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Dehoga Kreisverband

Manfred Büch wird Ehrenvorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes

Bei der Hauptversammlung wird der langjährige Vorsitzender Manfred Büch zum Ehrenvorsitzenden ernannt - zuvor gab es einen Wechsel an der Spitze.

Von 
Franz Anton Bankuti
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Wechsel auf der „Brücke“ des Dehoga-Kreisverbands: Vorsitzender Rainer Weiglein (v. l.) mit seinem Vorgänger Manfred Büch und dem stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Fuchs. © Schwerdt

Hockenheim. Nicht alltägliche Ideen hatte Manfred Büch eigentlich immer wieder und setzte sie zumeist auch in die Tat um und so fand die letzte von ihm als Dehoga-Kreisvorsitzender „einberufene“ Jahreshauptversammlung nicht „an Land“, sondern auf dem Schiff „Königin Silvia“ statt, das in Heidelberg vor Anker liegt. Im Anschluss an die Versammlung fand eine Neckarschifffahrt statt, viele Mitglieder machten von dieser fröhlichen Einladung Gebrauch und es herrschte beste Stimmung, dafür sorgte auch Josef Zahs mit seinen Topmusikern von „Speedy Gonzales“.

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Zuvor ging es beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) um einen Wechsel an der Spitze nach 17 Jahren, nachdem Manfred Büch mitgeteilt hatte, nicht mehr für diesen Posten zu kandidieren.

Neuer Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Rhein-Neckar, zu dem auch die Mitgliedsbetriebe in Mannheim und Heidelberg gehören, wurde Rainer Weiglein (wir berichteten). Weiglein hat Dehoga-Erfahrung, zumal er seit Jahren bereits alsstellvertretender Vorsitzender agierte. Rainer Weiglein ist der Geschäftsführer der Stadthalle Hockenheim. Als weiterer stellvertretender Vorsitzender wurde Werner Höfer gewählt beziehungsweise in seinem Amt bestätigt, Höfer kommt aus Schwetzingen und ist der Hotelier des renommierten Hotels „Adler Post“. Als Schatzmeister wurde Maik Neuhaus vom Arthotel Romer in Heidelberg gewählt. Die Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der drei Fachgruppen Hotellerie und Tourismus, Gastronomie sowie Berufsbildung vervollständigen das Vorstandsteam.

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Als Vorsitzender der Fachgruppe Berufsbildung wurde der in diesem Bereich erfahrene und erfolgreiche Richard Damian wiedergewählt, er ist der Geschäftsführer der Hockenheim-Ring-Hotel-und-Gastronomie GmbH. Manfred Büch wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Ausführlich und informativ zog die Geschäftsführerin des Dehoga-Kreisverbandes, Melanie von Goertz, Bilanz über die Arbeit des Verbandes. Information und Unterstützung der Mitglieder seien dabei gerade in den schweren Zeiten der Corona-Pandemie im Mittelpunkt der Arbeit gestanden. Immer wieder neue Fragen und Probleme seien offensichtlich geworden, man habe es sich aber stets zur obersten Pflicht und wichtigsten Aufgabe gemacht, so Melanie von Goertz, die Mitgliedsbetriebe zu beraten und ihnen zu helfen.

Dies werde man auch weiterhin tun, auch wenn immer wieder neue Fragen auftauchen, werde es auch in Zukunft das Ziel des Kreisverbandes sein, im Dienste der Gastronomie und Hotellerie in der Region zu stehen.

Entschieden und einfallsreich

Ein bisschen wirkte es schon wie eine kleine Sensation, als Manfred Büch vor nunmehr 17 Jahren Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Rhein-Neckar wurde. Ausgerechnet im bundesweit größten Kreisverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes stand erstmals in der Dehoga-Geschichte ein Systemgastronom an der Spitze. Im Klartext also, der Inhaber einer Systemgastronomie-Kette, Manfred Büch war der Chef von McDonalds in Hockenheim.

Seine ruhige, aber entschiedene und einfallsreiche Art der Führung des Verbandes, sein Ideenreichtum, sein Durchsetzungsvermögen und der gute persönliche Kontakt zu den Mitgliedern machte aber schnell deutlich, dass er die richtige Wahl für den Kreisverband war.

Ein Hauptaugenmerk von Manfred Büch lag stets auf der Berufsbildung für den Nachwuchs für Gastronomie und Hotellerie. Hier war er viele Jahre auch im Landesverband tätig. Er gehörte zu den eifrigen Befürwortern, dass ein neues Berufsbild geschaffen wurde als Restaurantfachfrau beziehungsweise -mann für die Systemgastronomie. Seit 1998 gibt es diesen Ausbildungsgang, Büch gehörte zu den Initiatoren und zu den allerersten Ausbildungsbetrieben.

Genau drei Jahrzehnte war es Anfang dieses Jahres her, dass Manfred Büch, als erfolgreicher Kaufmann aus der Pfalz kommend, zusammen mit seiner vor zwei Jahren verstorbenen Ehefrau Ulrike als Franchisenehmer in Hockenheim sein erstes McDonalds-Restaurant eröffnete. Schon bald engagierte er sich in verschiedenen Vereinen und Institutionen und seither hat man wohl kaum ein „Nein“ gehört, wenn es um Unterstützung für Aktionen und Veranstaltungen ging. Großen Wert legte Büch auf Traditionen, dazu gehörten die halbjährlichen Lossprechungsfeiern der Auszubildenden, die bis zur Corona-Pause wichtiger Bestandteil des Dehoga-Jahresgeschehens waren.

Auf das Engagement und die oft lautlose Unterstützung und stille Hilfe im Hintergrund ging Hockenheims Oberbürgermeister Marcus Zeitler bei seiner Dankeslaudatio ein. Zeitler betonte das nimmermüde Engagement Büchs, die Berufe in Gastronomie und Hotellerie attraktiv darzustellen und Jugendliche ausführlich zu informieren – die jährliche Ausbildungsmesse in der Hockenheimer Stadthalle sei hier ein Beispiel. Auch der Dehoga-Landesvorsitzende Fritz Engelhardt war von Stuttgart gekommen, um Manfred Büch die Anerkennung für seine Arbeit auszusprechen.

Strahlend und bescheiden wie stets bedankte er sich für die Reden und die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Langweilig wird es Büch nicht, trägt er doch die Verantwortung für insgesamt 400 Mitarbeiter, auch die McDonalds-Restaurants in Brühl, Speyer und Mannheim hat er sukzessive übernommen. „Insgesamt stellen wir fest, dass sich das Erscheinungsbild in der Gastronomie verändert hat,“ fasste Manfred Büch in seinem Schlusswort zusammen. Er hat viel dazu beigetragen, manches positiv zu beeinflussen.

Freier Autor

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