Jugend-Bundesliga Handball

„Leistungssteigerung erforderlich“

HG Oftersheim/Schwetzingen vor weitester Fahrt nach Rostock

Von 
Mike Junker
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Nach der kürzesten Auswärtsfahrt in der Meisterrunde nach Balingen geht es nun gleich auf die weiteste für die Jugend-Bundesliga-Handballer Oftersheim/Schwetzingens. Und es geht in Rostock beim dortigen HC Empor (4:2 Punkte) nach drei Begegnungen aktuell mehr oder weniger um den zweiten oder dritten Rang hinter den Reinickendorfer Füchsen. Das Team in Mecklenburg-Vorpommern gewann gegen Erlangen (34:32) sowie beim Bergischen HC (33:26) und unterlag in Leipzig knapp mit 31:32.

Als „Crunchtime-Monster“ waren die HG-Akteure in der lokalen Balinger Presse beim letzten Gegner angekündigt worden. Ein Attribut, welches zuvor in dieser Zeitung im Frühjahr der ersten Mannschaft Oftersheim/Schwetzingens angeheftet wurde, als sie mit Vehemenz den Klassenerhalt in der 3. Liga klar machte.

Es war wohl so eine Art in Erfüllung gehende Prophezeiung, dass die Partie dann auch mit einem Siegtreffer in der vorletzten Sekunde endete, was dann vor Ort als „bittere Pleite“ betitelt wurde. Natürlich würden sich für die anstehende sonntägliche Begegnung (15 Uhr) das Bankpersonal, die Familienmitglieder und alle Fans durchaus wünschen, dass 60 Spielminuten vielleicht auch einmal ohne Beruhigungsmittel oder „Anti-Bluthochdruckpillen“ über die Bühne gehen. Aber wer weiß schon, was auch in den Köpfen der Kurpfälzer Buben so vor sich geht.

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Trainer Christoph Lahme erwartet nach seinem bisherigen Kenntnisstand wohl eher wieder eine enge Kiste und fordert gemeinsam mit seinem „Co“ Justin Hahne eine „Leistungssteigerung“.

Trainingseinheiten an der Strecke

Auch wenn die Hanse- (1165 erstmals genannt) und Universitätsstadt (Hochschule 1419 gegründet) an der Ostsee als Reiseziel zahlreiche Sehenswürdigkeiten und andere Attraktionen bietet, bleibt das meiste den Spielern wohl verborgen.

Ihre samstägliche Hinfahrt unter Leitung von Co-Trainer Justin Hahne ist mit Trainingseinheiten an der Strecke sowie in Mecklenburg-Vorpommern mit einem sportlich ausgerichtetem Beschäftigungsprogramm angefüllt. Dies beinhaltet nicht nur ein Videostudium des Widersachers, sondern auch die Liveverfolgung der Drittliga-Partie der ersten Mannschaft der HG bei der SG Köndringen/Teningen, von wo aus dann über Nacht Lahme und womöglich einige in Südbaden dringend benötigte A-Jugend-Spieler zum Team stoßen werden.

HCE-Rückraumspieler eindämmen

Letztere haben dann nach der Reisenacht einen Doppeleinsatz vor der Brust. In den Genuss der touristischen Annehmlichkeiten in kurzen Zügen dürften wohl nur die wenigen Personen aus dem HG-Begleittross kommen.

Hahne betont im Vorgespräch noch einmal: „Wir brauchen trotz des verdienten Sieges in Balingen eine Leistungssteigerung, um bei den Nordlichtern zu bestehen.“ Und auch die Doppelbelastung einiger Jungs behält er sehr wohl im Auge. Lahme konkretisiert derweil: „Diese Leistungssteigerung beinhaltet vor allem, die Kreise der HCE-Rückraumspieler Schütze, Saß und Scherminski einzudämmen. Und auch das Rostocker Konterspiel müssen wir unterbinden, wollen wir dort bestehen.“

Freier Autor Dem Handball verbunden, aber immer flexibel