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Stadtbibliothek

"Eppelheimer Buchwoche" bekommt gelungenen Abschluss

Jürgen Haber und Wolfgang Oehrle - auch bekannt als „Der Haber & der Wolf“ - hatten die Ehre, die Veranstaltung als kriminalistisch-musikalisches Duo zu beenden.

Von 
Sabine Geschwill
Lesedauer: 
„Der Haber & der Wolf“ haben für das Publikum in der Stadtbibliothek zum Abschluss der Buchwoche musikalische Unterhaltung und Krimiempfehlungen dabei. Wolfgang Oehrle (l.) spielt hier Saxofon. © Geschwill

Eppelheim. Jürgen Haber und Wolfgang Oehrle sind wahre Krimiexperten und wissen zudem sehr unterhaltsam, mit ihren Musikinstrumenten umzugehen. Die Kombination von beidem bekamen die Besucher zum Abschluss der „Eppelheimer Buchwoche“ geboten. Als kriminalistisch-musikalisches Duett sorgten „Der Haber & der Wolf“ auf Einladung von Stadtbibliothek und Eppelheimer Buchladen unter dem Motto „literarisch und lecker“ für Unterhaltung.

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Beide Herren sind aus unterschiedlichen Gründen mit dem Eppelheimer Buchladen verbunden. Der ehemalige Mainzer Buchhändler Jürgen Haber, dessen Leidenschaft der Kriminalliteratur und seinem Akkordeon namens „Emma“ gilt, arbeitet heute im Außendienst für einen Mediengroßhändler. Er ist daher öfters geschäftlich im Eppel-heimer Buchladen zu Gast und längst freundschaftlich mit Inhaberin Dr. Christine Beil und deren Mann verbunden.

Der studierte Kulturanthropologe und Historiker Wolfgang Oehrle hat ebenso ein Faible für Krimis, wobei er die amerikanischen und britischen Varianten sehr schätzt. Manchmal atmet er auch durch das gekrümmte Blech seines Tenorsaxofons, das er allerdings für den Auftritt durch ein Leihinstrument ersetzen musste. Zum Eppelheimer Buchladen pflegt er sehr private Kontakte: Die Inhaberin ist seine Frau.

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Um dem Motto „literarisch & lecker“ gerecht zu werden, gab es zu den Krimiempfehlungen und Musikstücken Cocktails und Häppchen. Jeder Gast durfte sich am Fingerfood-Buffet je nach Lust und Appetit seinen Teller befüllen und aus Gin Tonic, Hugo oder Aperol Spritz jeweils in der Variante mit und ohne Alkohol seinen Cocktailfavoriten auswählen. Das kulinarische Angebot passte prima zu den sommerlichen Temperaturen.

Gänsehaut garantiert

Die vorgestellten Krimis sorgten teilweise für Gänsehaut. Gut gewählt war der „Kriminal Tango“ zur musikalischen Einstimmung, ehe das Publikum der ersten Leseempfehlung Habers lauschen durfte: Dem Schweden-Krimi „Der andere Sohn“ von Peter Mohlin und Peter Nyström der Verlagsgruppe Harper-Collins. Vor zehn Jahren ist in der schwedischen Kleinstadt Karlstad eine junge Frau spurlos verschwunden. Ihre Leiche blieb verschollen und Billy, den einzigen Verdächtigen, musste man laufen lassen. Doch die Tat ist nie vergessen worden. Nun wird der Fall neu aufgerollt. Das ruft den amerikanischen FBI-Agenten John Adderley auf den Plan. Er will eine alte Schuld begleichen, wird Teil des Ermittlerteams und bringt sich dabei selbst in größte Gefahr. Mit dem Saxofonstück „Strangers in the Night“ ging es für das lauschende Publikum über den Teich in die USA, wo Wolfgang Oehrles Buchtipps aus dem Kampa-Verlag „Schwarzes Echo“ und „Schwarzes Eis“, die ersten beiden Fälle des Detektivs Harry Bosch von Autor Michael Connelly spielen. Connelly ist mit über 75 Millionen verkauften Büchern in 40 Sprachen einer der US-amerikanischen Krimi-Superstars. Seine Werke wurden mit dem Prädikat „unbedingt lesen“ versehen.

Zu den weiteren Krimiempfehlungen gehörten „Die Form des Wassers“ von Andrea Camilleri (Lübbe Verlag), „Duffy“ von Dan Kavanagh (Kampa Verlag), „1979 – Jägerin und Gejagte“ von Val McDermid (Knaur Verlag) und „Nur die Tiere“ von Colin Niel (Verlag Lenos Polar). Mit „Mord in Sussex“ von John Bude aus dem Klett-Cotta-Verlag stellte Jürgen Haber einen seiner Krimifavoriten vor. Während im wahren Leben der Herzog und die Herzogin von Sussex regelmäßig für Wirbel in der königlichen Familie sorgen, geht in der gleichnamigen Grafschaft an der englischen Südküste alles seinen gemütlichen Gang. Doch dann passiert ausgerechnet hier ein Mord und fordert das Ermittlungsgeschick von Superintendent Meredith heraus. Es sieht alles danach aus, als hätte es die Polizei mit einem sorgfältig geplanten und raffiniert ausgeführten Mord zu tun – oder eher mit einem ohne Leiche . . .

Freie Autorin Ich bin seit 1995 als freie Journalistin und Fotografin für die Schwetzinger Zeitung im Einsatz und betreue dabei hauptsächlich den Lokalbereich Eppelheim.

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