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Die App, die es zu gut meint

Lukas Heylmann über morgendlichen „Spaß“ mit der Deutschen Bahn

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Lukas Heylmann
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Kritik an der Deutschen Bahn ist oftmals so verdient wie uninteressant. Als Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs werden einem Verspätungen schnell egal, wenn sie einen keinen Anschluss kosten. Eine Oberleitungsstörung, die einen kompletten Hauptbahnhof lahmlegt wie am Dienstag in Mannheim ist da schon eine andere Hausnummer.

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Wer täglich pendelt, kennt aber ja seine Tricks und weiß: Von Mannheim nach Schwetzingen geht es nicht nur mit dem Zug. Blöd ist dann, wenn sowohl die App der Deutschen Bahn als auch die Website des RNV es so gut mit dem Fahrgast meinen, dass sie ihm die enervierend langsame Busverbindung nicht mal anzeigen – vermutlich weil niemand so doof sein kann, die komplette Strecke mit dem Bus zu fahren. Aber der braucht nun mal keine Oberleitung. Auf eigene Faust ist herauszufinden, dass manche Buslinien nicht von der Sperrung des Bahnhofsvorplatzes in Mannheim betroffen sind, darunter die 710 nach Schwetzingen. Der erste auffindbare Bus stellt sich als Misserfolg heraus, denn der fährt nur nach Ketsch. Das hilft marginal, im Grunde hilft es überhaupt nicht. Wenig später – pünktlich zum angepeilten Dienstbeginn in Schwetzingen, wo man ja aber erst mal sein müsste – erscheint der gewünschte Bus. Und die 45-minütige Fahrt führt unmissverständlich vor Augen, wie weit 17 Kilometer sein können, wenn der Weg durch Neckarau, Rheinau und Brühl führt.

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