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Grüne

Nicht auf Automobilindustrie verzichten

E-Mobilität besteht laut Nikolaus Eberhardt aus vielen unterschiedlichen Herausforderungen

Von 
zg
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Ketsch. Die Grünen in Ketsch loben den Beitrag „Zukunftsserie: Sackgasse Elektroautos?“ Darin beschreibe unser Autor Stefan Kern die Schwierigkeiten, die diese Form der Mobilität mit sich bringe, heißt es in einer Stellungnahme der Ortspartei. Der Artikel sei aber nur die halbe Wahrheit, und deswegen möchte der Sprecher der Grünen Ketsch, Nikolaus Eberhardt, Diplom-Ingenieur, diesen ergänzen und einordnen.

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Zunächst habe der Autor völlig recht, die Zukunft sind der Öffentliche Personennahverkehr und das Fahrrad. Auch die Fakten die Kern auflistet, seien nicht von der Hand zu weisen. „Aber leider hat Kern einige wesentliche Dinge nicht erwähnt, und so den einfach falschen Eindruck erweckt, das Elektroautos in die Sackgasse führen“, meint Grünen-Sprecher Eberhardt.

Ironischerweise sei der Online-Ausgabe der „Schwetzinger Zeitung“ ein Werbeartikel verlinkt: „Die nächste Batterie-Revolution kommt aus Deutschland“. Ob das stimmt, oder nicht, sei dahingestellt, aber die Automobilindustrie wäre im Umbruch, so Eberhardt und „wir werden in den nächsten zehn Jahren noch etliche Revolutionen erleben. Der Faktor Zeit ist entscheidend.“

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„Denn bei aller Liebe zum Öffentlichen Personennahverkehr und Fahrrad, wir wollen alle nicht auf die Automobilindustrie verzichten. Und da die Verbrenner jetzt abgeschafft werden, ist die E-Mobilität im Moment der einzige Weg, das zu überbrücken“, meint der Sprecher der Grünen Ketsch.

Die E-Mobilität bestehe aus vielen Herausforderungen, die alle einzeln betrachtet und gelöst werden wollen. „Das ist heute noch nicht der Fall. Die Infrastruktur, Rohstoffe und die fragwürdige Gewinnung, die Abhängigkeit von Diktaturen, die Herstellung, die Kosten, Reifenabrieb und die Entsorgung – alles offene Fragen, aber kein Argument gegen die E-Mobilität. Denn im Gegensatz zu den Verbrennern, gibt es hier noch Entwicklungspotenzial“, meint Eberhardt in einer Stellungnahme.

Mutig in die Zukunft gehen

„Ich würde mir von einem Artikel zur Zukunft wünschen, dass die vielen guten Möglichkeiten, die Forschungsansätze und die bereits erreichten Fortschritte aufgezeigt werden. Wir dürfen nicht immer alles schlecht reden“, meint er. BMW zum Beispiel beziehe Lithium aus Österreich. Oder Batterien aus Graphen, an der das Karlsruher Institut für Technologie, kurz KIT, und die Firma Skelton forschen. Beim Thema Elektroautos sind nicht nur die Batterien polarisierend. Geringe Reichweite und lange Ladezeiten sind genauso oft genutzte Argumente wie dringend erforderlicher Umweltschutz.

Zudem gebe es Konzepte, die Batterie des Autos als Speicher, für den auf dem Dach produzierten Strom zu verwenden. Das Auto also als Teil der Infrastruktur. „Meine neue Spülmaschine kann schon per Fernsteuerung gestartet werden. Und das vielleicht bald mit Strom aus dem Auto. Vorausgesetzt, ich habe sie vorher eingeräumt – wir sollten mutig in die neue vernetzte Welt blicken. Und wir dürfen nicht zögern, denn es muss jetzt sehr schnell gehen“, ist der Sprecher der Grünen, Nikolaus Eberhardt, überzeugt. zg

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