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Dom - Der Internationale Orgelzyklus beginnt am Samstag / Organist Markus Eigenlaub holt seine besten Kollegen nach Speyer

Musik aus fünf Jahrhunderten

Von 
Uwe Rauschelbach
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Der Zweite Domorganist Christoph Keggenhoff spielt zur Eröffnung der Konzertreihe an der Hauptorgel des Speyerer Doms. © Domkapitel/Klaus Landry

Speyer. Kein Musikinstrument ist so mit dem Raum verwachsen, der es umgibt, wie die Orgel. Das Pfeifenorchester fühlt sich besonders in großen Kirchen wohl, in denen es seine speziellen Klangeigenschaften großzügig ausspielen kann. Perfekte Bedingungen bietet der Kaiserdom, dessen hallige Akustik allerdings auch große Herausforderungen stellt. Beim Internationalen Orgelzyklus, der an diesem Samstag, 30. April, eröffnet wird, stellen sich bis November insgesamt zehn Interpreten der anspruchsvollen Aufgabe, Orgelmusik aus etwa fünf Jahrhunderten einem interessierten Publikum zugänglich zu machen.

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Der Künstlerische Leiter des Orgelzyklus, Domorganist Markus Eichenlaub, kann dabei auf eine große Zahl an Organisten zurückgreifen, die sich internationales Renomee erworben haben. Die Musiker kommen aus Spanien, der Schweiz, Frankreich, England und der Slowakei. Ein besonderer Ruf eilt dem knapp 80-jährigen Daniel Roth voraus, der seit mehr als 30 Jahren als Organist an der Pariser Kirche Saint Sulpice beschäftigt ist. Roth wird im September einen Meisterkurs zur Orgelmusik Cesar Francks (1822 – 1890) anbieten. Anschließend wird Roth in einem Konzert zu hören sein.

Die eindringliche Klangfarbe

Franck, dessen 200. Geburtstag 2022 begangen wird, steht auch im Mittelpunkt des Programms dieses Orgelzyklus. Domorganist Eichenlaub führt dessen große Werke an drei Terminen auf: am 11., 15. und 18. Juni. Der Speyerer Kirchenmusiker schätzt die Stücke des spätromantischen Komponisten wegen deren eindringlichen, symphonischen Klangsprache. Die Chororgel und die Emporenorgel der Firma Seifert bieten aus seiner Sicht alle klanglichen Möglichkeiten, um die für Franck maßgebliche französische Klangcharakteristik zu erzeugen.

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Neben Werken von Bach, Buxtehude, Liszt, Vierne oder Sweelinck verspricht die Orgelbearbeitung der ersten Symphonie des österreichischen Komponisten und Zeitgenossen Gustav Mahlers, Hans Rott, besondere Höreindrücke. Andreas Jetter aus Chur (Schweiz) wird das Werk aufführen. Auch zeitgenössische Orgelmusik von Naji Hakim, Denis Bedard oder Karl Höller finden sich in den Konzertprogrammen. Einzige Organistin im Feld männlicher Interpreten ist Loreto Amarendi aus dem spanischen San Sebastian. Zur Eröffnung des Orgelzyklus spielt Zweiter Domorganist Christoph Keggenhoff Stücke aus Johann Sebastian Bachs „Orgelbüchlein“ sowie das „Te Deum“ von Dieterich Buxtehude, Stücke für Harmonium von Henri Letocart sowie Prelude, Andante und Toccata des 1995 verstorbenen Andre Fleury. Die zehn Konzerte des Orgelzyklus beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Die Organisten stellen sich und ihre Programme in einer von Klaus Gaßner und Markus Eichenlaub moderierten Gesprächsrunde auf dem Chorpodest gegenüber der Chororgel vor. Eintrittskarten gibt es zum Preis von 12 Euro. Im Abonnement kann man alle zehn Konzerte für 100 Euro besuchen.

Ein weiterer Höhepunkt für Liebhaber von Orgelmusik ist am Sonntag, 8. Mai, zu erwarten. Um 14 Uhr beginnt der zehnte Orgelspaziergang. Die Organisten Robert Sattelberger, Markus Eichenlaub, und Christoph Keggenhoff sind an den Orgeln in der Gedächtniskirche, in St. Joseph, der Dreifaltigkeitskirche und im Dom zu erleben. Um Spenden wird gebeten; der Erlös ist für die Renovierung der Wilbrand-Orgel in St. Joseph.

Info: Weitere Informationen: www.dommusik-speyer.de

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Redaktion Zuständig für Lokales in Lampertheim (Kommunalpolitik, Kultur), Mitarbeit im Kulturressort des Mannheimer Morgen (Musikkritik, CD- und Bücher-Rezensionen).

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