BürgerKontaktBüro

Geschichte des Apfels im Blick

Kultur-Café feiert kulinarisches und literarisches Herbstfest

Von 
Sabine Geschwill
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Ilse Bührer (rechts), Leiterin des Kultur-Cafés, freut sich mit ihrem Team, dass das herzhafte Speisenangebot beim Herbstfest gut bei den Besuchern ankommt. © Geschwill

Eppelheim. Statt Kaffee und Kuchen gab es beim Herbstfest des BürgerKontaktBüros Herzhaftes. Kultur-Café-Leiterin Ilse Bührer hatte mit ihrem Helferteam badische Schäufele mit Sauerkraut und Kartoffelsalat sowie Wienerle mit Beilagen vorbereitet. „Wir wollten nicht einfach Zwiebelkuchen und neuen Wein anbieten, sondern etwas Besonderes machen“, meinte sie. Bührer war für die Zubereitung der badischen Spezialität zuständig, die gerne in den Herbst- und Wintermonaten gegessen wird.

Christa Burkhardt hatte die Vorbereitung von Sauerkraut, Kartoffelsalat und Wiener Würstchen übernommen. Doris Bieniek und Inge Bitz halfen mit, die Speisen im Rathauskeller in Buffetform anzurichten, damit die Besucher frei wählen konnten. Als Getränke wurden Bier, Weinschorle und Wasser ausgeschenkt. Das herzhafte Speisenangebot kam gut an. Etwa 20 Senioren waren der Einladung zum Herbstfest, das nicht nur für Mitglieder, sondern für alle Bürger offen war, gefolgt und freuten sich auf einen schönen und unterhaltsamen Nachmittag. Die Tische im Rathauskeller hatte das Organisationsteam hübsch eingedeckt und dekoriert.

Bührer hatte zur Unterhaltung zum Herbstmotto passend aus dem Buch „Symbolik der Pflanzen“ von Marianne Beuchert etwas Kulturgeschichtliches über den Apfel als typische Herbstfrucht mitgebracht. Als eine der ersten Sammlerfrüchte habe der Apfel einen langen, von unterschiedlichen Symbolabbildungen begleiteten Weg hinter sich, wusste sie zu berichten. „Vieles, was heute in der Rückschau als Apfel bezeichnet wird, war wohl gar keiner“, erklärte sie. Denn in früheren Jahrhunderten seien Apfel, Quitte, Granatapfel und selbst Feigen oft mit dem gleichen Namen benannt worden. Auch die in der Bibel beschriebene Geschichte im Paradies habe sich wohl zu der damaligen Zeit mit einer anderen Frucht als dem Apfel zugetragen.

Bekannt als Liebes- und Fruchtbarkeitssymbol sei der Apfel bei allen Völkern. Auch im Christentum sei bei einigen Darstellung Maria mit einem Apfel in der Hand zu sehen. In Europa – vor allem bei den Kelten – habe der Apfel den Ruf gehabt, magische Kräfte zu besitzen. Äpfel seien zum Symbol der Heiligkeit und spirituellen Wissens geworden.

Nach dem kulturgeschichtlichen Ausflug gab Ilse Bührer, zweite Vorsitzende des BürgerKontaktBüros, einen Ausblick: Am 20. November geht es um 17 Uhr für Kulturinteressierte ins Zimmertheater nach Heidelberg. Am Freitag, 25. November, sind Mitglieder um 16 Uhr in den Rathauskeller zur Mitgliederversammlung eingeladen. Am 28. November wird es ab 15 Uhr beim letzten Café-Nachmittag des Jahres weihnachtlich und im Dezember steht ein Besuch der Ausstellung „Die Habsburger“ mit einem Weihnachtsmarktbesuch an.

Freie Autorin Ich bin seit 1995 als freie Journalistin und Fotografin für die Schwetzinger Zeitung im Einsatz und betreue dabei hauptsächlich den Lokalbereich Eppelheim.