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Malteser Hilfsdienst (mit Fotostrecke)

Bewegende Übergabe im Bistum Speyer

Johannes Freiherr von Warsberg übergibt die Leitung nach 22 Jahren an Dr. Christopher Wolf. Hauptberuflich ist er Justiziar und Vize-Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz.

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zg
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Der Malteser Hilfsdienst verabschiedet im Dom seinen Diözesanleiter Johannes Freiherr von Warsberg (M.) nach 22 Jahren im Amt und führt Nachfolger Dr. Christopher Wolf (l.) ein. Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer hielt den Gottesdienst ab. © Venus

Speyer. Nach 22 Jahren wurde Johannes Freiherr von Warsberg als Diözesanleiter der Malteser im Bistum Speyer mit einer Heiligen Messe im Dom verabschiedet. Seine Nachfolge übernimmt Dr. Christopher Wolf, seit März dieses Jahres bereits stellvertretender Diözesanleiter; hauptberuflich Justiziar und Vize- Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen.

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Diözesanleiter zu sein, das bedeutet die Führung von 1700 Maltesern im Haupt- und Ehrenamt an 15 Standorten in der Pfalz und Teilen des Saarlandes und das in einer ehrenamtlichen Position. Eine herausfordernde Aufgabe, die Freiherr von Warsberg im letzten Vierteljahrhundert mit viel Umsicht, Überzeugung und Zuverlässigkeit gemeistert hat. Nicht umsonst bezeichnet ihn die Helfergemeinschaft in ihrer Dankesrede als „Fels in der Brandung“.

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Speyer: Dr. Christopher Wolf übernimmt Leitung der Malteser

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Bereits seit 1983 ist Johannes Freiherr von Warsberg Mitglied bei den Maltesern. Zur Jahrtausendwende wurde er zum Diözesanleiter berufen. Unter seiner ehrenamtlichen Leitung im Tandem mit der hauptamtlichen Diözesangeschäftsführung haben sich die Malteser zu einem breit aufgestellten Dienstleister im sozialen Sektor entwickelt. Mit vielfältigen Hilfsangeboten vom Rettungsdienst und Katastrophenschutz über die Integrationsarbeit bis hin zur Unterstützung im Alter und bei der Pflege. Immer auf Basis des mehr als 950 Jahre alten Leitsatzes des Malteser Ordens „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen.“

Große Aufgaben bewältigt

„Gerade die letzten zweieinhalb Jahre haben die unglaubliche Wichtigkeit unserer Hilfsorganisation vielen Menschen nochmals deutlich vor Augen geführt“, sagt Moritz Graf Brühl, Leiter der Malteser in Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz in seinem Grußwort und meint damit das unermüdliche Engagement der Malteser in der Corona-Pandemie – vom Telefonbesuchsdienst bis zum Testzentrum. Aber auch den Großeinsatz während der Flutkatastrophe im Ahrtal und die vielfältige Hilfe für die Menschen in der Ukraine und auf der Flucht. „Teilweise gab es kaum Zeit zum Luft holen, aber wir haben viel Neues gelernt“, so Graf Brühl.

Neuer Wind und Veränderung sind wichtig und richtig, gerade in einer solch traditionsreichen Gemeinschaft. Im Idealfall verläuft eine Neuerung so schwungvoll und gleichzeitig unaufgeregt wie der Eintritt von Dr. Christopher Wolf in die Führungsreihen der Malteser. In kaum vier Monaten als stellvertretender Diözesanleiter hat er Akzente gesetzt. „Er war sofort für uns da und hat den Austausch auf Augenhöhe gesucht“, freut sich Diözesanjugendsprecher und Vorstandsmitglied Philipp Ochsner. „Beim Jugendlager genauso wie beim kurzfristig auf die Beine gestellten Benefizkonzert für die Ukraine.“ Ganz im Sinne des Mottos „Weil Nähe zählt.“

„Wir Malteser sind ganz nah dran, wenn andere Hilfe brauchen und wir sind uns auch untereinander, menschlich sehr nah“, betont der neue Diözesanleiter Wolf. „Diese Stärke der Malteser im Bistum Speyer möchte ich mit aller Kraft weiterentwickeln. Es ist gerade in diesen besonderen Zeiten enorm ermutigend zu sehen, wie Malteserinnen und Malteser in der ältesten Hilfsorganisation der Welt diese jeden Tag ein bisschen besser machen“, sagt Wolf: „Hier mit anpacken zu können, darauf freue ich mich sehr.“

Werbung für das Ehrenamt

Abschließend wirbt Wolf für das Ehrenamt bei den Maltesern. Auch hier ist eine Veränderung zu spüren, denn viele der Malteser-Urgesteine, wie sie sich selbst gerne nennen, scheiden nach und nach altersbedingt aus. Doch für Nachwuchs ist gesorgt – mehr als ein Viertel der aktiven Mitglieder im Bistum ist unter 30 Jahre alt, in mehreren Gliederungen fand bereits ein Generationenwechsel in der Leitung statt. „Die Möglichkeiten bei uns sind groß, das Ehrenamt ist vielfältig und abwechslungsreich und mit 15 Standorten in der Region sind wir auch in Ihrer Nähe“, freut sich Wolf auf neue Gesichter. 

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