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Theodor-Heuss-Realschule

„Was ist, wenn ihr einfach die Welt rettet?“

Insgesamt 109 Absolventen erhalten ihr Abschlusszeugnis – Ilayda Kurz ist die Beste und wird mit dem Schulpreis belohnt

Von 
Elke Barker
Lesedauer: 
„Geht raus in eure Welt. Ab in die Zukunft“ – mit diesen Worten entlässt Rektor Jürgen Wolf die Absolventen nach der Zeugnisübergabe in der Stadthalle. © Lenhardt

Harte Arbeit wird von Erfolg gekrönt. Das haben die 109 Absolventen der Theodor-Heuss-Realschule bewiesen, die keine Anstrengung und keine Mühe auf dem Weg zu ihrem Schulabschluss scheuten: 84 Schüler erhielten die Mittlere Reife, 25 Schüler den Hauptschulabschluss. In der Stadthalle durften sie ihre Zeugnisse entgegennehmen und wurden mit vielen guten Wünschen in die Zukunft entlassen. Ilayda Kurz aus der 10c hat einen Gesamtnotendurchschnitt von 1,4. Sie ist damit Schulbeste und erhielt den Theodor-Heuss-Schulpreis.

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Trommelnd begrüßte die Klasse 8b unter Leitung von Birgit Stassen mit einem „Samba batucada“ die vielen Gäste, allen voran die Schüler mit ihren Familien, Lehrer sowie Vertreter aus der Schul- und Verwaltungsgemeinschaft. Hanna Bühler und Paula Stephan moderierten charmant und eloquent den festlichen Abend, während ihn Veronika Woltmann, Yasemin Ala und Emily Müller am Klavier mit den Stücken „Naruto no theme“, „Experience“ und „River flows in you“ musikalisch umrahmten.

Die Preisträger

  • Ilayda Kurz (Schul- und Klassenbeste 10c, Bestleistung in Deutsch, Preis des Oberbürgermeisters in Gemeinschaftskunde),
  • Lucas Bilic (Bestleistung Mathematik, Englisch 9f ), Maximilian Briese (Klassenbester 10a), Kevin Hering (Bestleistung in Technik 10a), Janek Klinga (Bestleistung Gesamtschnitt Lob 10b), Kiara-Sophie Marzluf (Klassenbeste 10b, Bestleistung in NWA, evangelischer Religion), Emely Meyer (Klassenbeste 10d, Bestleistung in Ethik), Alex Milkow (Bestleistung Deutsch 9f), Artitaya Morhammad (Bestleistung in evangelischer Religion 10a),
  • Emily Müller (Bestleistung in NWA, AES, Theodor-Heuss-Preis in Geschichte, Bestleistung Gesamtschnitt Lob 10b), Marco Müller (Bestleistung Gesamtschnitt Lob 10b), Litizia Peilert (Bestleistung im Projektprüfungsfach WBS 9f), Aldijon Salihu (Bestleistung in NWA, Preis des Elternbeirates in Mathematik),
  • Hannah Sophie Schel (Bestleistung Englisch, Ethik, Französisch, Bestleistung Gesamtschnitt Lob 10b), Marija Stipanovic (Bestleistung in katholischer Religion 10 c) und Lara Strese (Bestleistung Gesamtschnitt Lob 10c).

Konrektor Robin Pitsch freute sich über die bestandenen Abschlüsse und bescheinigte den Absolventen: „Nach dem heutigen Abend seid ihr frei. Niemand wird euch sagen, dass ihr noch Hausaufgaben machen müsst, dass ihr noch lernen müsst. Ihr entscheidet, wie viel Zeit und Hirnschmalz ihr in eure Ausbildung investiert. Ihr entscheidet, wie tief ihr euch mit einer Materie auseinandersetzt. Ihr werdet jetzt als reife Persönlichkeiten in die Gesellschaft entlassen. Ihr seid frei, tragt aber auch die Verantwortung für die Konsequenzen eures Handelns.“ Pitsch schloss seine Rede mit der Hoffnung auf eine zufriedenstellende Zukunft und dem Wunsch, dass sich die Absolventen gerne an ihre Schulzeit zurückerinnern mögen.

