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Ortsgeschichte - Museum in der Neugasse öffnet seine Pforten / Einstündige Führungen möglich

Görler gehörte zum guten Ton

Von 
zg/ras
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Julius Karl Görler war in den 30er Jahren der wohl bedeutendste Hersteller für Radio-teile und Radiobaugruppen. Bis 1975 war der Firmensitz in Brühl. © Triebskorn

Brühl. Julius Karl Görler war in den 1930er Jahren der wohl bedeutendste Hersteller für Radioteile und Radiobaugruppen. 1923 gründete er das Unternehmen, dass sich an den Standorten in Berlin, Meuselwitz in Thüringen, Mannheim und eben Brühl bis 1975 technisch immer weiter fortentwickelte. Klaus Triebskorn, Mitglied im Heimat- und Brauchtumsverein, beschäftigt sich schon lange mit der Görler-Firmengeschichte und konnte eine anschauliche Ausstellung in den ehemaligen Heimatstuben in der Neugasse eröffnen. Dort können Besucher am Sonntag, 25. Juli, einen Blick in die Vergangenheit der Rundfunkgeschichte werfen. Der besondere Bezug zur Hufeisengemeinde ist, dass Görler ab 1962 in Brühl produziert und sogar ab 1966 der Hauptsitz der Firma in der Hufeisengemeinde war. Heute ist auf dem ehemaligen Görler-Gelände der Global Player Hima angesiedelt.

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Die 1923 in Berlin gegründete Firma Julius Karl Görler fertigte in den 1960er und 1970er Jahren in der Gemeinde Teile für die Rundfunkindustrie und Stereoanlagen. Daran erinnert das Görler-Museum. Seit nunmehr zehn Jahren wird von Triebskorn zum Thema Görler gesucht, geforscht, erworben und aufgebaut. So wächst das Museum, das er für den Verein für Heimat- und Brauchtumspflege als Außenstelle des Heimatmuseums betreut, immer weiter. „Geschichten von ehemaligen Beschäftigten und weitere Görler-Produkte sind hinzugekommen“, verrät Triebskorn gegenüber unserer Zeitung, „Detail- und Aufbauansichten einiger Produkte ergänzen in größeren beleuchteten Vitrinen die Ausstellung“. Es wird damit langsam eng in diesem ersten Museum zum Thema Julius Karl Görler.

Letzter Hauptsitz

350 Beschäftigte waren es einst in Brühl, 720 über alle Standorte Anfang der 1960er Jahre. Neben den frühen, in den 1920er Jahren gefertigten Produkten für den Radiobastler, bis zum Ende der Ära Görler mit dem letzten Hauptsitz in Brühl 1975 zeigt die Ausstellung Werbeunterlagen, Baupläne, Fachzeitschriften und Inserate der Firma. Dokumentiert ist auch die Entstehungsgeschichte des Brühler Werkes.

Seit Oktober 2018 besteht das Museum. Es zeigt Ausschnitte aus der früheren Zeit des Rundfunks, Produkte, Baugruppen, Werbeunterlagen, Baupläne, Fachzeitschriften von Görler, aus allen Jahrzehnten und allen Fertigungsstandorten, aber auch über das Leben der Mitarbeiter des Unternehmens.

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Der Besuch des Museums ist entsprechend der aktuellen Corona-Bestimmungen gelockert, nach wie vor besteht aber Maskenpflicht beziehungsweise die Drei-G-Regel und 1,5 Meter Abstand. Die Personenzahl ist auf zehn beschränkt, deshalb wird eine Voranmeldung bei Klaus Triebskorn, Telefon 0176/34 21 56 10, empfohlen.

Das Museum in der Neugasse 44 ist am Sonntag, 25. Juli , von 13 bis 18 Uhr geöffnet, Führungen dauern rund eine Stunde und finden jeweils um 14 und 16 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. zg/ras

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