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SZ-Kandidatenforum

Bürgermeisterwahl in Oftersheim: Jens Geiß und Pascal Seidel stellen sich Leserfragen

Jens Geiß und Pascal Seidel bleiben bei ihren letzten Statements vor Sonntag dabei, einen Wahlkampf in Harmonie zu führen und beantworten eine Dreiviertelstunde lang die Fragen der Leser dieser Zeitung.

Von 
Joachim Klaehn
Lesedauer: 
Informativ, locker und an einigen Stellen sogar humorvoll: Die Oftersheimer Bürgermeisterkandidaten Jens Geiß (l.) und Pascal Seidel (r.) stellen sich beim SZ-Kandidatenforum mit Redakteur und Moderator Joachim Klaehn (M.) den Fragen unserer Leser und Nutzer. Am Sonntag sind die Wähler dran. © Schwierz/Eppel

Schwetzingen/Oftersheim. Sie fragen – wir drehen. Und die beiden Bürgermeisterkandidaten Jens Geiß (47) und Pascal Seidel (39) nutzten das Kandidatenforum der Schwetzinger Zeitung, um Themen unserer Leser und Nutzer zu beantworten. Letztmalig vor dem Wahlsonntag in Oftersheim stellten sich die Lokalmatadore bereitwillig zur Verfügung – und dabei wurden sie von zwei Online-Redakteurinnen eine dreiviertel Stunde lang gefilmt. Herausgekommen ist dabei ein Video, das sich auf unserer Internetseite je nach Gusto in ganzer Länge oder eben ausschnittsweise anschauen lässt.

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Ein Dutzend Fragen hatte sich der Moderator bei der Veranstaltungspremiere herausgepickt. Die meisten davon waren Leserfragen, garniert mit rahmengebenden journalistischen Ein- und Ausstiegen in die Inhalte. Es sei nicht verschwiegen, dass es dabei auch bei einer über Instagram gestellten Frage zu einem lustigen Missverständnis kam. Manchmal bietet die deutsche Sprache Besonderheiten – und ob nunmehr „das Rasen“ oder „der Rasen“ gemeint war, macht eben einen wesentlichen Unterschied aus. Die beiden Gäste sowie der Moderator nahmen diese Hürde mit Heiterkeit. Frei nach Karl Valentin: „Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische.“

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Jens Geiß und Pascal Seidel waren zur Mittagszeit im Kundenforum dieser Zeitung, die zum Filmstudio umfunktioniert wurde und als dauerhafte Hintergrundkulisse die Fototapete mit einem malerischen Motiv aus dem Schwetzinger Schlossgarten zu bieten hat.

Launig und vor allem sehr mutig war die Frage von Timo E. Kettern, der mit seiner Familie im Viertel Nord-West wohnt, wie die beiden Kandidaten – ach ja, Samuel Speitelsbach (35) hatten wir ebenfalls eingeladen und eine telefonische Absage erhalten – zu einer Zusammenlegung der Stadt Schwetzingen sowie den Gemeinden Oftersheim und Plankstadt denn stünden? Vorneweg: Beide Herren mussten schmunzeln. Seriös sagte Geiß: „Es ist gut, dass wir eigenständig sind. Und sehr gut und konstruktiv zusammenarbeiten.“ Seidel erinnerte daran: „Oftersheim hat das vor langer Zeit in einem Bürgervotum abgelehnt. Aber wir arbeiten interkommunal zusammen, beispielsweise bei der Feuerwehr, im Sinne eines wirtschaftlichen Handelns.“

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Die Fragenden beschäftigten vorwiegend die klassischen Themen wie Verkehr, Lärmbelästigungen, Natur- und Umweltschutz, Zuschüsse für „Balkonkraftwerke“, die Dünenlandschaft als Naherholungsgebiet sowie das Szenario des Neubaus einer Mehrzweckhalle. Letzteres können sich beide Kontrahenten schwer vorstellen. Geiß: „Die Preisentwicklung im Bausektor lässt das derzeit nicht zu.“ Seidel: „Im April gab es ein Kamingespräch bei der HG, die schon in weiteren Überlegungen eines Hallenneubaus sind.“ Schaun mer mal ...

Wahlhelfer zur Bürgermeisterwahl in Oftersheim



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Warum man Geiß und Seidel jeweils unbedingt die Stimme geben muss, sagten die Kandidaten ohne Umschweife auch. Geiß: „Weil ich in den vergangenen acht Jahren gezeigt habe, dass ich mit verschiedenen Fragestellungen und Facetten des Bürgermeisteramtes umgehen kann.“ Und: „Es steht was Handfestes, zum Beispiel das Rettungszentrum.“ Seidel: „Ich denke, dass ich ein gutes Gesamtpaket für die Gemeinde bin.“ Und: „Ich kann zuhören.“ Bemerkenswert ist ohnehin, wie die Favoriten miteinander umgehen. Fair, freundschaftlich, verständnisvoll. Der gegenseitige Respekt ist auch beim SZ-Kandidatenforum deutlich spürbar. Sie begegnen sich seit Mitte Februar gewissermaßen auf Augenhöhe, haben sich vom ersten Moment von Seidels Kandidatur per Whatsapp darauf geeinigt, keine Schlammschlacht zu liefern.

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Es ist ein Wahlkampf ums höchste Amt der Hardtwaldgemeinde in Harmonie, so grotesk es klingen mag. Mit Zwischen- oder Misstönen, die vornehmlich von außen kommen, vom Gemeinderat etwa. Aber auch mit Bekenntnissen, die von einigen Fraktionen abgegeben werden. Oder Truppenanhängern von Unterstützern.

Sei’s drum: Geiß und Seidel hoffen unisono auf eine hohe Wahlbeteiligung, auf die Mechanismen einer Demokratie, auf Besonderheiten einer Persönlichkeitswahl, die eine Bürgermeisterwahl nun einmal ist. Ab jetzt ist es so, dass allein die Bürger- und Wählerschaft am Ergebnis „drehen“ kann. Sowie manche Zuflüsterer und Einflüsterer, von denen es ein paar geben soll. Vor der – hoffentlich – letzten Szene einer heimatlich geprägten Dramaturgie ...

Redaktion Seit Ewigkeiten im Mediengeschäft, seit Mai 2022 neuer Redakteur der Schwetzinger Zeitung. Reporter aus Passion - mit Allroundkompetenz. Bevorzugt menschliche Nähe sowie journalistische Distanz zur Sache.

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