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Hockenheimring - Probleme machen die täglichen Touristenfahrten Was zählt die Lebensqualität?

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Angeregt durch viele Leserbriefe zum Thema Lärmbelästigung und mangelndem Umweltschutz vom Motodrom möchte ich als Hockenheimerin, die über 80 Jahre hier lebt und den Ring und die Begebenheiten seit der Jugend kennt, einige Anmerkungen machen.

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Ich betone, dass ich nicht gegen „normale“ Rennveranstaltungen, Konzerte et cetera bin. Aber in den letzten Jahren hat sich das alltägliche Leben in Hockenheim durch den penetranten Dauerlärm verändert und ist auch nicht mehr angenehm.

Es ist unmöglich bei sommerlichem Wetter, Zeit im Garten und auf der Terrasse entspannt zu verbringen. Dies ist auch nicht in den Abendstunden, an Sonn- und Feiertagen möglich, wo ja allgemeine Ruhe vorherrschen sollte.

Nahezu täglich wird von 9 bis 20 Uhr die Strecke vermietet, sowohl an Privatfahrer und an in- und ausländische Automobil- und Motorradclubs. Da frage ich mich, warum Mitglieder des Gemeinderates nicht Einschränkungen zum Wohle der Bürger und Bürgerinnen vornehmen, zumal ja seit Jahren das Problem bekannt ist und alle Fraktionen stimmberechtigt in der Gesellschafterversammlung der Hockenheimring GmbH vertreten sind. Meiner Auffassung nach sollte sowohl der Lärmpegel der Höhe nach reduziert als auch die Stundenzahl auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Ich habe zudem Bedenken, ob die Lärm- und Klimaschutzauflagen ausreichend geprüft und beachtet werden. Ich habe Verständnis, dass der Ring weiter existieren will und hierfür Einnahmen notwendig sind. Aber nicht zulasten der Gesundheit der Bürger von Hockenheim!

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Überall kann man heutzutage in den Medien über Lärm- und Umweltschutz, den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel und E-Automobile oder ähnliche Dinge lesen. Allerdings hört man nichts zum Thema Motodrom von den politisch Verantwortlichen in Hockenheim. Fehlmeldung – trotz der vielen Leserbriefe in den letzten Wochen. In Nachbargemeinden wird gemeinsam gegen Lärm vorgegangen. Zum Beispiel in Altlußheim gegen Fluglärm an Wochenenden, verursacht durch Hobbypiloten.

Ein Umdenken unserer Kommunalpolitiker ist unbedingt erforderlich, damit Hockenheim wieder lebenswerter wird.

Ilse Müller, Hockenheim

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