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Nachruf - Sänger Lothar Orth („The Voice“) ist im Alter von 67 Jahren verstorben / Bekannt von „Music Power“ und „Nobody’s Perfect“

Seine Stimme war einfach einzigartig

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ali/zg
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Sänger Lothar Orth – so kannten ihn die Schwetzinger Musikfans. © Grube

„The Voice“ ist verstummt. Lothar Orth, einer der bekanntesten Schwetzinger Rockmusiker der vergangenen Jahrzehnte, ist im Alter von 67 Jahren verstorben. „Der Musikhimmel der Region hat einen Stern verloren“, schrieb uns Hagen Grube stellvertretend für Orths langjährige Band „Music Power“. Schon in der Anfangszeit bekam er seinen prägnanten Spitznamen „The Voice“ („Die Stimme“).

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Lothar Orth war schon in frühen Jahren fasziniert von der Musik. Er hatte das Glück, in einer Zeit aufzuwachsen, in der die Beat- und Rockmusik ihre Blüte hatte. Begeistert von den Songs seiner Vorbilder beschloss er, selbst in einer Band mitzuwirken. Seine einzigartige Stimme und sein Gitarrenspiel boten hier die besten Voraussetzungen.

Besessen von der Musik, mit viel Ehrgeiz und Talent gelang es ihm, den Stars der damaligen Zeit nachzueifern. Als 1969 die Band „Music Power“ von Winfried und Eberhard Staudt, Helmut Klein, Thomas Schwarz, Karl-Heinz Schwab und Franz Kammerer gegründet wurde, stieß Lothar Orth wenig später dazu. Es wurden viele Auftritte bestritten, an die sich die älteren Schwetzinger noch heute gerne erinnern. Lothar Orth überzeugte schon damals als fesselnder Frontmann und so kam es sogar zu internationalen Auftritten. Er war aber auch eine Art lebende Music-Box. Jemand wünschte sich einen Song und er hat ihn gespielt.

Orth war ein Familienmensch. „Seine Familie ging ihm über alles“, erinnert sich Hagen Grube. Die Musikalität lag und liegt den Orths offensichtlich im Blut: Lothars Vater Rudi war ein gefeierter Tenor im Sängerbund, Sohn Martin ist seit vielen Jahren einer der bekanntesten Köpfe der hiesigen Musikszene. Zusammen spielten Vater und Sohn bei der Coverband „Nobody’s Perfect“, die Lothar Orth in den 1990er Jahren nach der Trennung von „Music Power“ gegründet hatte.

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„Er war stets ein treuer Weggefährte, immer hilfsbereit, wenn Not am Mann war, zuverlässig und ehrlich. Auch sein Humor war unschlagbar. In schwierigen Situationen gelang es ihm immer wieder, dadurch Probleme zu relativieren. Wir werden ihn vermissen“, sagt Hagen Grube und wünscht dem Weggefährten: „Mach es gut und genieße die Zeit im Himmel mit Janis, Jimi, Lenny, Brian, Freddy und all den tollen Musikern da oben. Ihr werdet bestimmt eine tolle Band gründen und viel Spaß miteinander haben.“ ali/zg

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