Synagoge

Gedenken und mahnen

Für die Opfer des Nationalsozialismus beten

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zg
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Speyer. Jährlich findet unter dem Motto „Erinnern – Gedenken – Mahnen“ eine Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus mit Begleitprogramm statt. Auch 2023 laden die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, die Deutsch-Israelische Gesellschaft, die Jüdische Kultusgemeinde Rheinpfalz, die Katholische Erwachsenenbildung der Diözese Speyer und die Stadt zur öffentlichen Gedenkfeier ein. Sie findet diesmal am Donnerstag, 26. Januar, um 18 Uhr in der Synagoge Beith-Shalom statt.

In diesem Jahr steht das Thema „Gleichschaltung, Zensur, Propaganda und Desinformation“ im Mittelpunkt der Gedenkstunde. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler verweist auf die Brisanz medienpolitischer Gleichschaltung: „Die Bedeutung dieser Thematik im NS-Staat ist groß, aber leider wird uns nur allzu deutlich vor Augen geführt, wie aktuell medienpolitische Gleichschaltung sein kann. An vielen Orten der Welt werden von autoritären Regierungen noch immer Propaganda und Desinformation genutzt, um Demokratien zu destabilisieren, wie gerade ein Blick nach Russland zeigt. Der russische Angriffskrieg, der seit letztem Jahr mitten in Europa geführt wird, macht die konkrete Bedeutung gemeinsamen Erinnerns sichtbar: Es wird damit nicht nur der Opfer vergangener Kriege gedacht, sondern auch künftige Generationen zur Wachsamkeit aufgerufen“, sagt die OB im Vorfeld.

Die öffentliche Gedenkfeier wird gestaltet von Schülerinnen der Edith-Stein-Realschule, des Edith-Stein-Gymnasiums, Schüler des Hans-Purrmann-Gymnasiums und des Gymnasiums am Kaiserdom sowie durch Musiker des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums. zg

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