Ein Höhepunkt und Abschied

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Veröffentlicht
Von
Volker Widdrat
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Rektor Jürgen Wolf freute sich, dass man nach zwei Jahren, in denen man Corona-bedingt auf die Seebühne habe ausweichen müssen, nun wieder in der Stadthalle feiern könne und gratulierte zum bestandenen Abschluss. „Ihr alle habt zum ersten Mal eine Prüfung gemacht, euer Schulabschluss ist ein Höhepunkt und ein Abschied zugleich“, so Wolf. Dabei freute er sich besonders für diejenigen, die trotz Schwächen in dem einen oder anderen Fach Noten geschafft haben, die ihnen keiner zugetraut hätte.

„School is over“, so der Rektor weiter. Und mit Blick auf die Menge der schmuck herausgeputzten jungen Menschen: „Wir entlassen euch in eine Welt, die wir uns vor Kurzem noch nicht vorstellen konnten.“ Überschwemmungen in Deutschland, der Ukraine-Krieg, die Energiekrise, der Klimawandel – die Probleme seien immens, weshalb er sich frage: „Was ist das für eine Welt, wo alle die Probleme sehen, aber niemand handelt?“ Und an die Schüler gewandt: „Ihr habt euch in den Prüfungen bewiesen, ihr habt gezeigt, was in euch steckt. Was ist, wenn ihr einfach die Welt rettet?“ Denn: Noch sei Zeit, aber jeder müsse etwas tun, nur so könne man die Krisen überwinden.

Dankbarkeit spürte man bei den Schülern, die sich mit musikuntermalten Fotoimpressionen aus ihrer gesamten Schulzeit, Geschenken und sehr persönlichen Worten von ihren Lehrern, insbesondere den Klassenlehrern, verabschiedeten. Rose-Schlotterbeck-Nafar (10a) wurde für ihre „liebevolle und verständnisvolle Art“ gewürdigt, wohingegen es von Sven Dehoust (10b) hieß: „Als er das erste Mal lächelte“, war der Bann gebrochen. Damir Planic (10c) wiederum ist den Schülern „ans Herz gewachsen“ und Markus Engler (10d) galt als „Ehrenmann aller Zeiten“. Anita Vrljicak (9f) kam den Dankesworten ihrer Schüler zuvor, trat ans Mikrofon und gab zu: „Ein bisschen werde ich euch vermissen.“

Die beiden Schülersprecher Marija Stipanovic (10c) und Enes Öztürk (10d) erinnerten an den Weg, der mit der Schultüte begann und mit dem Abschlusszeugnis endete und dankten der gesamten SMV, Lehrern und Schulleitung für ihre Unterstützung und Toleranz.

Oberbürgermeister Marcus Zeitler betonte in seinen Worten, dass kein Abschluss ohne Anschluss sei. Dabei verwies er auf den derzeitigen Fachkräftemangel und in eigener Sache darauf, dass in der Stadtverwaltung noch 19 offene Stellen zu besetzen seien. „Wer sich also bewerben möchte, nur zu“, forderte er die jungen Menschen auf. Das Wichtigste allerdings in unserer Zeit sei der Frieden, weshalb er riet: „Wenn ihr heute das Glas erhebt, dann trinkt auch auf den Weltfrieden.“

In die Schar der Gratulanten reihte sich Michael Damian vom Hockenheimer Marketing Verein ein, der für jedes Zeugnis eine Rennstadtkarte im Wert von zehn Euro vergab.

Unveränderlicher Wert

Die Elternbeiratsvorsitzende Michiko Riesz wiederum gab drei Dinge mit auf den Weg. „Erkennt, wer ihr wirklich seid. Was wollt ihr? Welchen Fußabdruck wollt ihr hinterlassen?“ Im Anschluss demonstrierte sie an einem Hundert-Euro-Schein, der, ob man ihn zerknickt, in der Mitte zerreißt oder in Wasser hält, immer noch ein Hundert-Euro-Schein bleibt, den unveränderlichen Wert eines Menschen. „Erkennt euren Wert, denn egal, was passiert, ihr seid wertvoll,“ gab Riesz mit auf den Weg.

Als dritten Ratschlag nannte sie den Glauben an sich selbst. „Wenn andere euch sagen, ihr seid toll, dann müsst ihr es auch glauben. Glaubt an euch, an eure Träume, an eure Ziele.“

Nach der Zeugnisübergabe dankte Rektor Jürgen Wolf all denjenigen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten und rief den Schülern ein letztes Mal zu: „Geht raus in eure Welt. Ab in die Zukunft!“

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