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Zierfischfreunde

Faszinierende Unterwasserwelten bei den Zierfischfreunden Amazonas in Hockenheim

In den 28 Aquarien des Vereins tummeln sich die exotischsten Fische, die mit viel Liebe und Aufwand gepflegt werden.

Von 
Volker Widdrat
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Das Axolotl gehört zu den Highlights der Schau. © Volker Widdrat

Hockenheim. Glasklares Wasser plätschert leise. Grüne Wasserpflanzen bewegen sich leicht in der Strömung. Clownfische, Fahnenbarsche und Mosaikfadenfische ziehen ihre Bahnen. Ein Paletten-Doktorfisch und ein Kaiserfisch schwimmen gemächlich umher. Ein Axolotl schaut hinter einem Stein hervor. Der mexikanische Schwanzlurch bleibt ruhig am Boden. Ein paar Piranhas aus den tropischen Süßgewässern Südamerikas zeigen ihre scharfen Zähne.

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Norbert Dörner, der Vorsitzende des Vereins der Zierfischfreunde Amazonas Hockenheim, hat Futter für die Tiere dabei, als wir uns in der Ausstellungshalle des Vereins auf dem Gelände des Gartenschauparks treffen. Insgesamt 28 Aquarien, von denen drei Salzwasserbecken sind, müssen hier regelmäßig versorgt werden. Das ist jede Menge Arbeit für immer weniger Vorstandsmitglieder, die sich noch aktiv einbringen können. Es fehlt an Nachwuchs, vor allem an neuen Mitgliedern, die einfach zu den tragenden Säulen eines Vereins gehören, klagt Dörner und wirbt für ein wunderschönes Hobby.

Alles begann im Gasthaus „Löwen“

Alles begann mit sieben Aquarianern aus Hockenheim und Umgebung, die im Februar 1961 im damaligen Gasthaus „Löwen“ den Verein „Zierfischfreunde Amazonas“ gründeten.

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Das Vereinsleben war rege, es gab gemeinsame Feiern, Ausflüge und Vorträge ebenso wie überregionale Verbandstage und Ausstellungen. Mit den Tümpeln im Mörsch widmete sich der Verein auch dem Natur- und Artenschutz. Kinder durften dort Frösche, Sumpfschildkröten, Insekten und zahlreiche Vogelarten entdecken.

Die ersten Aquarienschauen fanden noch in Hinterzimmern von Gaststätten oder in Schulräumen statt und mussten dort mühsam aufgebaut werden. Ein erster Höhepunkt war die in der Blumenhalle während der Landesgartenschau aufgebaute Aquarienschau.

Farbenfroh erstrahlen die Exoten in den Aquarien des Vereins. © Widdrat

Es folgte eine Dauerausstellung im ehemaligen Pavillon im Gartenschaupark, die nach drei Jahren aber einem Brand zum Opfer fiel. Das Inventar und damit auch das Vereinsvermögen waren vernichtet. Im November 1999 erfolgte die Eröffnung der dem Verein zur Verfügung gestellten neuen und großen Ausstellungshalle.

Unzählige Stunden Arbeit

„Da steckt viel Arbeit drin. Aquarien, Holzelemente, Wasserversorgung und Elektrik wurden von uns in unzähligen Stunden selbst bewerkstelligt“, berichtet Dörner, der schon seit über 50 Jahren in dem Verein mit seinen 40 Mitgliedern ist, aktiv als Schriftführer, Presse- und Zuchtwart und seit einem Vierteljahrhundert als Vorsitzender. Die Zierfische haben es ihm seit der Kindheit angetan. Zur Erstkommunion gab es als Geschenk ein kleines Aquarium mit zwei Goldfischen. Das war erst der Anfang seiner Passion.

Norbert Dörner kümmert sich mit großer Sorgfalt um die Becken der Aquarienschau. © Volker Widdrat

Die Liebe zur faszinierenden Unterwasserwelt ist geblieben. Die Begeisterung für das Hobby hat er längst an seine Tochter Claudia und an seine beiden Enkelinnen weitergegeben. Selbstverständlich hat der pensionierte Beamte auch zu Hause in Walldorf einige Aquarien, in denen sich Buntbarsche und Neonsalmler tummeln sowie einen Teich in seinem Garten. Die Heimat der Zierfische, die in den beleuchteten Becken im Gartenschaupark zu bewundern sind, liegt in den tropischen Zonen Afrikas, Mittel- und Südamerikas sowie Südostasiens und Australiens.„Unsere Aquarien sind so eingerichtet, dass sie wie die Gewässer im Herkunftsland der Fische wirken“, sagt Dörner.

Wer sich für die lebendige Unterwasserwelt interessiert oder sich ein Aquarium anschaffen möchte, ist bei dem erfahrenen Zierfischfreund genau richtig. Die nächste Gelegenheit für Antworten auf Fragen gibt es am kommenden Sonntag.

Gefährliche Piranhas tummeln sich im Wasser eines Beckens. © Volker Widdrat

Freier Autor Volker Widdrat ist freier Mitarbeiter.

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