Hochwasser - Wildgehege auf der Rheininsel nur mit dem Boot erreichbar / Alarmplan im vergangenen Jahr überarbeitet / Pegel in Maxau gibt den Ausschlag Ketscher Feuerwehr muss Wildschweine füttern

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Marco Brückl
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Ketsch liegt erhöht, weshalb die Feuerwehr noch keine Bereitschaft einrichtete. Doch hier auf der Altrheinbrücke bekommt man bald nasse Füße. © Wolfgang Schwindtner

Ketsch. In Bereitschaftsdienst musste sich die Freiwillige Feuerwehr Ketsch wegen des Hochwassers noch nicht begeben – anders als die Kollegen in Brühl. „Ketsch liegt sehr hoch“, sagt Kommandant Thomas Maier und stellt den Vergleich an. Das heißt aber nicht, dass die Ketscher die Füße hochlegen können – ein Wildschweineinsatz musste schon sein.

Hochwasser Ketscher Alarmplan auf erster Stufe

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„Die Tiere sind wohlgenährt“, sagt Thomas Maier, nachdem die Feuerwehr bei der Fütterung ihre Unterstützung leistete. Der Fußweg auf der Rheininsel bis zum Wildschweingehege liegt unter Wasser. Die Tiere, die sonst von Hubert Schäfer ihr Futter bekommen, sind per pedes nicht zu erreichen. Da trifft es sich gut, dass die Feuerwehr über die nötige Ausstattung verfügt. Und tatsächlich wurde das Futter am Dienstag mit dem Boot zu den Wildschweinen gebracht – so mancher wunderte sich aufgrund des Feuerwehrwagens, ob die Altrheinbrücke in den Fluten womöglich untergeht. Wenn die Altrheinbrücke im Wasser versinkt, befindet sich die Hochwasser-Alarmplanung in einer anderen Phase.

Momentan sei die unterste Stufe, die Überwachungsphase, aktiv. Dann befänden sich Bauhof und Feuerwehr in Habachtstellung, erklärt Hauptamtsleiter Ulrich Knörzer. Der Phase entspreche ein Pegelstand in Maxau von 6,50 Metern. Nach den im vergangenen Jahr überarbeiteten Hochwasser-Alarmplan wird es ab einem Pegel in Maxau von 8,61 Meter kritischer für Ketsch und dementsprechend antworten Verwaltung und Feuerwehr mit der Alarmstufe eins. Dann wird ein Einsatzstab gebildet. Denn nun hat man es mit einem Hochwasserereignis zu tun, das alle zehn Jahre oder noch seltener vorkommt.

Steige der Maxauer Pegel auf 9,39 Meter, werde die Alarmstufe zwei ausgelöst, erklärt Ulrich Knörzer. In diesem Falle deute alles darauf hin, dass Ketsch von einem Hochwasser heimgesucht wird wie es nur alle 100 Jahre zu erleben ist. In Maxau wurden am Mittwoch um 14.30 Uhr 8,03 Meter gemessen – die Kurve der Vorhersage deutete aber noch weiter nach oben.

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