhepunkt erfuhr.

Dem geschichtlichen Abriss schließt sich die Eucharistiefeier an, nach der die Segnung der Pax-Christi-Brote erfolgt. Mit der Bitte um eine Spende werden sie nach Abschluss der Lichtermesse an den Ausgängen bereitgehalten. Der Spendenerlös geht zur Unterstützung bedürftiger Menschen an die Speyerer Tafel.

Die musikalische Gestaltung der Messe obliegt dem Kirchenchor St. Cäcilia Hanhofen unter der Leitung von Joshua Weindel und Organist Adrian Brecht. mey

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