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Kurzgeschichten

Das sind die Finalisten beim "MM"-Schreibwettbewerb „Erzähl mir was“

Die Finalgeschichten für die Endrunde des Schreibwettbewerbs „Erzähl mir was“ ab 23. Juli stehen genau so fest wie die Jugendpreissiegerin Nora Antonic, die bereits 2021 gewann

Von 
Stefan M. Dettlinger
Lesedauer: 
© Symbolbild

Die Köpfe der Jurorinnen und Juroren rauchen noch, doch sowohl die zwölf Finalistinnen und Finalisten als auch die Siegerin der Jugendauswertung unseres schon dritten Schreibwettbewerbs „Erzähl mir was“ sind nun endlich ermittelt.

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Jugendsiegerin ist Nora Antonic mit ihrer Geschichte „Ein Ozean mit Booten“. Die erst 15-jährige Mannheimerin Antonic, die bereits 2021 gewonnen hatte, erzählt in ihrer Geschichte mit einem bemerkenswert eigenen Stil und einer poetischen Sprache den ergreifenden inneren Monolog eines Kindes, das mit seinen Eltern eine Nacht in einem Krankenhaus verbringt, während dort sein 23-jähriger Bruder in den Fängen der Ärzte an einer Überdosis stirbt. Das Thema in diesem Jahr war „Krieg und Frieden“. Antonic spielt gekonnt mit dem Dräuen kriegerischer Handlungen im Hintergrund, mit innerer Kälte, mit Fassungslosigkeit. Doch führt sie uns damit in die Irre. Sie lässt die Ich-Erzählerin und auch ein Radio von Krieg sprechen, meint damit aber nicht den äußeren Krieg, sondern einen Krieg, der in uns und zwischen uns ausgefochten wird. Antonic hat die Konkurrenz in der Punktewertung damit ganz klar übertroffen.

Infos zu "Erzähl mir was"

  • Finalistinnen und Finalisten

Martin Köhler, Wertheim: „Krieg und Frieden“

Horst-Dieter Radke, Lauda-Königshofen: „Halbe Stunde“

Stephan Sabel, Lorsch: „Wilhelm, Burger und Weiß“

Katharina Geiger, Weinheim: „Friedensbringer“

P. M. L. Müller, Hemsbach: „Ist der Pazifismus tot?“

Birgit Klein, Mannheim: „Gisela“

Johanna Basler, Viernheim: „Der Junge mit den roten Gummistiefeln“

Michelle Gaus, Neunkirchen: „Wie ich in zehn Minuten meinen inneren Frieden wiederfand“

Regina Rothengast, Grünsfeld-Kützbrunn: „Tiefflieger“

Vanessa Palumbo, Schwetzingen: „Faltvogelregen“

Traudi Hell, Bad-Mergentheim: „Auf einen Schlag“

Barbara Imgrund, Heidelberg: „Daheim ist kein Ort“

Siegerin JugendwettbewerbNora Antonic, Mannheim: „Ein Ozean mit Booten“

  • Alle Geschichten lesen und hören: Von Samstag, 23. Juli, bis Samstag, 20. August, werden die Geschichte von Nora Antonic und dann in alphabetischer Reihenfolge alle zwölf Finalistenerzählungen immer dienstags, donnerstags und samstags auf dieser Seite abgedruckt sowie auf der Website dieser Redaktion veröffentlicht – als Texte und als Podcasts, in denen die Geschichten von Kulturchef Stefan M. Dettlinger gelesen werden.
  • Leserinnen und Leser entscheiden: Parallel haben die Leserinnen und Leser, die Hörerinnen und Hörer das Wort. In einer Onlineabstimmung werden nach dem 20. August die sechs Siegerinnen und Sieger ermittelt.
  • Die Preise: 1.-3. Platz: Ein verlängertes Wochenende im Seminar- und Gästehaus Zielinger im elsässischen Petersbach. Hier betreibt der Mannheimer Verleger Ulrich Wellhöfer ein Kultur- und Seminarhaus. Die Siegerinnen und Sieger können in historischem Ambiente im Haus oder den Lauben und Gärten Inspiration für ihre Projekte finden und sich austauschen. Wie immer bei seinen Autoren-Seminaren auch, verwöhnt Wellhöfer seine Gäste zur Begrüßung mit elsässischen Spezialitäten, so auch am Auftaktabend mit den Gewinnerinnen und Gewinnern beim Feiern ihrer Texte.
  • 4.-6. Platz: Ein Büchergutschein von jeweils 100 Euro von der Mannheimer Buchhandlung Schmitt & Hahn (für auswärtig wohnende Siegerinnen und Sieger auch im Onlineshop von Schmitt & Hahn einlösbar).
  • Weitere Informationen: Alle weiteren Info folgen zum Beginn des Finales am 23. Juli.

Bei den mehr als 100 Einsendungen erwachsener Leserinnen und Leser gab es mitunter ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Es gab eine Vielzahl sehr emotionaler Geschichten über Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg, über Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus, mit Gewalt und der Sehnsucht nach Frieden, aber auch originelle Geschichten jenseits konkreter Auseinandersetzungen durch militärische Handlungen.

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Die Jury hat es sich nicht leicht gemacht, doch nach mehrmaligem Betrachten und Prüfen aller eingesandten Manuskripte sowie einer Bewertung per Punktesystem stehen die zwölf Geschichten für die Endrunde ab 23. Juli fest. Stark vertreten sind dabei Autorinnen und Autoren von der Bergstraße und aus dem Fränkischen, aus Mannheim, Heidelberg und Schwetzingen hat es jeweils nur eine Erzählung ins Finale geschafft.

Ausgangspunkt des Wettschreibens war ja das vielleicht etwas vermessen angesetzte Thema „Krieg und Frieden“, schwingt bei dem Titel doch recht schnell der Kosmos des gleichnamigen großen Romans mit, den der russische Schriftsteller Leo Tolstoi geschrieben hat und der als einer der bedeutendsten Werke der Weltliteratur gilt. Ohne zu übertreiben darf man sagen: Wie Tolstois „Krieg und Frieden“ waren auch die eingesandten Erzählungen in Summe historische Exkurse, waren röntgenartige Blicke in die Gesellschaften von gestern und heute, teils auch virtuose Darstellungen persönlicher Schicksale und Studien bemerkenswerter Charaktere.

Dafür ist die Redaktion allen Autorinnen und Autoren überaus dankbar. Dass nicht alle gewinnen können, liegt in der Natur der Sache. Nun aber freuen wir uns auf die Produktion aller Geschichten in Wort und Ton, die die kommenden Wochen ansteht.

Ressortleitung Stefan M. Dettlinger leitet das Kulturressort des „MM“ seit 2006.

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