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Neueröffnung - Der Schwetzinger will mit seinem Projekt junge Talente aus Georgien unterstützen / Premierenausstellung im Schloss

Echte Bereicherung der Kunstszene

Von 
jw
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Michael Hampel bereitet die Eröffnung seiner Galerie vor. © Walch

Geboren und aufgewachsen in Schwetzingen, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität in Mannheim, mehr als 30 Jahren in leitender Funktion bei einem deutschen Dax-Unternehmen tätig: Nach vielen Jahren erfolgreicher Tätigkeit in der Wirtschaft kehrt Michael Hampel in seine Heimatstadt zurück und gründet eine Galerie.

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Kunst ist zu einem wichtigen Bestandteil im Leben Hampels geworden, seit er die vergangenen zehn Jahre im Zuge seiner beruflichen Tätigkeit in Georgien verbracht hat. In der Hauptstadt Tiflis kam er vor allem mit jungen Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt, interessierte sich zunehmend für deren Arbeiten, besuchte Galerien und Ateliers und tauchte in die lebhafte Kunstszene der Millionenstadt ein und begann damit, Kunst aus Georgien zu sammeln. Der Schritt, die gesammelten Bildern in einer Galerie anzubieten, erweist sich, so Michael Hampel, immer mehr als konsequent.

Michael Hampel verwandelte in Schwetzingen eine Wohnung in der Heidelberger Straße 18 in eine Galerie und zeigt nun in einer Eröffnungsausstellung Arbeiten der georgischen Künstler Mariam Akhobadze Nina Akhobadze, David Aleksidze, Nika Koplatadze, Anano Koplatadze sowie der beiden jungen deutschen Künstlerinnen Anika Irina und Evelina Klanikova – hierzulande noch unbekannte Namen, auch wenn einige von ihnen auf internationale Ausstellungen zurückblicken können.

Bei einem Besuch der Galerie stößt man auf eine sehr abwechslungsreiche, interessante und vielfältige Kunstszene und Auswahl an Bildern. Lebhaft schildert Michael Hampel die oft schwierigen Bedingungen, unter denen die Künstlerinnen und Künstler in Georgien, konzentriert auf Tiflis, vor allem auch in der aktuellen Pandemieperiode arbeiten. Hampel erläutert in diesem Kontext sein Ziel, sie durch den Verkauf der Bilder zu unterstützen, aber auch mit der Galerie eine Plattform für einen interkulturellen Austausch zu schaffen, der über die Bildende Kunst hinausgehen kann.

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Interessante Breite

Die Eröffnungsausstellung, die an diesem Freitag und Samstag im Konzertsaal des Schlosses Schwetzingen (nördlicher Zirkelsaal) stattfindet, zeigt eine interessante thematische und stilistische Breite, die von realistischen bis zu abstrakten, informellen Bildern reicht. Ebenso finden sich in der Ausstellung Anklänge an eine naive, in der Tradition Georgiens verankerte Malerei.

Auffallend ist die großformatige Fotografie von Otar Tagviashivli, mit der er den Reiz und die Schönheit seiner kaukasischen Heimat festhält. Wie vor allem die jungen Künstler europäische Anregungen und Vorbilder aufgenommen haben, zeigen die abstrakten, allein aus der Farbe und dem malerischen Gestus lebenden informellen Bilder der Malerinnen Nina Akhobadze und Evelina Klanikova.

Zu den Highlights gehören zwei großformatige Bilder der jungen Malerin Anika Anri, die tradierte kalligrafische Elemente zu konkreten, konzeptuellen Bildern formt. Unterstützt in seiner Arbeit und in der Suche nach neuen, interessanten Künstlern wird Michael Hampel durch die junge georgische Kuratorin Ani Jorjiashvili. Dass er sein Programm auf absehbare Zeit auch durch weitere junge deutsche Künstler erweitern will, eröffnet interessante Perspektiven für die Schwetzinger Szene.

Am Freitag wird die Ausstellung von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein und am Samstag von 15.30 bis 20 Uhr. Zusätzlich werden am Samstag von 11 bis 14.30 Uhr die Galerieräume in der in der Heidelberger Straße 18 zu besichtigen sein. jw

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