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Hockenheimer CDU-Fraktion spendet ersten Baum für geplante Streuobstwiese

Gut Ding will Weile haben – unter diesem Motto sieht die CDU-Fraktion ihren Antrag, in Hockenheim eine Streuobstwiese auf Spendenbasis einzurichten.

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Das Bild zeigt v.l.n.r.: Patrick Stypa, Aline Kramer, Christoph Kühnle, Bärbel Hesping, Antje Fischer-Daniel, Fritz Rösch, Markus Fuchs © cdu

Hockenheim. Gut Ding will Weile haben – unter diesem Motto sieht die CDU-Fraktion ihren Antrag, in Hockenheim eine Streuobstwiese auf Spendenbasis einzurichten. Bereits vor zehn Jahren hatte die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Bärbel Hesping mit einer Hochzeitswiese die Idee dazu: Frischvermählte spenden einen Hochzeitbaum als Symbol für Kraft, Stärke und Beständigkeit.

Nachdem der damalige Antrag mangels geeigneter Flächen nicht umgesetzt worden war, probierte es die CDU-Fraktion im April 2021 noch einmal. „Dieses Mal fasste man den Antrag mit einer Streuobstwiese bewusst weiter, um den möglichen Spenderkreis zu erweitern“, heißt es in einer Pressemitteilung der Christdemokraten, „und siehe da: Dieses Mal fand die Stadtverwaltung eine Freifläche im Gewann ,Auf die Mühlgärten’, umrahmt von Kraichbach, Stöcketweg und Südring.“

Stück für Stück erweitern

Die Idee: Sobald 500 Euro bei der Stadtverwaltung an Spenden eingehen, pflanzt die Kommune einen Obstbaum. Mit der Spende werden die Beschaffungs- und Pflanzungskosten bezahlt sowie die Pflegekosten für fünf Jahre. „Alle Hockenheimerinnen und alle Hockenheimer, die etwas Gutes für Insekten und für Vögel und somit für mehr Artenvielfalt tun wollen, können nun für einen Obstbaum spenden“, freute sich Bärbel Hesping sichtlich bei einem Vor-Ort-Besuch.

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Selbstredend für die sechs CDU-Ratsmitglieder, dass man nicht nur einen Antrag einbringt, sondern sich mit einer Spende von insgesamt 600 Euro beteiligt, sodass die Finanzierung des ersten Baumes bereits gesichert ist und es mit der Streuobstwiese spätestens im Frühjahr nächsten Jahres losgehen kann.

Weitere 18 Bäume könnten auf dem Grundstück noch gepflanzt werden – vorausgesetzt, es finden sich genügend Spender.

Für Fritz Rösch – der erst vor wenigen Wochen selbst eine Spendenaktion für drei Birnenbäume auf der benachbarten HÖP-Wiese initiiert hatte – schließt sich damit ein Kreis: „Bereits vor über 60 Jahren standen an dieser Stelle Obstbäume, die dann aber gerodet wurden. Mein Großvater hat auf einem Nachbargrundstück versucht Spargel anzubauen, aber der Ackerboden hier ist dafür zu mager.“ Von daher mache die Anpflanzung von Obstbäumen auf dem brachliegenden Gelände Sinn, meint er noch. Und mit der entsprechenden Bepflanzung und regelmäßigen Pflege könnten die Obstbäume aus seiner Sicht auch gedeihen.

„500 Euro mögen viel klingen, aber die erwarteten Gesamtkosten für die Stadt sind mit 1250 Euro für fünf Jahre und pro Baum deutlich höher. Es gibt uns allen eine Idee, wie viel Geld allein die Stadt Hockenheim für die Pflege der vielen Hundert Bäume im Stadtbezirk aufbringt“, so Aline Kramer, die die Geburt ihrer Tochter gerne zum Anlass nahm, sich an der Spendenaktion zu beteiligen. Auch Antje Fischer-Daniel möchte etwas spenden, nachdem sie von der Spendenaktion gehört hatte und spontan an dem Besichtigungstermin teilnahm.

BI-Aktion hat Mut gemacht

Die Hockenheimer Christdemokraten verweisen auf die erfolgreiche Spendensammlung der Stadt Hockenheim zum Skaterpark sowie auch die Baumspendenaktion der Bürgerinitiative „Pro Stadtwald C4“. „Das hat uns Mut gemacht, dass auch diese Aktion erfolgreich sein kann. Nun liegt es an jedem von uns, was daraus zu machen“, so Christoph Kühnle, der bereits im Frühjahr einen Apfelbaum auf seinem Grundstück gepflanzt hat.

Der abschließende Dank der CDU Hockenheim geht an die Bauverwaltung im Rathaus und da namentlich an Christian Engel und Matthias Degen für die Umsetzung des Antrags sowie an alle anderen Fraktionen des Gemeinderats für die Zustimmung. 

Info: Baumspenden können an Konto bei der Sparkasse Heidelberg unter dem Betreff „Baumspende Obstbaumwiese“ überwiesen werden, IBAN: DE52 6725 0020 0006 2012 53.