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Geschäftsleben

Ketscher Gasthaus Adler schließt Anfang 2023 seine Pforten

Die Restaurantbetreiber Sabine und Ulrich Stecker freuen sich auf ruhigere Zeiten, die Region wird jedenfalls ein überregional bekanntes Restaurant verlieren. Die Familie hat das gemeinsam beschlossen.

Von 
csc
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Ketsch. Wenn perspektivisch im Januar 2023 in der Schwetzinger Straße im Adler die Lichter ausgehen, endet die gastronomische Nutzung des Traditionhauses und die Enderlegemeinde verliert ein überregional bekanntes Restaurant.

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Sabine und Ulrich Stecker, die in Ketsch seit mehr als 30 Jahren für kulinarische Genussmomente und gelebte Gastfreundschaft stehen, haben mit ihrer Familie den Entschluss gefasst: Es ist Zeit für Veränderungen. „Wichtig war uns immer, wenn wir aufhören, dann zum richtigen Zeitpunkt. Den darf man nicht verpassen“, erklärt der ursprünglich aus Göppingen stammende Ulrich Stecker, der selbst aus einer Gastronomenfamilie stammt und 1979 seine Lehre als Koch begann. Zusammen mit seiner aus Hamburg stammenden Frau Sabine hat er im März 1997 den „Adler“ gekauft und zu einer der ersten Adressen in der gastronomischen Landschaft in Ketsch etabliert. Zwölf Köche und weitere Servicekräfte wurden von den Steckers ausgebildet. „Viele unserer Mitarbeiter sind schon von Anfang an bei uns tätig – und waren das schon, als wir Anfang der 1990er Jahre im Seehotel „Steckers Restaurant“ betrieben.

Noch tischen Sabine und Ulrich Stecker im Gasthaus Adler auf. Im Jahr 2023 soll damit Schluss sein. © Scholl

Mittlerweile sind unsere Tochter und unser Schwiegersohn mit im Betrieb und die Entscheidung aufzuhören, war eine Familienentscheidung. Die nächste Generation wollte nicht übernehmen“, führt Sabine Stecker weiter aus. Dies sei jedoch völlig in Ordnung, bekräftigt das Ehepaar, denn schließlich soll die jüngere Generation ihre eigenen Ideen genauso verwirklichen, wie die beiden Gastronomen dies seit Jahrzehnten selbst aus Leidenschaft taten. „So ist der Abschluss besser und schafft für alle Platz für neue Wege“, ergänzt Ulrich Stecker überzeugt. Bereut in der Gastronomie tätig zu sein haben die beiden nie, selbst Corona war für die erfahrenen Restaurantbetreiber allenfalls die Gelegenheit, sich darin zu üben, mal den sprichwörtlichen ‚Gang runterzuschalten‘. Natürlich habe man in dieser Zeit die Gäste sehr vermisst, denn viele von ihnen waren längst Stammgäste im Adler, umso schöner war das Wiedersehen, als der Lockdown ein Ende fand.

Zum richtigen Zeitpunkt

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„Allerdings, und dies freut uns, können viele unsere Gäste nachvollziehen, dass wir, wenn es im Januar 2023 so weit ist, dann im Alter von 63 und 62 Jahren unser Leben etwas anders gestalten möchten. Einige unserer Mitarbeiter möchten zu diesem Zeitpunkt die Gelegenheit nutzen, in den Ruhestand überzugehen. Gut war, dass wir bis 2023 ganze drei Jahre Zeit haben, diese Schritte zu gehen. Die Möglichkeit des Verkaufs kam zum richtigen Zeitpunkt“, weiß Sabine Stecker. Auf die Frage, ob die beiden zukünftig nochmals ein Restaurant betreiben werden, ist die Antwort eindeutig: „Nein, das wird nicht der Fall sein, auch wenn vielleicht Gerüchte kursieren. Es würde auch keinen Sinn machen, heute unser Gebäude samt Restaurant zu verkaufen, um an anderer Stelle etwas zu eröffnen. Ob uns, wenn wir so wie geplant, später mit unserem Wohnmobil unterwegs sind, noch ganz neue Ideen kommen, wissen wir nicht, aber ein Restaurant wird es nicht sein“, stellt das Paar fest.

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Das Gebäude in der Schwetzingerstraße werde auch nicht weiter als Gastronomieobjekt genutzt, sei es doch der benachbarte Pflegedienst Sonnenschein, der das Anwesen kaufte, um es später einem neuen Nutzungszweck zuzuführen. Da Ulrich und Sabine Stecker in Ketsch leben und auch die gemeinsamen Kinder und der zweieinhalbjährige Enkel hier verwurzelt sind, wird man das Gastronomenpaar im Ort sicher ab und zu antreffen. 

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