„Philipp eins“

Mit Gringo zurück in die 1970er Jahre

Liedermacher nehmen in „Ulis Wohnzimmer“ Platz

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Vorbericht Veranstalter
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Speyer. Die Show geht weiter: Am Freitag, 17. Februar, findet im „Philipp eins“ die 18. Ausgabe der Songwriter-Show „Ulis Wohnzimmer“ statt. Gastgeber und Songwriter Ulrich Zehfuß rollt den Teppich für Marie Diot aus Hamburg und Gringo Mayer aus Ludwigshafen aus.

Hintergründige Texte, akustische Musik, Blicke hinter die Kulissen des Künstlerdaseins und jede Menge Abwechslung und Unterhaltung: Die Songwriter-Show Ulis Wohnzimmer präsentiert Liedermacherinnen und Liedermacher auf eine erfrischend andere Art. Ulrich Zehfuß rahmt den Abend ein und zeigt in der Februarausgabe zwei Künstler aus Nord und Süd. Mit Gringo Mayer aus Ludwigshafen kehren die 1970er Jahre zurück: Jedenfalls könnte man das glauben, wenn man Mayer auf der Bühne erlebt. Der Ludwigshafener singt und palavert im schönsten Pfälzisch vom Ghetto-Leben und großen Kampf ums kleine Glück zwischen Anilin und Plattenbau-Wohnblock.

Cooler Typ: Gringo Mayer ist in „Ulis Wohnzimmer“ zu Gast. © Christian Borth

Nicht nur sein Bühnenoutfit mit spitzem Kragen in ausgewaschenen Pastelltönen lässt die Ära der Fuchsschwänze an Autoantennen aufleben – auch seine Musik ist eine softe Pop-Version des 1970er Bluesrocks aus der Post-Hippie-Zeit. Auf diese steile Mischung ist sogar das angesagte Tapete Records Label im hohen Norden aufmerksam geworden, bei dem der Pfälzer jetzt unter Vertrag ist.

Marie Diots skurriler Quatsch

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Marie Diot ist Liedermacherin. Sie macht Musik und Quatsch, oder anders gesagt: Eine Mischung aus Indie-Pop, Chanson und sehr viel Spaß. Ihre Konzerte bestehen aus verqueren, komischen Ansagen und Liedern, die charmant und direkt, mit Wortwitz und Ironie Geschichten von Dingen erzählen, die so im Leben passieren. Es geht zum Beispiel um die Liebe und Fischvergiftung – manchmal passieren ja Sachen, die sind so verrückt, das kann man sich gar nicht ausdenken.

Manches ist melancholisch und manches lustig, unter anderem ihre Frisur. Generell ist sie optimistisch, möglichst gelassen, immer auf der Suche nach den richtigen Worten und der besten Melodie, mit dem Wunsch, jemanden zu berühren.

Was Marie zu sagen hat, versteht man immer gleich, denkt dann aber trotzdem nach. Kein Wunder, denn sie kann trotz junger Jahre schon auf eine ganze Reihe von Auszeichnungen blicken wie etwa den Förderpreis der Liederbestenliste. zg