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Spendenübergabe - Kuchenverkauf wirkt noch lange nach / Schicksal der Menschen in Katastrophengebieten berührt Vereinsmitglieder

Brühler Vogelzüchter geben 1000 Euro für Fluthilfe

Von 
Ralf Strauch
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1000 Euro als Spende für die Flutopfer in Sinzig übergeben vom Kanarienzucht- und Vogelschutzverein (v. r.) Klaus Schmitt, Josef und Elisabeth Kubitschek an Redaktionsleiterin Katja Bauroth. © strauch

Brühl. „Das Schicksal der Menschen in den Katastrophengebieten und alles, was die Anwohner dort in diesen Tagen der Flut und danach erlebt haben, ist uns so nahe gegangen, dass wir ganz schnell beschlossen haben, eine finanzielle Hilfe zu leisten“, erklärt der Vorsitzende des Kanarienzucht- und Vogelschutzvereins Josef Kubitschek. Sein Stellvertreter Klaus Schmitt ergänzt, dass man bei all dem Leid nicht habe wegschauen können.

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Und so wurde von den Mitgliedern beschlossen, dass Kassenwartin Elisabeth Kubitschek aus dem Vermögen des Vereins 1000 Euro in den Dienst der guten Sache stellen möge. In der Geschäftsstelle unserer Zeitung in Schwetzingen wurde der Betrag am Dienstagnachmittag für die Hilfsaktion in Sinzig an Redaktionsleiterin Katja Bauroth überreicht. „Das ist toll, dass sie sich so engagiert zeigen“, freute die Redakteurin sich bei der Spendenübergabe und dankte im Namen der Menschen, denen so geholfen werden kann.

Das Geld war bei den Vogelaus-stellungen und den Straßenfesten durch den legendären Kuchenverkauf des Kanarienzucht- und Vogelschutzvereins erwirtschaftet worden. „Wir haben manchmal 50 Kuchen für diese Veranstaltungen gebacken“, erinnert sich Elisabeth Kubitschek an frühere Zeiten, denn am Rohrhofer Sommerfest beteiligt sich der Verein schon lange nicht mehr, weil es die Altersstruktur des Vereins nicht mehr zulasse. Und auch die viel besuchten Vogelschauen in den Räumen unterhalb der Schillerschulhalle wurden schweren Herzens vor wenigen Jahren aufgegeben. Zwar züchten die Vorstandsmitglieder weiterhin Kanarien, Dompfaffen, Diestelfinken und andere Vogelarten, doch längst nicht mehr in dem Umfang wie einst. „Es fehlt uns einfach der Vereinsnachwuchs“, bedauert Kubitschek.

Weiterhin aktiv sind die Vereinsmitglieder aber bei der Winterfütterung der Wildvögel auf den Friedhöfen in Brühl und Rohrhof. „Es gibt den Kanarienzucht- und Vogelschutzverein also noch weiterhin – allerdings nicht mehr so sehr in der öffentlichen Wahrnehmung“, stellt das Vorstandstrio im Gespräch bei der Spendenübergabe mit Nachdruck fest.

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„Da ist es doch schön, dass wir mit dem Geld jetzt Menschen in Not helfen können“, so die Kassenwartin. „Und die Spendengelder werden dringend gebraucht“, berichtet Bauroth aus eigener Erfahrung, denn schon mehrfach war sie als Helferin vor Ort, „da wird noch immer an allen Ecken und Enden aufgeräumt und es fehlt an vielen Dingen“. ras

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