Fußball-Kreisklasse B – Jahresrückblick, Teil 2

SGO II ist die Überraschung

Oftersheimer Reserve stellt die beste Heimelf – Schwetzingen II „will die direkten Duelle gewinnen“

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Andi Nowey und Andi Nowey
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Ilias Chrisafis (l. im weißen Trikot, hier im Duell mit Plankstadts Lennart Arnold) will mit der Mannschaft der SG Oftersheim II unbedingt Platz zwei in der Fußball-Kreisklasse B1 halten. © Fischer

In Teil zwei unseres Rückblicks auf die Fußball-B-Klasse schauen wir mitunter auf die Spitzenmannschaften, die sich in Richtung A-Klasse orientieren.

SG Oftersheim II Platz 2

Die Überraschung der ersten Saisonhälfte ist die SG Oftersheim II, die sich vier Punkte hinter dem Ligaprimus DJK Fortuna Edingen-Neckarhausen eingereiht hat. Ohne Verlustpunkt sind die Oftersheimer die beste Heimelf, auswärts gab es dafür aber schon drei Niederlagen. Dennoch würde der derzeitige zweite Tabellenplatz für die Play-Off-Runde in die A-Klasse berechtigen – vorausgesetzt, die eigene erste Mannschaft würde den Klassenerhalt in der Kreisliga schaffen. Das einzige Manko, wenngleich es einem Gejammer auf hohem Niveau gleichkommt, ist, dass die SGO II von den Top-Vier-Mannschaften die mit Abstand geringste Torausbeute besitzt.

SV 98 Schwetzingen II Platz 4

Nach der starken Comeback-Saison, für die Trainer Toni Casciaro eine Mannschaft zusammenwürfelte, die alle Erwartungen übertraf, schien man nun noch ein Pfund drauf packen zu können. Ein Aushängeschild ist die starke Offensive um den „Doppel-AM-Sturm“ Akay Meisel und Atiba Martin, die zusammen schon 42 Tore erzielt haben. „Wir müssen die direkten Duelle gewinnen“, spricht Trainer Casciaro das bisherige Manko an. In der Tat gab es gegen die Top Drei DJK Fortuna Edingen-Neckarhausen (0:1), SG Oftersheim II (1:6) und SC Rot-Weiß Rheinau II (3:7) null Punkte. Mit drei Neuzugängen will Casciaro in der Rückrunde durchstarten, denn das Ziel ist klar. „Wir wollen unter die ersten Zwei kommen“, verdeutlicht der SV-Coach.

SV Altlußheim Platz 5

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Nach dem Abstieg aus der A-Klasse galt das Augenmerk der sportlichen Konsolidierung. Oben mitspielen ja, ein Aufstieg um jeden Preis nein. Mit Trainer Sven Gollner steht ein ruhiger und besonnener Zeitgenosse sowohl auf dem Feld als auch an der Seitenlinie. Und hätten die Altlußheimer nicht mit einer Verletzungsmisere zu kämpfen gehabt, die zeitweise bis zu neun Spieler umfasst hat, hätte das Team gar weiter nach oben schauen können. Platz zwei ist derzeit acht Zähler entfernt und von der SG Oftersheim II belegt, die Stand heute gar nicht aufsteigen dürfte. „Das Ziel in der Rückrunde ist, jeden Spieler weiterzuentwickeln und die oberen Mannschaften weiter zu ärgern“, gibt Gollner nur eine verhaltene Kampfansage aus. Im Kader selbst zeichnen sich keine Veränderungen ab.

Spvgg 06 Ketsch III Platz 14

Am vorletzten Spieltag vor der Winterpause vermied es die neuformierte Ketscher Dritte mit einem 4:0-Erfolg über Neulußheim II, in der Comeback-Saison auf dem letzten Platz zu überwintern. Sechs Zähler sind bei einem Torverhältnis von 15:52 auf die Habenseite gebracht. „Wir sind zufrieden, denn es war ein schwerer Start. Letztlich muss die Qualität noch besser werden, aber daran arbeiten wir“, sagt Trainer Heinz Beneke. Zudem muss der Kader weiterhin breiter aufgestellt werden. Die Spielabsage wegen Nichtantritt gegen den SV Altlußheim soll dahingehend ein einmaliges Ereignis bleiben. „Das Ziel für die Rückrunde ist es, die Punktzahl der Vorrunde zu verdoppeln“, sagt Heinz Beneke – in dessen Kader sich derzeit keine Bewegungen abzeichnen, ehe es am 5. März beim SV 98 II weitergeht.

SC Ol. Neulußheim II Platz 15

Lange Zeit hielt sich zu Saisonbeginn über dem SC Olympia Neulußheim II das Damoklesschwert der Spielfähigkeit. „Mit anfänglich vier oder fünf Leuten im Training und gerade mal elf oder zwölf Spielern beim Ligaspiel war das nicht so prickelnd und vom Abmelden bedroht“, bekennt SON-Trainer Thomas Weisgerber. Im Laufe der Vorrunde hat sich das aber immer mehr zu einem Stamm von 16 bis 18 Trainingsteilnehmern ausgeweitet. „Wenn man den Verlauf der Vorrunde sieht, können wir mit dem sportlich Erreichten nicht zufrieden sein“, gesteht Weisgerber. Nur vier Punkte stehen auf der Habenseite, die Hoffnung auf Anleihen aus dem A-Liga-Kader erfüllten sich aufgrund der dortigen Personalprobleme ebenfalls nicht. Die sportliche Aufgabe für die Rückrunde ist die Ausbildung der Spieler. „Wenn sich einige so weiterentwickeln, werden wir nach dieser Saison wieder zwei, drei Spieler in die Erste schicken können“, freut sich Weisgerber.

ASV/DJK Eppelheim II Platz 4

Mit einem Schlussspurt hat sich die SpG ASV/ DJK Eppelheim II noch auf Platz vier geschoben und ist somit erster Verfolger der Teams auf den drei Aufstiegsplätzen. Das Markenzeichen der Eppelheimer Spieler der Vorrunde waren torreiche Spektakel. Im Schnitt sechs Treffer pro Spiel gab es mit Beteiligung der SpG zu begutachten. „Wir müssen unsere taktische Defensivarbeit verbessern. Wir machen hier noch zu viele Fehler. Dennoch haben wir eine gute Moral und Stimmung im Team“, berichtet Trainer Christian Spicocchi, der aufgrund der Ausgangslage noch immer auf Rang drei schielt. „Das Potenzial dafür wäre vorhanden. Dennoch, bedenkt man die vergangene Saison, sind wir immer noch mit Platz drei bis fünf zufrieden“, so Spicocchi.

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Freier Autor Schwerpunkte: Mannheimer Kreisfußball, Kreisklassen A und B, Kreispokal, Waldhof-Legenden