Tafelladen „Appel + Ei“

Schwetzinger Tafelladen kämpft mit Personalengpass

Die Tafel Schwetzingen „Appel + Ei“ leidet unter extremer Personalnot: Der Bestand der ehemals rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter hat sich seit Jahresbeginn erheblich reduziert.

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Tafel
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Inzwischen ist das Team der ehrenamtlichen vom Tafelladen + Ei“ sehr ausgedünnt. Die beiden Fahrzeuge, die können aufgrund des Personalmangels derzeit nicht eingesetzt werden. © Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis

Schwetzingen. Die Tafel Schwetzingen „Appel + Ei“ leidet unter extremer Personalnot: Der Bestand der ehemals rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter, die überschüssige Waren vom Einzelhandel abholen, sortieren und im Laden an Menschen mit geringem Einkommen abgeben, hat sich seit Jahresbeginn halbiert.

„Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, wenn sich unsere Personalsituation nicht bald bessert“, sagt Alexander Schweitzer, hauptamtlicher Leiter der Tafel Schwetzingen. Schon Ende des vergangenen Jahres hatte sich die Personalsituation bei „Appel+Ei“ immer stärker zugespitzt. Seit Wochen können bereits zwei der insgesamt drei Lieferwagen nicht eingesetzt werden, weil nicht genügend Fahrer da sind, um die Lebensmittel von den Supermärkten abzuholen. Derzeit kann immer nur ein Fahrzeug die Märkte ansteuern.

„Besonders bitter ist es, dass die Lebensmittel, die wir für unsere Kunden ja dringend benötigen, in den Supermärkten zur Abholung bereitstehen, wir sie aber einfach nicht abholen können, weil uns das Personal fehlt“, klagt Schweitzer. Durch die hohe Spendenbereitschaft der letzten Wochen ist das Warenlager derzeit noch gefüllt und der Engpass kann kurzfristig überbrückt werden. Wie es aber auf längere Sicht weitergehen soll, ist völlig unklar. „Wir suchen vor allem Leute, die an einem oder mehreren Wochentagen von 8 bis 13.30 Uhr mit anpacken“, so Schweitzer.Vor allem Fahrer werden händeringend gesucht, aber auch Beifahrer sowie Kassierer sind mehr als willkommen. Vorkenntnisse sind für den Einsatz nicht nötig, lediglich für den Fahrdienst braucht man einen Führerschein. „Ohne die ehrenamtlichen Helfer, die bei uns mit großem Engagement im Einsatz sind, ist der Betrieb eines Tafelladens nicht möglich“, betont Stefan Dugeorge, Referatsleiter Soziale Dienste beim Caritasverband. zg

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