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Unterhaltsam sparen

Katja Bauroth sieht da eine interessante Win-win-Situation

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Katja Bauroth
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Theatermacher, gerade im Kleinen, haben es noch nie leicht gehabt. Doch mit der Pandemie kam’s noch mal dicker. Die Menschen sind verängstigt, möchten sich – verständlicherweise – keinesfalls mit Covid-19 infizieren. Impfschutz und Maske sind Komponenten, die diese Angst lindern können. Doch da ist dann noch die Geschichte mit dem Geld. Steigende Lebenskosten, respektive Energiepreise bereiten Menschen schlaflose Nächte. Gespart wird zuerst dort, was vermeintlich als Luxus angesehen wird – hierzu zählen Kino-, Konzert- und Theaterbesuche. Dabei ist doch gerade Kultur so wichtig: Zum einen wäre da der Bildungsaspekt, zum anderen der des Seelenstreichlers. Ja: Theater streichelt die Seele, lenkt ab vom Alltagswahnsinn, ist in meinen Augen an gesellschaftlicher Relevanz nach wie vor vollkommen unterbewertet.

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Doch jetzt kommt da noch ein anderer Aspekt hinzu: Wer ins Theater geht, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Gerade im Schwetzinger Theater am Puls geht’s schön kuschelig zu, wenn alle 95 Stühle besetzt sind. Der Wärmeaustausch wäre für die Zuschauer gegeben (und die Luftfilteranlage sorgt für entsprechend gute Atmosphäre), er muss nicht frieren. Dazu wird er unterhalten. Ergo: Sie ziehen also ins Theater für den Abend um und sparen so zu Hause Heizkosten. Und die Theaterkarten sind hochgerechnet günstiger, als am Ende der Strom. Außerdem sparen Sie sich die Kohle für Streamingdienste und müssen auch nicht zuschauen, wie bekannte Moderatoren zur besten Samstagabendsendezeit Verstecken mit Prominenten spielen wie bei „Denn sie wissen nicht, was passiert“. Brauchen Sie noch mehr gute Argumente?

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Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.

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