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Ferienprogramm

„Kennt Ihr Oftersheim?“ – Interessanter Blick in die Vergangenheit für Kinder

Kinder erkunden mit dem Heimat- und Kulturkreis die Geschichte der Gemeinde Oftersheim.

Von 
Hans-Peter Sturm
Lesedauer: 
Ortserkundung: Die kleine Ferienspielgruppe des Heimat- und Kulturkreises schaut sich auch das alte Häuschen im Dietzengässel nahe der St. Kilianskirche an. © HuKo

Oftersheim. „Kennt Ihr Oftersheim?“ Unter diesem Motto hatte der Heimat- und Kulturkreis (Huko) erneut eine besondere Ortsführung durch die Hardtgemeinde speziell für ganz junge Oftersheimer angeboten – als Beitrag zum Ferienprogramm. Hatten sich zum ersten ortsgeschichtlichen Rundgang vor zwei Jahren sogar mehr Kinder angemeldet als es Nachrückplätze gab, standen dieses Mal allerdings nur vier Namen auf der Meldeliste, davon hatte ein Junge zudem bei der Veranstaltung gefehlt.

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„Doch während man wohl bei den meisten Vereinen unter diesen Umständen den Termin gleich abgeblasen hätte, sagte man beim Huko ganz bewusst ,Nein, das sollten wir nicht tun‘, denn es gelte die freie Entscheidung und das Interesse an der Oftersheimer Geschichte zu honorieren“, schreiben die Verantwortlichen des Heimat- und Kulturkreises in ihrem Bericht zur Führung. „Immerhin ist das in dieser Altersspanne keineswegs selbstverständlich, schienen doch viele andere Angebote, die mit ,Fun‘ und auch ,Action‘ den Spaßfaktor voranstellten, weitaus attraktiver.“ So blieb es bei zwei Mädchen und einem Jungen zwischen zehn und zwölf Jahren, die Hans-Peter Sturm vom Gemeindemuseum im Innenhof der Einrichtung begrüßte.

"Ausstellung zur Dorfgeschichte" in Oftersheim kurz besucht

Nach einem Kurzbesuch in der „Ausstellung zur Dorfgeschichte“ ging es gleich los: ins Dietzengässel, zu einem Motiv, das den Kindern schon durch den derzeit noch bis zum 24. September laufenden Malwettbewerb „Ofdasche in Deinen Farben“ bestens bekannt war. Wie alt mögen wohl die Bruchsteinmauer und das kleine leer stehende Häuschen sein? Letzteres auf jeden Fall mindestens 200 Jahre, war zu erfahren. Wie wird diese Seite der Gasse in einigen Jahren denn aussehen vor dem Hintergrund sich andeutender „Planspiele“? „Man wird sehr aufmerksam die Thematik verfolgen, was auch in jungen Jahren nicht schaden kann“, so der Huko unterstreichend.

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So ging die Gruppe zur St. Kilianskirche, an der im Kirchgarten zwei Glocken zu sehen sind. Was soll das? Die Antwort: Die Glocken mussten bei der Teilerneuerung des Geläutes 2008 ausgebaut und sollen zu gegebener Zeit auf dem Kirchengelände „richtig“ aufgestellt werden. Der Kirchenraum war den Kindern nicht fremd. Es war sogar bekannt, dass das Bronzekreuz im Chor den Text des „Vaterunser“ abbildet. Und was ist auf den drei Chorfenstern dargestellt, wen zeigen die aufgestellten Statuen? Was ist mit jener Sandsteinmadonna, die im Eingangsbereich auf dem Boden steht? Auch das erfuhr die junge Teilnehmergruppe, die sich anhand eines Fotos ein Bild vom ursprünglichen Innenraum machen konnte.

Überhaupt kam an den Stationen historisches Bildmaterial zum Einsatz, das am jeweiligen Standort den Kontrast zwischen früher und heute oft besser erläutert, als viele Worte es vermögen. So am alten Messplatz mit dem Kino „Metropol“, dem Spritzenhaus. Doch was gäbe es alles zu erzählen, vom alten Gasthaus „Zum Adler“, wo ursprünglich die erwähnte Sandsteinmadonna aufgestellt war, dem „evangelischen“ Schulhaus und natürlich dem Rathaus mit seinem Turm – alles verschwunden.

So zog die Gruppe weiter zum Rathausbrunnen. Wieder zwei Glocken, wo kommen die her? Und was bedeutet das Gemeindewappen mit der Schlange? Dass die Eichendorffstraße hier einst ebenfalls nur eine enge Gasse war, überraschte anhand des Bildvergleichs ebenso wie das nächste Ziel, denn nach dem Besuch des katholischen Gotteshauses durfte das evangelische nicht fehlen. Der Innenraum zeichnet sich vor allem durch seine Betonwabenfenster aus, deren Medaillons allesamt biblische Szenen zeigen. Den Kindern fielen auch Dinge auf wie die Stifternamen auf den Fensterscheiben oder die Liedanzeigen, bevor ein Abstecher zu den ältesten Grabsteinen und zum alten Kirchhof gemacht wurde.

Zurück im Museumshof warteten bereits erfrischende Getränke und ein leckeres Eis auf die kleine, aber sehr wissbegierige Schar, die ihre Teilnahme sicher keineswegs bereut haben dürfte. Huko-Vorsitzender Dieter Burkard lobte daher deren Interesse an der Oftersheimer Geschichte und brachte gemeinsam mit dem Referenten seine Hoffnung zum Ausdruck, dass man sich bei anderer Gelegenheit im Gemeindemuseum wiedersehen möge.

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