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Lokalsport

SV Sandhausen siegt zum Auftakt - Neuzugang David Kinsombi legt Traumstart hin

Neuzugang David Kinsombi hat beim SV Sandhausen einen Traumeinstand hingelegt und seinen neuen Club zum Auftaktsieg gegen Arminia Bielefeld geschossen.

Von 
Johannes Blem
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Die Sandhausener Dennis Diekmeier (links) und David Kinsombi bejubeln den Treffer zum 2:1 durch David Kinsombi. © DPA

Sandhausen. „Eingespieltheit kann ein Vorteil sein“, hatte Alois Schwartz, Trainer des Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen, im Vorfeld des Saisonauftakts gegen DSC Arminia Bielefeld gesagt. Beim 2:1 (1:0)-Erfolg vor 4709 Zuschauern im BWT Stadion am Hardtwald sollte sein Team beweisen, dass der Übungsleiter mit seiner Aussage richtig lag.

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In Mittelfeldspieler David Kinsombi und Stürmer Matej Pulkrab feierten zwei Neuzugänge ihr Pflichtspiel-Debüt im Dress des SVS, ansonsten vertraute Schwartz auf das bewährte Stammpersonal der vergangenen Rückrunde.

Den besseren Start erwischten zunächst die Gäste. Robin Hacks Hereingabe von der Grundlinie fand den Kopf von Silvan Sidler, dessen Kopfball gegen die Laufrichtung parierte SVS-Keeper Patrick Drewes herausragend (10.). Bei Florian Krügers Volley-Abnahme wenige Sekunden später verhinderte nur der Querbalken einen frühen Rückstand.

Sandhausen leistete sich in dieser Phase viele einfache Ballverluste, die Arminia drängte – doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Janik Bachmann steckte durch zu David Kinsombi, der vor dem Tor eiskalt blieb und den Ex-Sandhäuser Stefanos Kapino frech zur 1:0-Führung tunnelte (11.). „Dass Drewes den Kopfball hält, war große Klasse. Im Gegenzug machen wir das Tor. Da sieht man, dass Kleinigkeiten das Spiel entscheiden“, sagte Schwartz nach dem Spiel.

In der Folge war die Arminia weiterhin bemüht, doch die namhafte Offensive um Knipser Fabian Klos und Kreativspieler Masaya Okugawa strahlte trotz viel Ballbesitz keinerlei Gefahr aus. Die Gründe dafür? Stichwort Eingespieltheit. Wie bereits in der starken Rückrunde der abgelaufenen Saison agierte Sandhausen aus einer massierten Defensive heraus und war kompromisslos in den Zweikämpfen.

Für den letzten Aufreger des ersten Durchgangs sorgte Gäste-Trainer Uli Forte. Der Schweizer hatte den ins Aus geflogenen Spielball wieder zurück aufs Spielfeld geworfen, während Chima Okoroji per Einwurf das Spiel mit einem anderen Ball schnell machen wollte. Schiedsrichter Michael Bacher zeigte dem Coach regelkonform die Rote Karte (45.).

Nach Wiederbeginn dauerte es keine 60 Sekunden, bis Bacher den nächsten Akteur vom Platz verwies: Im Dribbling erwischte Sidler Pulkrab mit der Hand im Gesicht und sah Gelb-Rot (46.).

In Überzahl liefen die Hausherren nach eigenem Eckball in einen Konter. Klos bediente Okugawa, der Drewes per platziertem Flachschuss keine Chance ließ (59.). Der Ausgleich wirkte wie ein Weckruf für den SVS, der eine schnelle Antwort parat hatte. Nach Zuspiel von Erik Zenga war es wieder Kinsombi, der frei vor dem Bielefelder Tor auftauchte und mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wiederherstellte (63.).

Wie nach dem ersten Rückstand war der Arminia das Bemühen nicht abzusprechen, doch mit zunehmender Spieldauer schwanden gegen unverändert giftige Hausherren die Kräfte. Christian Kinsombi (80.) und Okoroji (90.+4) verpassten die endgültige Entscheidung, dennoch stand am Ende der etwas überraschende, aber verdiente Auftaktsieg für den SVS. „Man merkt, dass die Mannschaft sich kennt, und auch mit den zwei neuen Spielern in der Startelf gut zusammengewachsen ist“, freute sich der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca. Sie ist eben wirklich ein Vorteil, die Eingespieltheit.

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