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Jugendarbeit - Sebastian Church wird ab September für die Schulsozialarbeit und offene Jugendarbeit in Vollzeit zuständig sein / Vertragsunterzeichnung mit Postillion

Unterstützungsangebot im Grundschulbereich

Von 
Marco Montalbano
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Postillion-Geschäftsführer Stefan Lenz (v. li.), Rektorin Anja Ott, Bürgermeister Uwe Grempels und Konrektorin Stephanie Denn-hardt bei der Vertragsunterzeichnung über die Sozialarbeit an der Albert-Schweitzer-Schule. © Lenhardt

Altlußheim. Nachdem gut zehn Jahre über die Einführung von Schulsozialarbeit in der Gemeinde gesprochen worden war, wurde nun am Mittwoch im Bürgerhaus der Vertrag mit dem freien Trägerverein Postillion unterzeichnet. Der Sozialpädagoge Sebastian Church wird aber nicht nur seine Stelle im Bildungsinstitut antreten, sondern sich auch um die offene Jugendarbeit in der Gemeinde kümmern.

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Die Freude war dem Teilnehmerkreis um Bürgermeister Uwe Grempels anzusehen, als man sich an einem sommerlichen Nachmittag traf, um endgültig zu besiegeln, was im letzten Gemeinderat einstimmig beschlossen worden war (wir berichteten). So war neben dem Gemeindeoberhaupt, Hauptamtsleiter Stefan Kuhn, der Rektorin der Albert-Schweitzer-Schule Anja Ott und Konrektorin Stephanie Dennhardt auch Postillion-Geschäftsführer Stefan Lenz erschienen, um den Kooperationsvertrag zu unterzeichnen.

Für freien Träger entschieden

Dass man sich nicht für eine kommunale, sondern eine freie Trägerschaft entschieden habe, sei mit gutem Grund geschehen, so Uwe Grempels, der selbst zehn Jahre als Schulsozialarbeiter in Mannheim tätig gewesen war. „Eine gute Vernetzung ist wichtig. Und Postillion bringt das mit. Ich selbst habe mich immer als ‚Vernetzer‘ gesehen und dafür plädiert, dass auch den Kindern in den Grundschulen ein Unterstützungsangebot erhalten.“ Er betonte: „Wir müssen weg von der Stigmatisierung, weg vom Denken, dass es dort, wo ein solches Angebot eingerichtet wird, große Probleme geben muss. Konflikte gab es und wird es immer geben. Daher nimmt die frühzeitige Prävention eine Schlüsselrolle ein.“

Wichtig ist ihm auch, dass durch die neue Vollzeitstelle nicht nur der Jugendtreff „Space“ weitergeführt würde, sondern dieser so auch neue Impulse erhalte. Die beiden aktuellen Mitarbeiterinnen gingen im Sommer ja in den wohlverdienten Ruhestand. Auch brachte er seine Freude über den Termin zum Ausdruck, der im Alltag eines Bürgermeisters in Corona-Zeiten eine schöne Abwechslung darstelle.

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Diplom-Sozialpädagoge Stefan Lenz stimmte Uwe Grempels zu: „In den Gemeinden können restriktive, strenge Ansätze verfolgt werden, so wie in Heidelberg, oder man kann präventiv tätig werden, was sicher die bessere Wahl ist.“ Der Geschäftsführer gab zudem bekannt, dass es Sebastian Church sei, auf den die Wahl gefallen sei. Aktuell sei der Sozialpädagoge Hortleiter in Ketsch und davor auch im Schwetzinger Jugendtreff „Go In“ aktiv gewesen.

„Wir prüfen vor einer Entscheidung genau, welcher Mitarbeiter zu wem passt. Dabei wird nicht nur das Anforderungsprofil abgeglichen, sondern wir achten auch darauf, dass die Chemie stimmt. Daher finden einige Vorgespräche statt. Derzeit sind wir an fast 30 Schulen in der Region vertreten“, so der Leiter des regional bekannten Kinder- und Jugendhilfevereins.

Rektorin Anja Ott unterstrich: „In Sachen Prävention ist an unserer Schule schon vorher viel passiert. Angebote wie beispielsweise das Mentorenprogramm ‚Big Brothers – Big Sisters‘ oder ‚Klasse 2000‘ wurden durchgeführt. Aber jetzt sind wir glücklich, dass wir nach über fünf Jahren, nachdem wir dies beantragt hatten, durch Sebastian Church ein sehr niederschwelliges Unterstützungsangebot installiert werden kann.“

Niederschwelliges Angebot

Schulsozialarbeit könne im Rahmen der Gewaltprävention, durch Einzelfallhilfe und allgemeine Unterstützung bei Konfliktbewältigung den Schülern sowohl bei mit der Schule zusammenhängenden, als auch bei anderen Problemen helfen, so die Rektorin, die ergänzte: „Auch bei der Einführung eines demokratischen Instruments wie des Klassenrats zur Förderung eines fairen Miteinanders und der Eigenverantwortung kann ein Schulsozialarbeiter wertvolle Hilfe leisten.“

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Sebastian Church wird sich zu einem Viertel um die offene Jugendarbeit kümmern und zu drei Vierteln um die Schulsozialarbeit. „Und wenn dem nicht so sein sollte, stehe ich hier sofort auf der Matte“, scherzte die Schulleiterin gut gelaunt. „Glücklicherweise gibt es da sehr viel Überlappungen, sodass sich beides sicher gut ergänzen wird“, antwortete das Gemeindeoberhaupt.

Freier Autor Freier Journalist. Davor Pressereferent. Studium der Politikwissenschaft.

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