Handball-Badenliga

Ein Trio startet eine Art „Mission impossible“

Vorletzter HSG erwartet Dritten Viernheim

Von 
mj
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Janosch Menger – hier im Vergleich mit der TSG Eintracht Plankstadt – bekommt es nun mit den Seinen der HSG St. Leon/Reilingen mit dem Dritten zu tun. © Lenhardt

Auch nach der Weihnachtsruhe bildet das Trio der hiesigen Handball-Landesligisten einen Großteil des unteren Tabellendrittels ab. Ob nun an diesem ersten Spieltag 2023 eine merkliche Verbesserung eintritt, ist zumindest zweifelhaft, kommen die jeweiligen Gegner doch aus den oberen Bereichen des Tableaus.

Die besten Chancen dürften dabei der TSG Eintracht Plankstadt eingeräumt werden, bei der auch noch ein Nachholspiel gegen das hoffnungslose Schlusslicht SG Leutershausen II aussteht. Jetzt geht es am Samstag (20 Uhr) zur TSV Rot/Malsch. Dieser hat sich nach wechselhaftem Saisonstart stabilisiert und entschied fünf der letzten sechs Spiele für sich, unterlag zu Hause nur einmal – eine Ausbeute, die in einem sehr starken sechsten Tabellenplatz resultiert.

Mut soll harte Nuss knacken

Plankstadt musste vor der Unterbrechung zwei Niederlagen einstecken und steht nach wie vor nur knapp vor der direkten Abstiegszone. „Die Winterpause kam für uns zur rechten Zeit, es war gut, die Köpfe freizubekommen. Jetzt können wir mit frischer Energie ins neue Jahr starten! Wir haben im Hinspiel gegen Rot/Malsch eine unserer besten Leistungen gezeigt, das macht mir Mut für die Partie. Trotzdem ist der Gegner nach diesem Saisonverlauf natürlich Favorit, wir haben eine harte Nuss zu knacken“, blickt Plankstadts Übungsleiter Niels Eichhorn voraus. „Generell haben wir in der Hinserie nicht immer unser Potenzial abgerufen. Ich kann mich aber auch nicht erinnern, dass wir schon mal so viele Ausfälle zu beklagen hatten – gefühlt stand nie der komplette Kader zur Verfügung. Wir hoffen, dass sich das bessert, und dann werden wir auch unsere Leistungen stabilisieren können.“

Über Ausfälle und deren nur teilweise Kompensation weiß auch die HG Oftersheim/Schwetzingen II einiges zu berichten, die nun beim Zweiten SG Pforzheim/Eutingen II (Samstag, 17 Uhr) vorstellig wird. „Wir fahren da als Underdog in schwieriger Personalsituation hin“, erklärt Co-Trainer Alexander Lemke. „Viele Krankheitsfälle ließen in der ersten Kalenderwoche nur ein Training zu dritt zu.“ Wenig besser wurde es danach. „Wir versuchen dennoch, motiviert in die Partie zu gehen, wollen den Umständen trotzen und unseren ersten Sieg in dieser grünen Hölle holen“, gibt sich Lemke in Anspielung auf die Farbgebung der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle kämpferisch.

Gut vorbereitet

Ein Heimspiel steht für den Dritten im Bunde, den Vorletzten HSG St. Leon/Reilingen, an und dies gegen den TSV Amicitia Viernheim, der noch intensiv in den Kampf um Platz zwei involviert ist. Sicherlich hat sich die HSG eine bessere Ausbeute aus der Vorrunde gewünscht und vorgestellt. Doch mit 6:20 Punkten steht sie momentan auf einem Abstiegsplatz, wobei der Abstand zu den vorderen Rängen nicht allzu groß ist. Im Hinspiel hielt die HSG lange Zeit mit, bot dem Gegner gut Paroli und verspielte erst gegen Ende der Partie einen möglichen Punktgewinn. In den Trainingseinheiten seit Beginn des Jahres hat HSG-Trainer Martin Schnetz sein Team auf die bevorstehenden schweren Aufgaben gut vorbereitet. Einen ersten Schritt zu einer besseren Rückrunde könnte sein Team mit einer geschlossenen, auch kampfstarken Leistung machen. mj