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Fluthilfe - Holz-Zentrum Schwab beteiligt sich mit 17 Mitarbeitern sowie 4000 Quadratmetern Vinyl und Laminat an Aktion von Handel, Industrie und Handwerkern / Kostenlose Abgabe an rund 650 Betroffene

Hochwasseropfern festen Boden unter den Füßen zurückgeben

Von 
Matthias Mühleisen
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Daumen hoch für eine gelungene Aktion: Die Helfer des Holz-Zentrums Schwab freuen sich mit der Kölner Kultband „Die Paveier“, dass sie vielen Menschen helfen konnten. © Thomas Riedel

Die von Unwettern ausgelöste Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat unzähligen Menschen buchstäblich den Boden unter den Füßen weggerissen. Um sie mit den Folgen nicht alleinzulassen, haben sich viele hilfsbereite Menschen und Unternehmen in der Aktion „Bodenflut“ zusammengetan. Sie organisierten Bodenbeläge im Wert von über einer Million Euro, die samt Zubehör kostenlos an Betroffene abgegeben wurden. Maßgeblich beteiligt an „Bodenflut“ war das Holz-Zentrum Schwab in Hockenheim.

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Günter Bochenek ist für Schwab im Kölner Raum tätig. Von der Tochter seiner Lebensgefährtin erfuhr er unmittelbar, was die Hochwasserschäden für die Opfer bedeuten. Bestens in der Branche vernetzt, nutzte er seine Kontakte zu Industrie, Handel und Handwerkern und stellte mit Rüdiger Dicke ein Projekt auf die Beine, das Geschäftsführer Ulrich Schwab für einmalig in der Branche hält.

Viele waren nicht versichert

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„Wir haben festgestellt, dass die Bedürftigkeit extrem ist, weil viele Leute einfach nicht versichert sind“, erläuterte Bochenek gegenüber den Medien am Aktionstag, bei dem auf einem Supermarktparkplatz in Euskirchen an einem Sonntagvormittag über 30 000 Quadratmeter Bodenbelag abgegeben wurden. Der Bedarf der Abholer wurde anhand von deren Meldeadressen und Flutkarten des Wetterdienstes überprüft.

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Die Abgabe wurde auf maximal 60 Quadratmeter Laminat, Vinyl und Teppichboden begrenzt, damit möglichst viele Menschen profitieren konnten, berichten Ulrich Schwab und Roman Böcking, einer von 17 seiner Mitarbeiter, die für die gute Sache ihre Zeit opferten – das ist knapp die Hälfte der Belegschaft.

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Insgesamt waren über 200 Helfer im Einsatz, um die Spenden binnen weniger Stunden an die Empfänger zu bringen. Die Hockenheimer starteten dafür um 5.30 Uhr in der Frühe, um das mit drei Lastwagen nach Euskirchen transportierte Material – rund 4000 Quadratmeter Vinyl und Laminat sowie 5000 Meter Sockelleisten, Trittschalldämmung, Übergangsschienen und Pflegemittel – gezielt zu verteilen.

Für die Fahrt am Wochenende stellte das Ordnungsamt der Stadtverwaltung Hockenheim kostenlos Sondergenehmigungen aus. Als das Schwab-Team um 7.45 Uhr in Euskirchen ankam, warteten bereits Hunderte Autos auf die Öffnung des Geländes, viele harrten schon seit zwei Stunden aus. Denn die Aktion „Bodenflut“ war nicht nur minutiös vorbereitet, sondern auch umfassend bekannt gemacht worden. Künstler wie die Kölner Mundartband „Die Paveier“, Komiker Bernd Stelter und Musiker Joey Kelley machten über Social Media und regionale Sender Werbung, dazu gab es eine eigens kreierte Website.

„Fühlt sich weniger alleingelassen“

Stelter und „Die Paveier“ fanden die Aktion so gut, dass sie persönlich mit anpackten und halfen, Pakete in die rund 650 Autos, die an dem Sonntag abgefertigt wurden, einzuladen. „Wenn man anderen Leuten etwas Gutes tut, setzt das mehr Glückshormone frei, als wenn man es für sich tut. Bisher hatte ich das nur gelesen, heute habe ich es gespürt“, sagte Stelter vor Journalisten. Viele Menschen äußerten sich dankbar für den selbstlosen Einsatz der Bodenbelagsexperten: „Man fühlt sich doch nicht so alleine mit der ganzen Misere, wie man anfangs dachte.“

Für Ulrich Schwab und seine Söhne Markus und Florian war es keine Frage, dass sich ihr Unternehmen an der Aktion beteiligt. Sie fragten ihre Partner der Industrie an und fast keiner habe abgesagt. Die Sponsoren wurden sogar auf einem eigenen „Bodenflut“-Schwab-T-Shirt verewigt.

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Redaktion Redakteur im Bereich Hockenheim und Umland sowie Speyer

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