Weihnachts- und Neujahrsmarkt

Lichterglanz auf dem Weihnachtsmarkt in Speyer – aber kein Feuerwerk

Die Schausteller auf dem Weihnachts- und Neujahrsmarkt in Speyer haben ab 21. November 2022 und bis zum 8. Januar ihre Buden entlang der ganzen Maximilianstraße stehen.

Von 
Susanne Kühner
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Ab Montag lockt der Weihnachtsmarkt nach Speyer. Bis zum 8. Januar sind die Buden zwischen Domplatz und Altpörtel aufgebaut. Auch die Partnerstädte kommen wieder und bereichern das Angebot. © Venus

Speyer. Der Weihnachtsmarkt in Speyer kehrt zur alten Form zurück. Zwar wird er auch 2022 durch den Aufbau entlang der gesamten Maximilianstraße zwischen Stadthaus und Altpörtel entzerrt, doch zieht er sich wie seit 2006 Brauch wieder bis ins neue Jahr. Dem Nachwuchs wird eine breite Plattform bereitet – dafür fällt ein Besuchermagnet weg.

Advent

Impressionen vom Speyerer Weihnachts- und Neujahrsmarkt

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Wenn am Montag, 21. November, 18 Uhr, die Stadtjugendkapelle auf dem Geschirrplätzel mit vorweihnachtlichen Klängen verwöhnt, kann der 47. Weihnachtsmarkt starten. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) eröffnet die Veranstaltung, die bis zum 8. Januar dauern wird, und spricht im Vorfeld von Lichtblicken, die diese den Menschen bringen soll.

Weihnachtsmarkt in Speyer: Energieverbrauch von etwa 2000 Kilowattstunden

Das meint sie im Wortsinn, denn auf die Weihnachtsbeleuchtung will die Stadt trotz Energiekrise nicht verzichten. „Bei allen Herausforderungen dürfen wir nicht vergessen, dass die Menschen schöne Augenblicke brauchen“, betont Seiler. Laut Angabe einer Stadtwerke-Sprecherin beträgt der Stromverbrauch während des sechswöchigen Weihnachts- und Neujahrsmarktes 2000 Kilowattstunden – so viel, wie der Jahresverbrauch eines durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalts ist.

In Verzicht übt sich die Stadt aber beim Altpörtel in Flammen. „Das zu planen, war uns zu unsicher“, wies Seiler im Pressegespräch auf die unkalkulierbare Pandemielage hin. Dafür hat der Schaustellerverband gemeinsam mit der Stadt in neue Aktionen investiert, die vor allem den Kindern zugutekommen sollen, wie Marktmeisterin Heidi Jester sagt.

Weihnachtsmarkt in Speyer: Am 6. Dezember kommt der Nikolaus

Abgesehen vom traditionellen Himmelstelefon, an dem die Kleinen montags bis freitags von 15 bis 17 Uhr den direkten Draht zum Christkind bekommen, dem Nikolausbesuch am 6. Dezember und der Möglichkeit, Briefe an den Weihnachtsmann an drei Stellen einzuwerfen, wird selbiger leibhaftig an mehreren Tagen zu Besuch sein. Im Hof der Dreifaltigkeitskirche nimmt er die jungen Besucher in Empfang. „Nach dem Weihnachtsfest liest er dort Geschichten vor“, ergänzt Jester. Erstmals gibt es Bastelangebote auf dem Geschirrplätzel, wieder sind kostümierte Weihnachtshelfer tageweise auf dem Markt unterwegs und die Kinderbackstube des Kinderschutzbundes öffnet täglich von 15 bis 19 Uhr. Helfer dafür werden übrigens noch gesucht.

44 Beschicker haben schon seit Montag ihre Geschäfte aufgebaut. Anziehungspunkt am Altpörtel wird die Schlittschuhbahn sein. Etwa 300 Paar Schuhe in verschiedenen Größen stehen zum Ausleihen zur Verfügung. Der Kunsthandwerkermarkt öffnet an den Wochenenden und die Partnerstädte werden sich ebenfalls präsentieren. Erstmals dabei ist eine Abordnung der neuen Verbindungsstadt Chichester in England. Seiler wies auf die Gesetzesänderungen in Sachen Sicherheit vom vergangenen Jahr hin. Ein ausführliches Konzept wurde mithilfe des Koordinators Christian Kölsch von der Speyerer Feuerwehr erstellt. Das beinhaltet unter anderem Poller und Seilsperren. „Wir haben uns entschlossen, unsere Veranstaltungen laufen zu lassen trotz der finanziellen Belastungen“, betont Seiler.

Zu beachten ist, dass während des Weihnachts- und Neujahrsmarktes der Buslinienverkehr umgeleitet wird. An den Adventswochenenden ist die Nutzung kostenfrei.

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