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Die Geister, die er rief

Matthias Mühleisen über Stefan Weisbrods PR-Arbeit und die Konsequenzen

Von 
Matthias Mühleisen
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Alle zwölf Jahre macht der Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises statistisch gesehen Station in Reilingen. Das sind schmerzlich wenige Gelegenheiten in der Amtszeit eines Bürgermeisters, den über 100 Mitgliedern und der Spitze des Landratsamts die Vorzüge der Gemeinde „live“ zu vermitteln. Wie sehr Stefan Weisbrod von diesen überzeugt ist, hat sich weit herumgesprochen.

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Seinem Ruf als enthusiastischer Imagepfleger wurde der Bürgermeister am Dienstag voll und ganz gerecht, als er die Kreisrätinnen und -räte „am schönsten Platz der Erde“ willkommen hieß. Zur Untermauerung ließ er sich von Erdbeer- und Spargelprinzessin Kim I. und der taufrischen Rosenprinzessin Marina I. flankieren.

Um den Parlamentariern klarzumachen, dass sie „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ tagten, lud Stefan Weisbrod das Gremium ein, nach Abschluss der Sitzung (und der erfolgte rekordverdächtig früh) in der nagelneuen Schülermensa den natürlich „besten Spargel im ganzen Land“ zu genießen. Mit der Behauptung ging der Kommunalpromoter jedoch anderen Lokalpatrioten in der Halle zu weit – vereinzelter Widerspruch regte sich ob der Klassifizierung.

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Landrat Stefan Dallinger weiß, wie der Hase bei Weisbrod läuft: „Kommst du nach Reilingen, erhältst du nur Superlative.“ Angesichts solcher Verwöhn- attacken ließ der Kreischef aber durchblicken, dass er auch Käsekuchen erwartet hätte.

Redaktion Redakteur im Bereich Hockenheim und Umland sowie Speyer

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