Evangelische Kirchengemeinde

Flautento begeistert beim Kirchenkonzert

Flötenensemble spielt klassische Werke am Totensonntag

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kg
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Das Ensemble Flautento begeistert die Zuhörer in der evangelischen Kirche sowohl mit seinem Repertoire als auch mit der Fertig-keit seiner Instrumentalistinnen. © Kirchengemeinde

Neulußheim. In der evangelischen Kirche fand am Totensonntag ein Konzert des Flötenensembles Flautento statt. Das im Jahr 2012 gegründete, mit zehn Musikerinnen überregional besetzte Ensemble, machte in den letzten Jahren durch bemerkenswerte Konzerte im süddeutschen Raum auf sich aufmerksam. Das breit gefächerte Repertoire reicht dabei von der Renaissance, über Barock, Klassik, Romantik bis in die Moderne des 20. Jahrhunderts. Initiatorin des Konzertes war Anke Palmer, Mitglied von Flautento und Lehrerin für Querflöte an der Musikschule Hockenheim.

Auch in der evangelischen Kirche blieb sich das Ensemble treu und beeindruckte mit einer sehr gelungenen Konzeption, die mit passender Musik und den von der Pfarrerin Katharina Garben sorgfältig dazu abgestimmten und vorgetragenen Texten einherging, das zahlreich erschienene Publikum.

Beeindruckende Akustik

Der ausgewogene, kompakte und zuweilen orchestrale Klang des Ensembles überzeugte auf der ganzen Linie und schuf in der beeindruckenden Akustik, der 1909 erbauten Kirche, eine feierliche und ansprechende Atmosphäre, der man sich nicht entziehen konnte.

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zg
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Das Klangspektrum erstreckt sich von der Piccolo- bis zur selten gespielten Kontrabassflöte. Das Ensemble Flautento besteht aus den Musikerinnen Beate Däschler, Susanne Pister, Claudia Scheuber, Dorothee Sima, Susanne Günther, Anke Palmer, Christine Matejcek, Annette Haberkern sowie Stefanie Glaubitz und Ulrike Wettach-Weidemaier.

Durch den Einsatz verschiedener Instrumente, von der hell strahlenden Piccoloflöte bis hin zu der dunklen Kontrabassflöte, kamen alle Typen der Querflöte zum Einsatz und sorgten, insbesondere in den romantischen Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy (Andante aus der Italienischen Sinfonie), Johannes Brahms („Wie lieblich sind Deine Wohnungen“ aus dem Deutschen Requiem) und John Rutter „Prélude“ und „Aria“ aus der Suite antique, für den notwendigen symphonischen Klang.

Bekannte Weisen erklingen

Aber auch in den eher kammermusikalischen Werken des Programms, wie Maurice Ravels „Laideronette, Impératrice des pagodes“ aus dem ursprünglichen Klavierzyklus „Ma mére l´oye“, dem Ave Verum von Wolfgang Amadeus Mozart oder der „Canzon Septimi Toni a 8“ von Giovanni Gabrieli, sorgte das hervorragend musizierende Ensemble durch reizvolle Mischung des Instrumentariums, stilistische Sicherheit und dynamische Variabilität für ein beeindruckendes Musikerlebnis.

Flautento beendete das Konzert mit dem „Kanon“ von Johann Pachelbel und bedankte sich bei dem begeistert applaudierendem Publikum mit einer nicht minder bekannten Zugabe, dem „Abendsegen“ aus Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel. kg