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Hochwasser

Speyer reagiert mit Maßnahmen und Straßensperrungen auf steigenden Rhein-Pegel

Von 
Michael Ströbel
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Symbolfoto: Der Rhein war bereits im Januar 2021 am Helmut-Kohl-Ufer in Speyer über die Ufer getreten. © Jürgen Gruler

Speyer. Aufgrund steigender Pegelstände des Rheins leitet die Stadt Speyer weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz ein. Die ersten Aktionen nach den Rahmenvorgaben des „Alarm- und Einsatzplans Hochwasser“ (AEP) wurden am Dienstag umgesetzt, teilte die Stadt in einer Presseinformation mit. Sie sollen auch am Mittwoch fortgeführt werden und umfassen folgende Einzelmaßnahmen:

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Die Einrichtung von folgenden Straßensperrungen

  • Zufahrt zur Rheinhäuser Fähr
  • Dammüberfahrt bei der Schiffswerft Braun
  • Rheinallee
  • Straße „Im Hafenbecken“ Höhe SEA LIFE in Richtung der Speyerbachmündung
  • Hafenstraße ab der Erlus-Villa

Folgende Schrankenschließungen:

  • in der Franz-Kirrmeier-Straße gegenüber des Hockeyclubs
  • in der Alten Rheinhäuser Straße an der „Hammelbrücke“
  • im Kugelfang an der „Schwertbasis“ und
  • in der Industriestraße gegenüber der Einfahrt zur Firma Saint Gobain Isover GmbH.

Hinzu kommt eine Sperrung des Radweges über den Damm gegenüber des Hockeyclubs und des Gehwegs am Rheinufer.

  • Ergänzend erfolgt der Einbau von mobilen Hochwasserschutzelementen am Erlus-Gelände in Form eines Sockels bzw. einer Spundwand sowie „Im Hafenbecken“ 1c/1d mittels einer Scharte in der Mauer. Die Stadt bittet zu beachten, dass der Weg hinter den Hafenvillen im Zuge des Hochwasserschutzes nicht mehr begangen werden kann.

Geplant ist darüberhinaus eine Deichbeobachtung, die nach Erreichen des entsprechenden Pegelstandes von 7,20 Meter eingerichtet wird. Sollte der Pegelstand 7,60 Meter übersteigen, müsse das Schöpfwerk Speyerbach in Betrieb genommen werden, was zu Lärmbelastungen im nahen Umfeld führen kann.

Hohe Belastung für Rhein-Deiche rund um Speyer

Das Hochwasser im Rhein wird noch einige Tage andauern, mit der Folge, dass die Rheindeiche über längere Zeit einer hohen Belastung standhalten müssen. Die Stadtverwaltung Speyer weist darauf hin, dass das Betreten der Deiche daher verboten ist. Grundlage des Betretungsverbots ist die Rheindeichordnung. Der Deich ist ein Erdbauwerk, das bei anstehendem Hochwasser aufweicht. Jede unnötige Belastung wie Radfahren oder Betreten ist daher im Hochwasserfall für den Deich schädlich und zu vermeiden, da die Graswurzeldecke, die den eigentlichen Schutz des Erdbauwerkes vor Erosion (Strömung, Wellenschlag) darstellt, geschädigt wird.

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Die Bevölkerung wird gebeten, sich an die Betretungs- und Befahrungsverbote an den Deichen zu halten. Dies dient neben dem Schutz der Deiche auch dem Eigenschutz, da überschwemmte Bereiche Unfallgefahren bergen können.

Darüber hinaus gehende Maßnahmen richten sich je nach aktuellen Pegelstand-Prognosen und Vorgaben des AEP.

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