Katholisches Pfarrzentrum

Parallelen und Unterschiede

Landtagsabgeordneter Andreas Sturm umrahmt mit „Shakespeare-Dinner“ die Ehrungsveranstaltung der CDU Brühl/Rohrhof

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zg
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Am Ehrungsabend der CDU Brühl/Rohrhof kommen Stefan Hoffmann (v. l.), Gerhard Zirnstein, Kenneth Gund und Wolfram Gothe mit dem Landtagsabgeordneten Andreas Sturm sowie Michael Schulz, Gerd Stauffer und Nico Reffert zusammen. © Hauk

Brühl. Für die Ehrung von langjährigen Mitgliedern hatte sich der CDU-Gemeindeverband Brühl/Rohrhof ein besonderes Event einfallen lassen: Andreas Sturm, Landtagsabgeordneter der Christdemokraten war mit seinem Veranstaltungsformat „Dinner with Shakespeare“ nach Brühl gekommen und so gab es neben politischen Informationen ein schmackhaftes Drei-Gänge-Menü, das das Eventwerk Brömmer aus Neulußheim kreiert hatte.

Bei einer Lauchsuppe mit Whisky-Baguette, Shepherd’s Pie und Apple Trifle sprach der Abgeordnete im „Bernhardusstübchen“ des katholischen Pfarrzentrums auch über den Umgang des englischen Autoren mit der Pestpandemie und die aktuelle Politik im Spiegel von Shakespeares Dramen und Charakteren.

Eingängig und einprägsam

Die Geehrten

50-jährige Mitgliedschaft: Gerd Stauffer und Michael Schulz.

40 Jahre: Gerhard Zirnstein.

25 Jahre: Gemeinderat Wolfram Gothe. zg

Sturm: „Während der Pestzeit waren die Theater gesperrt, da bei Pestwellen bis zu 40 Prozent der Bevölkerung starben. Shakespeare musste sich also andere Einnahmequellen erschließen und mit Auftragsgedichten machte er aus der Not eine Tugend.“ Von seiner Beschäftigung mit Dichtung profitierten auch Shakes-peares Dramen, die poetische Sprache trug zur Bekanntheit seiner Werke bei. Die Liebesschwüre von Romeo und Julia oder Hamlets „Sein oder Nichtsein“-Rede seien Beispiele für Shakespeares Sprache, die eingängig und einprägsam zugleich war.

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Einen Tag vor Boris Johnsons Rücktritt wurde Sturm als Shakespeare-Experte und -Buchautor vom Radiosender „Deutschlandfunk Kultur“ interviewt, da sich der damalige britische Premierminister selbst mit einer Figur Shakespeares verglichen hatte. „Shakespeares Charaktere können ein Schlüssel zum Verständnis von Politikern sein“, berichtete Sturm anschaulich am Beispiel von Olav Scholz, Winfried Kretschmann und Donald Trump.

Shakespeare sei deshalb so gut auf andere Kontexte übertragbar, weil seine Charaktere so nah an der menschlichen Natur seien, dass parallele Persönlichkeitsstrukturen erkannt werden können. Dabei gebe es aber auch deutliche Unterschiede zwischen England und Deutschland: „In England würde niemand auf die Idee kommen, ein Theater wie das Rokokotheater umzubenennen, denn dort müssen die Theater ihr Geld größtenteils selbst erwirtschaften und bekommen weniger staatliche Förderung. Da würde man auf eine Weltmarke wie das Rokokotheater alleine schon aus Marketing-Gesichtspunkten nicht verzichten.“

Zwei halbe Jahrhunderte

Die stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Hoffman, Nico Reffert und Kenneth Gund nahmen die Ehrungen für 25, 40 und sogar 50 Jahre Mitgliedschaft vor. Der langjährige Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter Gerd Stauffer, der für ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde, erzählte einige Anekdoten aus seinem politischen Leben, in dem sich viele Mitglieder wiederfanden. Michael Schulz, ebenso lange Mitglied, erinnerte sich an seine Anfänge bei der Jungen Union und den etablierten CDU-Veranstaltungen, die die Bevölkerung mit den Christdemokraten verbinden würden.

Landtagsabgeordneter Andreas Sturm würdigte das große Engagement der vier ausgezeichneten Christdemokraten, die sich in vielfältiger Weise für die Gesellschaft eingesetzt hätten und auch weiter einsetzten: „Ihre politische Arbeit ist auch Verpflichtung für uns junge Politiker“, schloss Sturm seine Ausführungen. zg