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Geschäftsleben

Ketscher Metzger: Auf A wie Alt folgt B wie Back

In der Schwetzinger Straße lösen sich zwei Metzgermeister ab und machen doch gemeinsame Sache.

Von 
Marco Brückl
Lesedauer: 
Metzgermeister Thomas Alt (v. l.), Heinrich Xaver Back und Metzgermeister Heinrich Georg Back freuen sich, dass es in der Schwetzinger Straße weiter- beziehungsweise losgeht. © Brückl

Ketsch. Für die Ketscher bestand durchaus die Gefahr, dass sie einen von zwei guten Metzgern im Ort, neben dem Unternehmen von Thomas Alt das Geschäft von Wilhelm und Christian Jörger, verlieren (wir berichteten mehrfach). Doch der Freundschaft von Thomas Alt mit Heinrich Georg Back ist es zu verdanken, dass es Metzger-meisterlich in der Schwetzinger Straße 36 weitergeht. Seit 1. September gibt es die Hausmacher-Griebenwurst und die -Leberwurst nach der bewährten Backschen Rezeptur nun auch in der Enderlegemeinde.

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Und die vielen treuen Kunden der Metzgerei Back in Schwetzingen wissen freilich, wie gut die Wurst schmeckt. Back wartet dort mit zwei Geschäften in der Mannheimer Straße und der Friedrichstraße auf. Die Plankstadter Filiale ist derweil Geschichte, die Zukunft ist vielmehr in Ketsch zu finden – „wir sind froh, weil wir ja auch viel in Ketsch verkehren“, sagt Heinrich Back senior. Und da meine er nicht allein die regelmäßigen Zusammenkünfte am Stammtisch.

Junior geht nach Augsburg

Sein Freund Thomas Alt frohlockt ebenso: „Ich bin glücklich darüber, dass es in der Schwetzinger Straße weitergeht.“ Er widme sich nun vermehrt seiner Gesundheit, nachdem er einen Schuss vor den Bug bekommen habe, sagt der 59-Jährige. Der Ketscher Metzgermeister hilft auch weiterhin mit, weil beispielsweise für den Backschen Filius die Meisterschule ansteht. „Ich gehe nach Augsburg – am Montag geht’s los“, sagt Heinrich Xaver Back. Der 22-Jährige steckt voller Tatendrang.

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Derweil müssen die vielen Stammkunden von Thomas Alt auf so manche liebgewordene Sorte keineswegs verzichten. Die Chili-Mettwurst gehört zum Beispiel zum Angebot, dass Back weiter vorhalten möchte, „auch die Fleichwurst, bei uns gibt es Lyoner“, sagt Heinrich Back senior. Thomas Alt ergänzt für seinen Freund, dass sich die bisherigen Ketscher Kunden ruhig mit ihren Wünschen melden sollen – „der Herr Back ist offen dafür“.

Gutes Verhältnis

Die meisten bisherigen Angestellten in Ketsch dürften nach Stand der Dinge auch bleiben und mischen sich mit den bisherigen Plankstadtern. Zur Entscheidung, den Standort in der Enderlegemeinde zu übernehmen, habe beigetragen, dass er von vielen Ketschern angesprochen worden sei, ob er das Geschäft von Thomas Alt nicht übernehmen wolle, erzählt Heinrich Georg Back.

Das Verhältnis unter den Metzgermeistern ist indes erfreulich gut, denn Back ging dann auch zu Christian Jörger, um sein Vorhaben zu offenbaren. „Mein Sohn hat dort gelernt“, sagt Back senior und unterstreicht die Tatsache von gesunder Konkurrenz.

Die Ketscher derweil kann man nur beneiden – sie haben weiterhin zwei gute Metzgergeschäfte am Ort.

Redaktion

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