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Rheinbrücke Speyer: Bau der neuen Radwegrampe auf 2023 verschoben

Von 
Regierungspräsidium Karlsruhe
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Die Rheinbrücke Speyer. © Klaus Venus

Speyer. Im November 2021 wurde nach fast dreijähriger Bauzeit die Salierbrücke für den öffentlichen Verkehr wieder freigegeben. Ebenso wurde der Knotenpunkt Lußhof zur Verbesserung des Verkehrsflusses fertiggestellt. Seitdem müssen Radfahrer, die von Speyer in Richtung Hockenheim fahren, nach der Salierbrücke eine Rampe mit zwei engen 180-Grad-Richtungswechseln bewältigen. Damit eine direkte Radwegführung ohne zweifachen Richtungswechsel möglich ist, soll die bisherige Rampe durch eine neue Rampe in Fahrtrichtung von Speyer nach Hockenheim ersetzt werden. Diese soll, anders als ursprünglich vorgesehen, 2023 gebaut werden. Dies teilte das Regierungspräsidium am Freitag mit.

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Der Baustart der neuen Rampe war ursprünglich für den Herbst dieses Jahres geplant. Beim Absammeln der Zauneidechsen im Bereich der Rampe wurden jedoch neu zugewanderte Mauereidechsen, unter anderem auch Jungtiere, gesichtet. Diese konnten im derzeitigen, mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) abgestimmten, Maßnahmenkonzept nicht berücksichtigt werden, da sie in diesem Bereich bisher nicht vorkamen. In Absprache mit der UNB wird nun das Konzept angepasst.

Die notwendige Anpassung des Maßnahmenkonzepts wirkt sich auf die ursprünglich geplante Bauausführung aus. Die Gabionen, welche der bisherigen Radwegrampe als Abstützung dienen, hätten ursprünglich bis spätestens Ende September 2022 entfernt werden müssen, da sie sonst den Eidechsen als Winterhabitat dienen. Ein vorheriger Abbau der Gabionen war ebenfalls nicht sinnvoll, da diese der Rampe die notwendige Stabilität für eine sichere Nutzung verleihen. Zur Vermeidung langer Sperrungen und den damit verbundenen Einschränkungen für Radfahrer bis zum Baubeginn, wird die Rampe daher erst im nächsten Jahr gebaut. Vorgesehen sind dann zunächst bauvorbereitende Tätigkeiten, wie das Absammeln der Eidechsen und freimachen des Baufelds ab April 2023, sobald die Eidechsen nach ihrer Winterruhe wieder mobil sind. Der Bau der Rampe kann dann voraussichtlich ab Anfang Mai 2023 beginnen.

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Der Radweg vom Knotenpunkt Lußhof in Richtung Norden (Seewaldsiedlung) wird ebenfalls asphaltiert werden. In diesem Bereich lebt ein Feldlerchen-Brutpaar. Aufgrund einer Änderung der Vorschriften hinsichtlich der Ausgleichsfläche für Feldlerchen, kann diese Maßnahme nicht wie im Planfeststellungsbeschluss vorgesehen umgesetzt werden. Derzeit werden Gespräche mit den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Pächterinnen und Pächtern einer möglichen neuen Ausgleichsfläche geführt. Liegen die notwendigen Zustimmungen und Genehmigungen vor, kann der Radweg wie geplant 2023 fertiggestellt werden.

Hintergrund zu den Radwegen im Bereich der Salierbrücke und des Knotenpunkts am Lußhof

Vor dem Ausbau wurde der Radverkehr beidseitig entlang der B39/L722 auf jeweils freigegebenen Fußwegen geführt, die über eine Querungshilfe bei einer Ampelanlage untereinander verbunden waren. Diese hatte eine Breite von 1,5 bis 2 Metern und verliefen ohne bauliche Trennelemente unmittelbar straßenangrenzend an der übergeordneten Straße B39/L722 entlang. Wegen der hohen Geschwindigkeiten auf den klassifizierten Straßen war dies nicht verkehrssicher Eine weitere Verbreiterung der bestehenden Radwege war nicht möglich. Die Böschung auf der nordwestlichen Seite der B39/L722 ist als Biotop klassifiziert, und auf der südöstlichen Seite befinden sich ebenfalls Biotope sowie private Grundstücke, deren Bebauung nah an die Fahrbahn heranreichen. Eine Verbreiterung der Radwege wäre daher nur mit großen Eingriffe in die Böschungsbereiche und somit in die Biotope möglich gewesen. Daher wurde im Abwägungsprozess im Rahmen der Planung und im Planfeststellungsverfahren entschieden, vorhandene straßennahe Wege zu Radwegen verkehrssicher auszubauen und den Radverkehr aus allen Richtungen am Knotenpunkt B39/L722 zu bündeln. Somit kann eine sichere Überquerung der Fahrbahnen der B39 und der L722 gewährleistet werden. An dem Knotenpunkt sollen zukünftig sowohl der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Fernradweg „Velo-Route-Rhein“, sowie der Radweg „Tour-de-Spargel“, als auch die in West-Ost Richtung verlaufende Radwegeverbindung zwischen Speyer und Hockenheim und der Radwanderweg „Kurpfalz-Route“ zusammenkommen.

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