Katholische Kirchengemeinde

Positive Bilanz lässt katholischen Pfarrgemeinderat in Brühl Zukunft planen

Bei der Sitzung des Pfarrgemeinderates steht der Jahresabschluss 2021 im Fokus und die Umgestaltung der Schutzengelkirche wird mehrheitlich beschlossen

Von 
mf
Lesedauer: 
Unter der Empore plant die Kirchengemeinde einen kleinen Glaskubus, um die Begegnung nach dem Gottesdienst zu fördern. © Strauch

Brühl/Ketsch. Mit einem Segen für das neue Jahr, mit all den aktuellen Sorgen, aber auch Gutem, was es bringen mag, hatte Gemeindereferentin Nathalie Wunderling den geistlichen Impuls zu Beginn der Sitzung des Pfarrgemeinderates Brühl-Ketsch gestaltet.

„Möge uns auch während des Jahres immer wieder bewusst werden, dass wir nicht alleine unterwegs sind, sondern dass Gott unser Wegbegleiter sein möchte und dass wir uns als von ihm Gesegnete wissen“, war der Wunsch.

„Welche Werte hast Du?“ – Vera Vogel, Pfarrgemeinderatsvorsitzende der katholischen Kirchengemeinde Hockenheim und Doktorantin an der Universität Mannheim sucht noch Teilnehmer für ihre Studie „Wertvorstellungen und Religion“. Auf Einladung der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Marianne Faulhaber war sie zur Vorstellung ihres Projektes in die Sitzung gekommen.

Mehr zum Thema

Ketsch

Wachsreste für die Ukraine sammeln

Veröffentlicht
Mehr erfahren
Pfarrgemeinderat

Nutzung der Gebäude der Seelsorgeeinheit Hockenheim wird untersucht

Veröffentlicht
Von
Volker Widdrat
Mehr erfahren
Kirchenentwicklung 2030

Der Weg zum Zeitgemäßen

Veröffentlicht
Von
Stefanie Joosten
Mehr erfahren

Im Rahmen ihrer bisherigen Studien durfte sie die bemerkenswerte Erfahrung machen „ religiösen Menschen geht es besser – in positivem Unterschied zu anderen Menschen.“

Rückstellungen für Bausubstanz

Im Anschluss ging es mit Zahlen zum Jahresabschluss 2021 weiter. Thomas Kehr, Leiter des Rechnungswesens der Verrechnungsstelle Heidelber-Wiesloch, hatte sein Zahlenwerk in eine anschauliche Präsentation gefasst. Als wichtigstes Fazit konnte festgestellt werden: Die Kirchengemeinde Brühl-Ketsch konnte 2021 die laufenden Aufwendungen mit den Erträgen in vollem Umfang decken und dazu einen Überschuss verzeichnen. Einzig die zu bildenden „Bausubstanzerhaltungsrückstellungen“ für den Erhalt aller Gebäude der Kirchengemeinde lassen nachdenklich werden.

Als zukunftsträchtigem Projekt wurde der Umgestaltung des Innenraumes der Schutzengelkirche in Brühl (wir berichteten) mehrheitlich zugestimmt. Der formale Lauf nimmt damit seinen Beginn: Beantragung der Finanzierung im Ordinariat Freiburg. In Aussicht stehende Zuschüsse lassen den Kostenrahmen in machbarem Licht erscheinen. Marianne Faulhaber und Christine Staib berichteten vom Treffen der Pfarrgemeinderats-Vorstände der drei Kirchengemeinden Brühl-Ketsch, Schwetzingen und Hockenheim mit Dekan Lüttinger zur „Kirchenentwicklung 2030“, die 2026 ihren Beginn nimmt.

Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit dazu ist dem Dekan wichtig, berichteten sie, ebenso das Positive, was sich damit verbinden lässt. Es brauche Gemeindeteams, die das kirchliche Leben vor Ort lebendig halten und gestalten und darüber hinaus Verbindungen in der „Pfarrei neu“ für gemeinsames, bereicherndes Wirken. Viel Formelles müsse dazu noch auf den Weg kommen – es handele sich in jedem Fall um einen spannender Prozess.

Werbung für die Gemeinschaft

Das Gemeindeteam Brühl hat sich mit „Gemeinschaftswerbung“ ein Ziel gesetzt, berichtete Gemeindereferentin Sigrun Gaa-de Mür. Nach Gottesdiensten solle ein Rahmen für „gemeinsame Zeit“ geschaffen werden. Der Auftakt dafür sei nach dem Sternsinger-Gottesdienst in Brühl mit Glühwein und Punsch geamcht worden, wobei man sich einer guten Anzahl an Gästen erfreuen durft, was auf Interesse und Bedarf dafür schließen lasse, hieß es.

Für den Liturgiekreis des Pfarrgemeinderats stellte Roland Knüppel die geplanten „MachMit-Wortgottesdienst“ Termine 2023 vor. Am 19. April wird in St. Sebastian in Ketsch bei gutem Wetter im Pfarrgarten zum Thema „Frühling“ eingeladen.

Zum ersten Konzert im Rahmen der „KulturKircheKetsch“ lud Oliver Brinkmann für den 4. März mit „Athi rockt“ in die Kirche St. Sebastian ein. Weitere Konzerte stehen in Aussicht, als Highlight gilt sicherlich die Veranstaltung der Schwetzinger Festspiele im Mai diesen Jahres mit „Voces Suaves“ aus Basel (wir berichteten).

Diakon Kurt Gredel bewarb den „Tag der Solidarität“ am 12. März in Brühl und Pfarrer Erwin Bertsch machte auf die anstehenden Helferfeste in Ketsch und Brühl aufmerksam. Es sei ein Dankeschön der Kirchengemeinde an ihre ehrenamtlichen Helfer, das nach einer pandemiebedingter Zwangspause seine Fortsetzung erfahre. mf