Die Biber sind los

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Zum Beitrag über Biber in Ketsch wird uns durchaus ironisch geschrieben:

Wieder dunkle Wolken über dem Rathaus. Womit hat Ketsch das verdient, droht eine weitere Plage? Nach der Ameiseninvasion auf dem Friedhof und der Tigermückengefahr in unseren Gewässern, taucht nun der Biber in unserem schönen Rheinwald auf. Bei allen Baumliebhabern und Freunden des Waldes schrillen hell die Alarmglocken. Sind doch schon die ersten Bäume – ihm, dem Baumnager – zum Opfer gefallen. Ist der Ketscher Rheinwald dem Untergang geweiht? Droht die Rheininsel kahl und öde zu werden?

Horrorszenarien zeichnen sich ab. Es sieht düster aus. Denn bei den beiden vorhergegangenen Epidemien hat sich die Verwaltung mit Bürgermeister Jürgen Kappenstein nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer! Kaum im Amt steht nun unser neuer Bürgermeister Timo Wangler vor einer immensen Herausforderung. Wie soll er Herr bei drei so dringenden Problemen werden.

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Doch trotz seiner bisher kurzen Amtszeit hat er schon schöne Erfolge erzielt; gerade in Bezug auf die Schuldensituation der Gemeinde. Er scheint der richtige Mann in Krisenzeiten zu sein. Während andere bei neu auftauchenden Problemen einen schlanken Fuß machen, geht er die Sachen an. Auch in Sachen Umweltschutz scheint sich nach jahrelanger Stagnation endlich etwas positiv zu bewegen. Und das ist gut so.

Unbestätigten Gerüchten zufolge gab es von Trappern und Pelztierjägern Anfragen bei der Gemeinde. Doch sie mussten mit ihren Flinten und Fallen unverrichteter Dinge abziehen. In Deutschland ist die Biberjagd verboten. Der Biber darf Bäume fällen. Doch woher kommt der Ketscher Biber? Ist er kanadischen Ursprungs oder ist er eher einer, der aus Europa kommt. Ebenso lautet eine These: Er ist gezüchtet worden. Wie man hört, soll die Biberzucht besonders bei Frühpensionären des öffentlichen Dienstes sehr beliebt sein.

Aber egal, woher er kommt, eines ist sicher, wir müssen mit dem Biber leben, ebenso mit Ameisen und der Tigermücke. Ketsch ist und bleibt eine Hochburg der Immigration.

Walter Rohr, Ketsch