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Verwaltungs- und Finanzausschuss

Luftfilter sollen in Plankstadter Schulen zusätzlich vor Viren schützen

Von 
Catharina Zelt
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Ein Luftfilter steht in einem Klassenraum an einer Grundschule – auch in Plankstadt stehen bald ähnliche Geräte in den Klassenzimmern. Ein Ersatz für das regelmäßige Lüften bieten diese allerdings nicht. © DPA

Plankstadt. Die Landesregierung plant, den Schulträgern 60 Millionen Euro für die Ausstattung von Klassenzimmern mit mobil einsetzbaren Raumluftreinigern zur Verfügung zu stellen. Mobile Luftreinigungsgeräte können wohl einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten, ihre Wirksamkeit wird jedoch kontrovers diskutiert, heißt es in der Vorlage des Verwaltungs- und Finanzausschusses, der in seiner jüngsten Sitzung über den Einsatz von Luftfiltern an den Grundschulen im Ort abstimmte.

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Die Gemeinde Plankstadt wolle einen aktiven Beitrag zu einem regulären Unterrichtsbetrieb leisten. Mobile Luftreinigungsgeräte versprechen, die Anzahl virushaltiger Partikel in Innenräumen zu senken. Ob diese Minderungen ausreichen, eine Infektionsgefahr hinreichend abzuwenden, sei unklar. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher weiter auch in der kalten Jahreszeit regelmäßig zu lüften.

„Zudem beseitigen mobile Luftreiniger nicht die in Unterrichtsräumen übliche Anreicherung von Kohlendioxid, Luftfeuchte und diversen chemischen, teils geruchsaktiven Substanzen“, heißt es in der Vorlage weiter. Auf der anderen Seite gehe aus wissenschaftlichen Berichten hervor, dass mobile Raumluftreiniger gut geeignet seien, Aerosolpartikel und somit auch Viren aus der Luft zu filtern. Damit könne die Virenlast auf einem niedrigen Niveau gehalten werden.

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Generell ersetzen Luftfiltergeräte nicht das Lüften, sondern spielen insbesondere in den Räumen eine wesentliche Rolle, wo gar nicht oder nicht ausreichend Fenster geöffnet werden können. Nachteile der Geräte sind der Stromverbrauch, die Geräuschentwicklung und die hohen Investitions- sowie Wartungskosten. Im Falle einer Infektion können die Filter außerdem nicht verhindern, dass Schüler, die Kontakt zum Infizierten hatten, in Quarantäne müssen.

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Die Verwaltung schlug den Mitgliedern des Ausschusses vor, in einem ersten Schritt das Förderprogramm des Landes zu nutzen und die Klassenräume der Friedrichschule und der Humboldt-Grundschule mit mobilen Luftfiltergeräten auszustatten. Insgesamt seien 20 Geräte erforderlich.

Betrieb passt sich automatisch an

Die Verwaltung habe mehrere Angebote eingeholt und spreche sich für eine Beschaffung des Geräts „UlmairX80“ aus, da dieses den höchsten Luftumsatz erziele und durch den „Hepa14“-Filter sowie weitere Filtersysteme eine effektive Leistung verspreche. Das Gerät verfügt über einen Kohlenstoffdioxid-Sensor und ist durch Schalldämpfungsmaterialien eines der leisesten Geräte, das in einem Klassenraum zudem nicht auf höchster Stufe laufen muss. Der Betrieb passt sich den gemessenen Werten automatisch an.

Ist dieses Gerät nicht zeitnah verfügbar, schlage die Verwaltung den Luftreiniger „RXpro“ von Rheinmetall vor. Die Kosten hierfür liegen bei etwa 3450 Euro je Gerät und Raum. Insgesamt sei demnach mit Kosten von rund 68 940 Euro zu rechnen. Falls eine Förderung bewilligt würde, trage das Land Baden-Württemberg 50 Prozent der Kosten. Details des Programms stehen allerdings noch nicht fest.

Alle Fraktionen und auch Vertreter der beiden Grundschulen, die ebenfalls bei der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses anwesend waren, begrüßten die Anschaffung von Luftfiltern für die Schulen. Auch die Vorsitzenden des Elternbeirates sprachen sich im Vorfeld für den Kauf solcher Geräte aus.

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Ulrike Breitenbücher von der Plankstadter Liste (Plali) erklärte, dass ihre Fraktion die Beschaffung als notwendig sehe. Man wolle nicht, dass erneut Unterricht ausfalle, auch wenn die Luftfilter mit Kosten verbunden seien. „Auf jeden Fall müssen wir uns gewiss sein, dass Folgekosten auf uns zukommen“, meinte sie. Denn die Geräte müssen gewartet, die Filter regelmäßig getauscht werden.

„Bedarf ist da“

Die CDU befürwortete das Vorhaben ebenfalls. „Der Bedarf ist da“, war sich Jutta Schuster sicher. Das Geld sei gut investiert, denn im Vordergrund stehe, dass der Präsenz-unterricht weiter stattfinden kann. Die Luftfilter seien zudem nicht nur während der Corona-Krise nützlich, sondern auch darüber hinaus. Schließlich bereinigen sie die Luft auch von Grippe- oder Erklältungsviren.

Dem stimmte Thomas Burger von der Grünen Liste Plankstadt (GLP) zu. „Wir sehen das als wichtige Investition“, betonte er. Seine Fraktion hätte gerne zusätzlich eine Kohlenstoffdioxid-Ampel, die den Gehalts an Kohlenstoffdioxid in der Atemluft anzeigt.

„Wir können nicht warten und müssen alles tun, um die Kinder zu schützen“, meinte Jutta Schneider (SPD) ergänzend. Der Ausschuss entschied einstimmig, die Klassenräume der Grundschulen und einen nicht belüftbaren Raum mit den Luftreinigern „X80“ des Herstellers Ulmair auszustatten.

Die Kosten sind im Haushaltsplan überplanmäßig zur Verfügung zu stellen. Die Verwaltung kümmert sich – sobald es möglich ist – um einen Förderantrag beim Land Baden-Württemberg.

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