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Schlossgarten - Konzert an der Moschee mit Musik des 18. Jahrhunderts anlässlich des Themenjahres

Der Kurfürst spielt selbst mit

Von 
zg
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Die Gartenmoschee ist eine absolute Rarität. Zu ihrer Entstehungszeit im 18. Jahrhundert gab es auch in vielen anderen Schloss-gärten orientalisierende Kulissenarchitekturen. Der in vielerlei Hinsicht aufwendigere Bau in Schwetzingen aber ist ein echtes Unikum – ein faszinierendes Zeugnis der europäischen Orientbegeisterung. © SSG

Ein weiteres außergewöhnliches Programm an einem ungewöhnlichen Ort im Schlossgarten Schwetzingen – das bieten die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG): Am Donnerstag, 15. Juli, um 19 Uhr erklingt Musik des 18. Jahrhunderts an der Moschee im Garten der kurfürstlichen Sommerresidenz. Das Konzert unter dem Titel „La Turquoise, La Chinoise, La Polonoise – auf den Spuren des Exotischen und Fremdartigen“ ist Teil des Themenjahrs 2021 der Staatlichen Schlösser und Gärten „Exotik. Faszination und Fantasie“.

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„Der Churfürst von der Pfalz lebt in seinem Paradiese Schwetzingen, im Schooße seiner getreuen Unterthanen, so vergnügt, als es Fürsten seyn können. . .“. So beschreibt der schwäbische Dichter Christian Daniel Schubart die Zeit, die er 1774 in Schwetzingen verbrachte. In dieser Tradition findet die Serenade an der Gartenmoschee statt. Dieses Kunstwerk, geschaffen vom kurpfälzischen Oberbaudirektor Nicolas de Pigage, bildet den stimmungsvollen Rahmen für die Melodien – auf den Spuren des Exotischen und Fremdartigen in der Musik des 18. Jahrhunderts“.

Dr. Ralf Wagner, für Schloss Schwetzingen zuständiger Konservator der SSG, wird das Programm mit einem Vortrag einleiten. Moderiert wird die Veranstaltung von Yevgine Dilanyan von der Forschungsstelle „Geschichte der südwestdeutschen Hofmusik im 18. Jahrhundert“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Bei Regen findet das Konzert im Mozartsaal statt.

Bearbeitungen aus Opern

Der Inhalt des Konzertprogramms am 15. Juli orientiert sich am Themenjahr 2021 „Exotik. Faszination und Fantasie“ der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Mit Bearbeitungen aus den Opern von Pierre-Alexandre Monsigny, André-Ernest-Modeste Grétry und Wolfgang Amadeus Mozart sowie einem Flötenquartett von Franz Krommer laden die Musiker Christoph Rox (Flöte), Olga Becker-Tkacz (Violine), Clémence Apffel-Gomez (Viola) und Mirjam Rox (Violoncello) die Zuhörer zu einer musikalischen Entdeckungsreise ein. Und sie erinnert auch an den Bauherrn des paradiesischen Schlossgartens: Kurfürst Carl Theodor wirkte als Flötist bei Quartettaufführungen im sommerlichen Schwetzingen mit Vergnügen selbst mit.

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Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg haben für 2021 das Themenjahr Exotik ausgerufen. Dabei geht es um „Fantasie und Faszination“ des Fremden für die Europäer, angefangen von den kostbaren exotischen Importen wie Porzellan und Seide, Kaffee, Tee und Schokolade.

Aber auch die dunklen Seiten dieser Begeisterung werden gezeigt: Die Menschen in den fernen Kontinenten zahlten den Preis für die europäische Begeisterung, als Sklaven auf Plantagen oder einfach, weil sie im Blick der weißen Eroberer „Wilde“ waren. In Schwetzingen steht die Gartenmoschee im Zentrum der exotischen Faszination. zg

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